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  1. #16
    Avatar von Ingmar
    Ingmar ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    19.01.2005
    Beiträge
    21
    Ich möchte ein Fazit ziehen:

    Seit 4/2010 nun bewerbe ich mich. Bis jetzt keine einzige Einladung bekommen von Arbeitgebern, die zu meinem Fach relevante Arbeit anbieten. Mittlerweile ca. 80 Bewerbungen geschrieben. ACHTUNG: Immer darauf achten die Bewerbungsblätter in eine Bewerbungsmappe reinzulegen. Die Sichter achten da penibel drauf. Hmm, ich vermute so sind viele Bewerbungen gar nicht in die Sichtung gekommen. Es sagt einem auch niemand was.

    Bis jetzt hatte ich zwei Vorstellungsgespräche, war fachfremde Arbeit. Habe ich ersteinmal nicht angenommen. Verdienst teilweise auf Provisionsbasis (!), kein Arbeitsvertrag. So was ist unsicher.

    Die ARGE hat mich zu einer Maßnahme 2010 zugewiesen. Von den Leuten her war das bis auf eine Person vollkommen unpassend, da ich fachlich mit denen nichts zu tun hatte. !!!Realschulabgänger!!!
    Anschließend habe ich ein Praktikum gemacht in einem Geschichtsverein. Habe also ein paar Qualifikationen dazu erworben, aber KEINE Arbeit.

    Bachelors will niemand, obwohl die Unternehmen anfangs nach der Bologna Reform sich dazu bereit erklärt hatten, Bachelorabsolventen Arbeit zu geben. "Bachelors welcome" ist längst eine geplatzte Luftblase. Aus die Chancen. Nur eine geringe Prozentzahl wird arbeitstätig.

    Ja es macht sehr viel Spaß, nach 5 Jahren Studium keine Perspektive zu haben.
    Hartz 4 und der Tag gehört dir.

    Ich habe Unternehmen noch vor zu kontaktieren. Trainee sehe ich wenn überhaupt als Chance tätig zu werden. Aber dazu muß auch bedarf für Bachelor-Historiker sein.

    Fachlich muss ich sagen, hat das Studium eigentlich nur bestimmte Themenkomplexe behandelt gebunden nach der wissenschaftlichen Ausrichtung des ensprechenden Lehrstuhls der FSU Jena und dem Studierenden die Recherche, Umgang mit Literatur (Quellen markant), Referieren und das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten vermittelt. Man wird natürlich NIE was gesamtheitlich wissen. Zu monoton war vieles, es hätte viel mehr auch Kulturgeschichte und Sozialgeschichte eingepfercht werden müssen, es war alles größtenteils zu politisch und nicht zu vergessen in der Neuesten Geschichte wird auf eine bstimmte Weise Geschichte vermittelt. Politische Direktiven spielen da eine Rolle.

    Insgesamt steht man als Verlierer da.

    Dieser Artikel über Bachelors
    DGB-Jugend ~ Bachelor und Master
    zeigt dann auch, dass die Geschichtswissenschaften kaum ihre Absolventen in Arbeit steuern! Außer wer sehr gut promoviert und den universitären Weg einschlägt, und auch die auf Lehramt.

    Ich "danke" diesem Sch***system für meine Perspektiven.
    Geändert von Ingmar (02-03-2011 um 16:09 Uhr)
    "Der Mensch ist frei geboren, und doch liegt er überall in Ketten."
    von Rosseau

    Europa in den Fängen des Linksliberalismus

    Die Welt der Massen in freiem Fall!

  2. #17
    Bismarck ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    02.03.2012
    Beiträge
    1

    Schlecht Oh mein Gott...

    Hallo,

    entschuldigung, dass ich diesen Thread ausbuddle aber ich habe ihn gelesen als ich hier im Forum gestöbert habe - und ich muss ehrlich sagen: so kann man das hier nicht stehen lassen!
    Was Ingmar hier teilweise für einen Unfug schreibt, das tut schon arg weh. Du tust gerade so, dass dieses Studium per se der Weg in Hartz4 sei. Das ist doch nicht dein Ernst. Du solltest dich fragen, warum das so bei dir war.

    Mir sind da einige Gründe aufgefallen:

    - schon dein erster Post ("habe eventuell vor Geschichte zu studieren...") zeugt nicht gerade von Interesse an diesem Fach. Geschichte ist ein Studium, dass man mit Leib und Seele machen muss, sonst wird das nichts

    - "Ich werde nichts als Bachelor in Geschichte" - schon mal dran gedacht, dass ein BA-Abschluss gerade in geisteswissenschaftlichen Fächern (aber auch andernorts) nichts halbes und nichts ganzes ist!? Wenn du vorhast etwas aus deinem Studium zu machen, dann musst du MINDESTENS einen Master machen. Der BA ist mit der Zwischenprüfung zu vergleichen wenn wir ehrlich sind -> braucht man sich nicht wundern wenns nix wird

    - Irgendwann nach deinem Studium fängste plötzlich an, dir Gedanken zu machen "was könnt ich jetzt damit machen? Historiker oder Archivar?" -> 1. sollte man sich so etwas schon vor dem Studium fragen, 2. ist Historiker keine Berufsbezeichnung, sondern eine Art Titel, den jeder inne hat, der ein Geschichtsstudium absolviert hat -> dies zeugt von Ahnungslosigkeit und Desinteresse -> wiederum kein Wunder wenns nicht klappt

    - Nach deinem Studium fängst du dann an, mal ein Praktikum zu machen - Gratuliere! Bloß bist du damit geschätzte 3 Semester zu spät dran! Wofür gibt es Semesterferien? Richtig - nicht um Urlaub zu machen, sondern sich Schlüsselkompetenzen bzw. Arbeitserfahrung anzueignen! Hier schafft man es mit richtigem Elan, schon mal den ein oder anderen Fuß in die Tür zu setzen. Archive, Museen, Verlage, Selbstständige - allesamt bieten so etwas an; teilweise vergibt die Uni Praktika - diese gibt es, die Lage ist bei weitem nicht so wie du es schilderst, oft sogar gut entlohnt

    - Wenn man Geschichte nicht auf Lehramt studiert sollte man sich darüber im Klaren sein, was man ungefähr machen möchte - und das ist in der Regel die wissenschaftliche Karriere. Die hört aber beileibe nicht mit dem Bachelor auf, sondern da folgt nach dem Master die Promotion! Den BA kannst du in die Tonne treten, der ist nur die Zugangsberechtigung für den Master...

    - Zu den Berufsaussichten: die sind nicht so schwarz wie du sie malst: Uni, Archive (mit Zusatzausbildung im Anschluss), Verlage, Selbstständige, freie Wirtschaft (z.b. Banken, Unternehmensberatung, Firmen wie BMW)

    Wie gesagt, wer mit Leib und Seele dahinter steht, wer in seinem Studium aufgeht, wer sehr gute Noten schreibt, Praktika macht, am Lehrstuhl arbeitet, ins Ausland geht, sich Schlüsselkompetenzen im Studium aneignet, Kontakte knüpft, sozial engagiert ist usw... der wird mit einem Geschichtsstudium weit kommen. So jemand wie du leider nicht - so ist das nunmal.
    Geändert von Bismarck (02-03-2012 um 01:34 Uhr)

  3. #18
    Avatar von Manni22
    Manni22 ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    09.03.2012
    Beiträge
    8
    Ich finde es sehr gut, dass jemand hier mit den Vorurteilen eines Geschichtsstudiums aufräumt. Es stimmt zwar, dass es nicht so leicht ist einen Job zu finden aber das ist es in vielen anderen Fachbereichen auch nicht. Wenn man einen Master dran hängt hat man wirklich gute Chancen und auch eine breitgefächerte Berufswahl.

  4. #19
    Tabeana ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    10.09.2012
    Beiträge
    7
    Leute, die Wahrheit ist doch die: Kaum ein Geisteswissenschaftler arbeitet später in genau dem Bereich, den er studiert hat. Das ist doch aber überhaupt kein Problem. Weil es doch genau die Stärke dieser Leute ist, sich in sehr vieles schnell einzudenken und zu -arbeiten. Ich kenne so viele Historiker, die in allen möglichen Berufen tätig sind. Ganz ehrlich, Geisteswissenschaften studiert man aus Interesse, nicht, weil man einen sicheren Job und viel Geld will. Aber jeder, der einigermaßen findig ist, findet früher oder später eine Arbeit!

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