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  1. #1
    Kumo Gast

    Wenn im Wald ein Baum faellt, ...

    ... und keiner ist da um es zu hoeren, macht es ein Geraeusch?

  2. #2
    Gast

    Bäumelein

    Tja, das ist die Frage...schon mal nen Baum fallen gehört, als du nicht da warst? Siehste...;-P

    Aber mal ernsthaft jetzt: unter Berücksichtigung von Kants Erkenntnistheorie (Kritik der reinen Vernunft) würde die Antwort auch nein lauten. Denn laut Kant (und auch Schopenhauer, wenn ich mich nicht irre) existieren solche Dingers wie Zeit und Raum an sich gar nicht, sondern sind nur in der Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen angeborenerweise vorhanden (praktisch als "Anschauungsform der Sinne"). Beweis: versuch dir mal eine Raumlosigkeit zu denken. Oder ein Nichtvorhandensein der Zeit. Geht nicht? Siehste. Raum + Zeit sind notwendige Rahmenparameter für unsere Wahrnehmung. Andere Dinge dagegen sind nicht a priori gegeben, weshalb man auch ohne ihre zuhilfenahme etwas denken kann. Der Sachverhalt "WENN im WALD ein Baum etc." schließt Zeit und Raum fest mit ein, daraus folgt: die ganze Baumfallerei erscheint uns anders, als sie vielleicht "in Wirklichkeit" geschieht, weil wir ihr automatisch die Anschauungsformen hinzufügen. Daraus wiederum folgt: es gibt eine Realität ausserhalb unserer Erkenntniskraft, in der es weder Raum noch Zeit gibt...unheimlich, was? Um aber auf die eigentliche Frage zurückzukommen, gibt es folgende Antworten:

    a). Da der Baum nur im menschlichen Bewusstsein fällt, macht er auch ein Geräusch, wenn niemand da ist, da das menschliche Denken sich nicht von dem Prinzip der Kausalität lösen kann (wenn Fall dann Knall oder so);
    b). Es gibt keinen Baum. und wenn doch, dann können wir es nie erfahren.

    Such dir einfach ne Antwort aus ;-P

  3. #3
    Mogandi Gast
    hehe, das is alles soweit richtig.
    Aber wir wissen es gibt diesen Baum. Wir wissen auch, das wenn wir da sind und der Baum fällt, das er dann ein Geräusch macht.
    Wir wissen allerdings nicht, warum der Baum kein Geräusch machen sollte wenn er fällt, wenn wir nicht da sind.
    Daraus folgt, das der Baum, wenn er fällt, ein Geräusch macht, ganz unabhängig von unserem Welten.

    Alles andere sind zwar richtige Gedankenspiele, tun aber heutzutage nichts mehr zur Sache

    Allerdings ist das meine persönliche Meinung.

    Gruss Thomas

  4. #4
    Gast
    Moment mal...
    Wenn du schon so anfängst, dann musst du aber auch berücksichtigen, dass wir eben nicht sicher wissen, dass ein Baum beim fallen ein Geräusch macht, wenn wir da sind. Es war nur bisher immer so. Allerdings gibt es keinen empirischen Beweis dafür, dass das Verhalten von Baum, Fall und Geräusch einer notwendigen, vorgeschriebenen Regel folgt, daher können wir es streng gesehen nur dem Zufall zuschreiben, dass sich die Bäume in unserer Anwesenheit immer an die physikalischen Regeln halten, die wir uns ausgedacht haben AUFGRUND von Beobachtungen. Und dass wir nicht wissen, warum ein fallender Baum irgendwann mal kein Geräusch machen sollte, weist zwar u.U. auf die Beschränktheit der menschlichen Erkenntnis hin, sagt aber nichts über das tatsächliche Verhalten des Baumes aus. So.

    Davon abgesehen, wüsste ich gerne, warum Du meinst, dass solche Theorien "heutzutage nichts mehr zur Sache" tun. Ich sehe eigentlich keine wesentliche Veränderung in der Welt seit Kant und Schopenhauer...oder seit irgendwann.

  5. #5
    Gast

    Re: Bäumelein

    Original geschrieben von Fee

    1. Raum + Zeit sind notwendige Rahmenparameter für unsere Wahrnehmung.

    2. Der Sachverhalt "WENN im WALD ein Baum etc." schließt Zeit und Raum fest mit ein, daraus folgt: die ganze Baumfallerei erscheint uns anders, als sie vielleicht "in Wirklichkeit" geschieht, weil wir ihr automatisch die Anschauungsformen hinzufügen.

    3. Daraus wiederum folgt: es gibt eine Realität ausserhalb unserer Erkenntniskraft, in der es weder Raum noch Zeit gibt...unheimlich, was?
    Ähm.. Du schreibst zwar immer "daraus folgt", ich frage mich jedoch, ob diese "Folgerungen" so legitim sind.

    zu 1: Aus der Tatsache, das Raum und Zeit notwendige Parameter unserer Wahrnehmung sind, folgt meines Erachtens NICHT (zwangsläufig), dass die "Realität" ohne sie auskommt. Vielleicht können wir uns von Zeit und Raum nicht lösen, gerade weil sie konstitutiv für die "Realität" sind.

    zu 2. Kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen... warum MUSS es anders sein, als wir es wahrnehmen?

    zu 3. Ich sehe nicht, wie diese Behauptung aus den anderen Punkten "folgt". Wieso MUSS es eine "Realität" ausserhalb unserer Wahrnehmung geben?

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