Du kannst einen Arzt aufsuchen, ja (wieso denn in Paris ein "american hospital"?), aber sei einer Tatsache bewusst: die deutsche Krankenversicherung zahlt für eine Leistung soviel, wie die Leistung in Deutschland kosten würde - mehr nicht. Alles darüber hinaus müsste eine Zusatzversicherung abdecken oder Du privat übernehmen. Es kann auch durchaus sein, dass Du erstmal alles vorschießen musst und Dir dann bis zum Höchstwert rückerstatten lassen kannst. Zu Deinem "american hospital": Amerikaner (zumindest in den USA) wollen gerne Vorkasse sehen bevor sie überhaupt was machen. "The european way" ist in Gesundheitsdingen immer noch der bessere Weg, zumindest für Patienten...
Auch hier wieder mal die Frage: warum wird ein so wichtiger Sachverhalt nicht mit den Fachleuten, also Deiner Krankenversicherung, geklärt?
P.
Thema: Erasmus&KV
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Ergebnis 1 bis 3 von 3
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23-10-2007 00:12 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Erasmus&KV
Hallo!
Nachdem ich nun schon eine ganze Weile stumm mitlese, hoffe ich, dass ihr mir bei einer Sache weiterhelfen könnt.
Ich bin gerade mit dem Erasmus-Programm in Paris und müsste zum Arzt gehen. Es ist keine Vorsorgeuntersuchung. Ich bin über 25, daher selbst gesetzlich versichert und habe eine Europäische Krankenversicherungskarte.
Kann ich nun einfach zum Arzt oder ins Krankenhaus (american hospital, oder so) und die Untersuchungskosten werden übernommen oder hätte ich dafür eine Zusatzversicherung abschliesen müssen?
Wäre schön, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte!
LG, Katha
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23-10-2007 08:27 #2
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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23-10-2007 08:39 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Noch viel wichtiger: Warum klärt man das nicht mit VOR einem Auslandsaufenthalt über mehrere Monate?
Klar, wenn ich eine Woche in den Urlaub fahre, dann hoffe ich, die bei bester Gesundheit zu verbringen und freue mich trotzdem darüber, dass das Pauschalreiseangebot mit der Reiserücktrittsversicherung zumindest eine Grundsicherung für den Krankheitsfall beinhaltet und dass ich zudem eine europäische Krankenversicherungskarte habe, aber wenn ich bewusst und sicher mit längerer Planungsphase und einiger Unterstützung und Beratung von anderen ins Ausland gehe. Warum vergesse ich dann, mich über die Folgen von Krankheit zu informieren?
Klar kann man sagen: Ich war in Deutschland im letzten Jahr auch nicht zum Arzt, außer um mal nach dem rechten bei den Zähnen sehen zu lassen, aber daraus kann man ja nicht schließen, dass man auch zukünftig beschwerdefrei bleibt.
Nebenbei: Wenn die Sache Dich finanziell in arge Bedrängnis bringen würde: Was spricht dagegen, vorausgesetzt Du bist transportfähig, nach Deutschland zu reisen und in einem an Frankreich angrenzenden Bundesland oder während einer Urlaubswoche zu Hause die Untersuchung vornehmen zu lassen, wenn sie denn wirklich wichtig und keine Routine-Untersuchung ist, die so eine Lapalie ist, dass sie auch noch warten könnte?
Sollte es sich um ein wirklich akutes, lebensbedrohliches Problem handeln, wo sofortige Hilfe nötig ist, wäre mir die Kostenfrage in dem Moment erstmal egal (wenn ich mir dann erst bewusst werde, das Problem nicht vorher gelöst zu haben.)Geändert von lausitzer (23-10-2007 um 08:44 Uhr)


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