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  1. #1
    DennisMal ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
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    32

    Mathe oder Informatik?

    Hi,

    ich bin nächstes jahr mit meinem abi fertig und möchte danach informatik oder mathematik studieren. kann mich aber nicht entscheiden. n kumpel von mir hat mir letzten als entscheidungshilfe den Campus Test vorgeschlagen. natürlich nur im scherze

    meine leistungskurse sind Mathe und Physik, ich hab schon programmiererfahrung und ich würde mal behaupten, dass ich mich ganz gut mit der materie Computer auskenne. andererseits mag ich matheknobeleien und könnte mir ein mathestudium gut vorstellen. könnt ihr mir eines der beiden studiengänge empfehlen?

    grüße!!!!

  2. #2
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    06.01.2004
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    Zitat Zitat von DennisMal Beitrag anzeigen
    ich hab schon programmiererfahrung und ich würde mal behaupten, dass ich mich ganz gut mit der materie Computer auskenne. andererseits mag ich matheknobeleien und könnte mir ein mathestudium gut vorstellen.
    Ein Mathematikstudium hat mit Schulmathematik ungefähr so viel oder so wenig zu tun wie ein Informatikstudium mit "Computerei" oder "Programmieren".

    Empfehlung: setz Dich an einer halbwegs nahegelegenen Uni mal in beiden Fächern in Erst- oder Zweitsemestervorlesungen (die Vorlesungszeiten laufen meist bis Mitte Juli; vielleicht bekommst Du das mit den Schulferien ja geregelt) und schau Dir an, was da im Studium so gemacht wird. Lass Dich aber nicht entmutigen, wenn Du zu 95% nur Bahnhof verstehst; es ist relativ normal, nach 4-6 Wochen im ersten Semester das Leistungskursniveau schon weit hinter sich gelassen zu haben, auch in anderen Fächern...

    P.

  3. #3
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Beiträge
    5.278

    Studium und Beruf

    Abgesehen von jenen Hedonisten, die vom Humbold´schen Bildungsideal getrieben auf den Universitätscampus strömen, sollte jedes Studium (auch bzw. in erster Linie) der Berufsausbildung dienen.

    Sieht man es so herum, kann man das Pferd ja auch gleich vom Schwanze her aufzäumen. Dem Beruf geht man ja schließlich etwa 40 Jahre lang nach, während man höchstens 6- 8 auf der Uni verbringt.

    Wenn es also für Dich zunächst mal keinen Unterschied macht, ob Du Mathe oder Info studierst, (Inhaltlich läuft es ebenso auf´s Gleiche hinaus) dann mach Dir doch mal Gedanken darüber, wo, als was und bei wem Du jene 40 Jahre lang arbeiten willst. Ebenso viel, wenn nicht mehr als der Besuch einer Mathe- Vorlesung an der nächstgelegenen Uni, bringt vielleicht ein kleines Praktikum während der Sommerferien; vorzugsweise bei einem Unternehmen, das Mathemat- bzw. Informatiker einstellt und/ oder als branchentypisch gilt. Selbst, wenn Du dort den ganzen Tag nur Kaffee kochst und Power- Point- Präsentationen erstellen hilfst, so vermittelt es Dir einen wertvollen Einblick in das, was im Berufsalltag wirklich wichtig ist. (und nimmt Dir einen Teil Deiner Illusionen)

    Und ´ne müde Mark verdienst Du vielleicht auch noch.

    Zum Schluss solltest Du vielleicht noch folgende Überlegung anstellen: Viele junge Männer studieren Informatik, weil sie glauben, ein high- score beim World- of- Warcraft- Daddeln reiche aus, um auch an einer Uni zu überleben. Manche davon (immer noch ziemlich viele) überleben tatsächlich, weil sie sich nach der ersten kalten Dusche auf den Hosenboden setzen und lernen.
    Die streben inzwischen auf den Arbeitsmarkt und drücken die Preise. Anders als während der dot- com- Blase um die Jahrtausendwende, als man sich von Seiten der Industrie sogar darum bemühte, die IT- Inder mit Bananen aus dem Urwald zu locken, und ein studierter Informatiker schon als Berufseinsteiger fast jeden Gehaltswunsch von den Lippen abgelesen und erfüllt bekam, zahlen gerade die einschlägigen Unternehmen nur noch Durchschnittsgehälter.

    Das seit je her als langweilig, verschroben und praxisfern verspottete Mathematik- Studium, dem sich unbeeinflusst von allen modischen Strömungen nur wahrhaft Berufene hingeben, produziert gerde mal eine solch geringe Anzahl von Absolventen, dass diese sich (zuimindest teilweise) ihrerseits ihre Arbeitgeber heraussuchen können.

    Trotzdem zum Abschluss mein Lieblingswitz:
    Ein Mathematiker, ein Inschinör und ein Physiker werden in den obersten Stockwerken eines Hotel- Hochhauses von einem Feuer überrascht.

    1.) Der Physiker blickt zum Fenster seines Zimmer hinaus, kalkuliert kühlen Kopfes die Höhe, die Bodenbeschaffenheit des Rasens hinter dem Hotel, Aufprallgeschwindigkeit- und Winkel und springt, in die Bettdecke gehüllt, aus dem Fenster. Er bricht sich zwar 30 % aller größeren Knochen im Leibe, überlebt aber.

    2.) Der Inschinör kehrt in sein Zimmer zurück und stopft mit allem verfügbaren Zeugs sämtliche Lücken und Öffnungen an Tür, Fenster und Klimaanlage, hält die Tür mit Wasser feucht und atmet, als der Rauch sein Zimmer trotzdem zu füllen beginnt, durch ein nases T- shirt und legt sich auf den Boden. Über sein Mobiltelefon ruft er die Feuerwehr und dirigiert die Drehleiter zu seinem Fenster. Er kommt mit einer leichten Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus, das er schon am Folgetag wieder verlassen kann.

    3.) Auch der Mathematiker kehrt angesichts der Flammen im Treppenhaus auf sein Zimmer zurück, setzt sich auf´s Bett und denkt nach. Dann reißt der ein Streichholz an, befeuchtet Daumen und Zeigefinger mit Spucke und *zisch* löscht es so wieder. Zufrieden sagt er: "Es existiert eine Lösung für n = 1."
    Geändert von Astir01 (31-05-2011 um 07:18 Uhr)
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  4. #4
    DennisMal ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    19.04.2011
    Beiträge
    32
    Hi,

    danke für eure Tipps! Ich glaub, ich werd mich dann mal wirklich in ein paar Vorlesungen setzen und mal schauen, wie das alles auf mich wirkt. Das mit dem Praktikum muss ich mal noch sehen wie ich das zeitlich hinkriege. ist aber auch ne interessante Idee.

    also danke nochmal für die tipps und natürlich für den super witz

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