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  1. #1
    Salut ist offline Registrierter Benutzer
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    23.02.2005
    Beiträge
    47

    Auslandsstudium/- aufenthalt: Schwärmen !! (oder auch warnen)

    Es gab schon verschiedene Threads zum Thema Auslandsstudium/- aufenthalt. Dabei ging es aber meist um Fachliches und das möchte ich hier ausklammern.
    Hier soll es statt dessen zum einen um eure besten, skurilsten oder lustigsten Erinnerungen, also um das gehen, was den Auslandsaufenthalt einmalig und absolut erinngerungswürdig macht. Ihr dürft also gerne schwärmen und andere neidisch machen oder auch motivieren, selbst ins Ausland zu gehen.
    Andererseits gab’s – insbesondere wenn man sich nicht „nur“ im europäischen Ausland bewegt hat – vermutlich auch die ein oder andere (mittlere) „Katastrophe“, die zwar (hoffentlich) im Nachhinein nicht mehr so tragisch ist, die einen in dem Moment aber schon ziemlich ins Schwimmen gebracht hat. Auch die könnt hier natürlich gerne posten, vielleicht um euch nochmal Luft zu machen, vielleicht aber auch um andere davor zu bewahren, dass gleiche zu erleben.

    Ich hoffe auch eure rege Beteiligung. Man könnte den Thread auch jedesmal fortführen, wenn man mal wieder irgendwie sehnsüchtig an die Zeit im Ausland denkt....

    Ich fang’ schon mal an.

    Positiv:
    - Freundschaften mit Leuten aus den unterschiedlichsten Ländern Europas
    und darüber hinaus geschlossen - halten größtenteils immer noch -
    zwischenzeitliche Treffen in den verschiedensten Ländern
    --> wahnsinnige persönliche Bereicherung + europäische Integration „live“
    erlebt

    - Barbecue mit über 40 Leuten draußen bei - 10°C und mit drei Flaschen
    Brennspiritus um endlich diesen dummen Grill (große Blechtonne wie aus
    ’nem schlechten US-Film über die Bronx in N.Y.) zum Glühen zu bringen

    - in den Semesterferien: zu zehnt einwöchige Fahrt als Selbstversorger mit
    einem Schiff (ohne Bootsführerschein – das geht) auf Kanal in
    Südfrankreich

    - leckere frische Baguettes - festzustellen, dass es da ‘ne Menge
    verschiedener und super leckerer Varianten gibt und alle durchzuprobieren

    - pain au chocolat (kein Vergleich mit dem, dass man in Deutschland
    bekommt), éclair au chocolat,...

    - Feiern in klassischen Altstadtwohnungen mit superlauter Musik,
    Einfachverglasung und enger Wohnbebauung mitten in der Innenstadt
    - Wetten, wann und wie oft dabei die Polizei kommt *grins* –

    - französische Bürokratie: war umgezogen und wollte mich bei der Préfecture
    ummelden *manistjadeutscher* „ Ja, wir können ihnen dafür einen Termin in
    2,5 Monaten geben.“ (ohne Termin geht sowieso gar nichts) ...
    nach 3 Monaten bin ich sowieso wieder gefahren....

    das könnte ich jetzt noch lange fortführen, aber ich lass euch mal....

    Vorher aber noch:
    „Katastrophen“:

    - gab’s bei mir nicht wirklich, nur ein paar kleine Zwischenfälle, z.B.:

    Frage:
    Wie bekommt man Geld als Provision für ein Wohnheimzimmer in ein anderes
    europäisches Land und die Bestätigung, dass es angekommen ist:
    ohne Kontoangabe, ohne EC-Schecks (keine Deckungsgarantie mehr),
    Direktauszahlung am Bankschalter des jeweiligen Landes als
    Vorgehensweise wird nicht akzeptiert und wenn eine Postanweisung
    irgendwie nicht anzukommen scheint ?
    Na ja, bei mir hat sich das Geld dann drei Tage vor dem Stichtag doch
    wiedergefunden.....
    Mittlerweile dürfte das innerhalb Europas eigentlich einfacher gehen, aber
    wer weiß....

    So, und jetzt kommt (hoffentlich zahlreich) ihr !!

  2. #2
    Avatar von KansasGirl
    KansasGirl ist offline "Doktorand" (150-299 Beiträge)
    Registriert seit
    26.09.2004
    Beiträge
    209
    positiv:
    - die liebe natürlich und damit der entschluss hier zu bleiben
    - viele neue leute kennengelernt - das german department hier ist sehr international
    - mein englisch auf vorderman (oder besser vorderfrau) gebracht
    - mal raus aus dem eingestaubten deutschen uni system und was neues gesehen
    - mit 23 meinen zweiten universitätsabschluss (sollte ich die prüfung in drei wochen bestehen)
    - 3000 meilen sommerferien-fahrt an die ostküste
    - und natürlich immer wieder die liebe und mein allerliebster schatz den ich im november geheiratet habe

    negativ:
    - die bürokratie, zuerst die für das normale studentenvisa und jetzt die für meine permanent residency
    - und wie schon an anderer stelle gesagt - ich hasse das wetter in kansas (extrem heisse sommer, wenn winter dann eisstürme und wenn man pech hat 48h kein strom - ist mir glücklicherweise nicht passiert, extreme temperaturschwankungen 20° in drei stunden und natürlich tornados)

  3. #3
    hanuta Gast
    Nichts fuer schwache Gemueter (und Maegen): Japan.

    Das Beste zuerst:
    Sind ohne Ausnahme all die Menschen, die ich hier kennenlernen durfte! All die Stunden, die wir miteinander verbrachten, alle durchwachten Naechte und all die langen Tage im Buero, Mittagspausen auf Arbeit sowie die Konferenzen, unzaehligen Restaurantbesuche und und und...

    Skurriles:
    Woran ich mich nicht gewoehnen will, sind die Erdbeben (beim Schlafen, beim Arbeiten im Hochhaus, auf'm Fahrrad, in der Badewanne, beim Zweisamsein... sie tauchen *immer* auf). Und der schlimmste Herbststurm in Dtl. ist nichts gegen einen Taifun, der dafuer sorgt, dass du dein Fahrrad am naechsten Morgen woanders wiederfindest - wenn du ueberhaupt nach Hause kommst (und nicht im Buero uebernachten musst) weil jedwedes Laufen unmoeglich ist.
    Und das Essen... rohen Oktopus, womoeglich noch lebend (ja, dann bewegen sich die Tentakel noch so schoen), kriege ich (noch) nicht runter.

    Highlights:
    - mit Champagner unter dem Tokyo Tower inmitten von Millionen das neue Jahr begruessen
    - sich durch Schneemassen wuehlen - im kurzen Rock und Highheels
    - den Abend verquatschen, feststellen, dass die letzte Bahn abfuhr und "gezwungenermassen" den naechsten Nachtclub aufsuchen (mehrmals passiert und manchmal provoziert)
    - den Sonnenaufgang ueber den Alpen vor fantastischem Meeresausblick
    - Aug in Aug mit einem Braunbaeren...
    - 53 Stockwerke ueber Tokyo die erleuchtete Skyline geniessen
    - ... (wird noch ergaenzt)

    Weniger schoenes:
    Einen robusten Magen sollte man schon haben, sonst landet man (wie ich) mehrmals im Krankenhaus...

    Lustiges:
    Gegen Ende meiner Zeit hier bekomme ich nachweislich Probleme, mich in meiner Muttersprache auszudruecken ... sagen mir zumindest meine Schueler...

    Vorlaeufiges Fazit: gebt mir einen anstaendigen Job hier und ich bleibe *grins*!
    Geändert von hanuta (14-03-2005 um 04:47 Uhr)

  4. #4
    Avatar von saus
    saus ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
    Registriert seit
    05.07.2005
    Beiträge
    365
    positiv a)
    - mit 30 leuten aus 10 laendern in einem haus wohnen
    - endloses lachen
    - niemals ruhe
    - die parties (besonders die im cornfield mit vodka und kaltem gluehwein)
    - pencakes backen
    - common room parties
    - kulturen kennenlernen
    - freunde finden & kontakte halten
    - christmas
    - die schoenste zeit eben
    - lieder, die erinnern lassen..
    - wieder treffen

    negativ a)
    - feuchter abschied
    - es ist vorbei, things will never be the same again

    positiv b)
    - allein am ende der welt
    - endlose freiheit
    - wunderschoene landschaften
    - ein toller job
    - leute aus allen moeglichen laendern treffen
    - abenteuer
    - das essen &trinken
    - die schoenste zeit eben
    :
    :

    negativ b)
    - man veraendert sich
    - back home ist auf einmal alles anderes
    - sehnsucht
    Geändert von saus (24-11-2005 um 00:01 Uhr)

  5. #5
    Jalekh Gast
    oh ja...

    positiv:
    pain au chocolat und dazu Orangina!
    der südfranzösische Markt über den ich jeden Morgen ging um zum Bus zu kommen
    das Mittelmeer vor der Haustür
    laissez faire
    das schöne Wetter; Zitat von franzosischen Freunden: Wieso freust du dich über Sonnenschein? Scheint bei dir nicht die Sonne? Ich: Nicht so oft in Norddeutschland!
    das Campusgelände mit seinen Palmen
    feiern im Casion von Hyère
    shoppen in Frankreich
    surfen
    das Gesamterlebnis

    negativ:
    in der Altbauwohnung unter mir fanden die Parties von 60 Jährigen JEDEN morgen bis 3.00 Uhr statt
    Wohnheimzimmer gibt es NUR für Franzosen oder Erasmus Studenten, wehe man kommt als einziger daher gelaufener Europäer und will auch eins
    italienische, zersteute Matheprofessoren die versuchen französisch zu sprechen
    Hundekot im Briefkasten, Post die nicht ankommt

    zu deiner Frage:
    mit einem Mandat Lettre? Habe so immer meine innerfranzösischen Rechnungen bezahlt, funktioniert vielleicht auch vom Ausland.

    Ach, will wieder nach Frankreich...

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