Die traditionelle Lebensversicherung ist sicherlich nicht die Beste Methode sein Geld anzulegen.
Besser ist da die Riesterrente, die vom Staat gefördert wird.
Thema: Lebensversicherung?
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Ergebnis 11 bis 15 von 16
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01-09-2012 12:56 #11
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Ergänzug zu meinem Beitrag von 2007
Eine Kapitalbildende LV ist eine Form der Geldanlage, also des Sparens mit dem Ziel der Rendite, der Geldvermehrung. Grundgedanke dabei ist, dass der Versicherungskonzern die eingezahlten Prämien am Kapitalmarkt anlegt, damit bei der Auszahlung durch Zins und Zinseszins mehr Kaufkraft vorhanden ist als wenn der Sparer das Geld auf ein Sparbuch gelegt hätte.
Dabei hat der Gesetzgeber allerdings die Anlagenklassen eingeschränkt, in die die Versicherungsgesellschaften anlegen dürfen, mit dem Ziel, die unbedingte Sicherheit der eingezahlten Gelder zu garantieren, und nicht etwa eine möglichst üppige Rendite zu erzielen. (dafür gibt es andere Geldanlagen)
Vor diesem Hintergrund waren die Versicherungsgesellschaften gezwungen, in erster Linie in Staatsanleihen, Immobilien und andere, vermeintlich sichere Werte zu investieren, und dabei eher mickerige Zinsen in Kauf zu nehmen.
Deshalb sinkt die sg. Garantieverzinsung bei neuen Verträgen auch seit Jahren wie es das allgemeine Zinsniveau auch tut. Durch die Immobilien,- Banken,- und Staatskrisen der vergangenen 4 Jahre entpuppen sich aber gerade die Werte der LV´n als wenig sicher, ja sogar als riskant. Im Falle von Griechenland mussten die Anleger ja zuletzt sogar auf über 50% ihrer Forderungen verzichten; also nicht nur auf die Zinsen, sondern sogar auf das Kapital selbst.
Auf der anderen Seite hält die EZB mit ihren zahllosen Rettungsschirmen die Zinsen für Staatsanleihen künstlich auf niedrigstem, dem Ausfallrisiko keinesfalls angemessenen Niveau, während all jene Anleihen, die tatsächlich als sicher gelten können nicht mal die Inflation ausgleichen.
Auch ohne intimere Kenntnisse in Finanzmathematik dürfte klar sein, dass die LV- Konzerne solcherart nicht mal auf ihre Kosten (für die Lustreisen ihrer Vertriebsmitarbeiter) kommen, geschweige denn auskömmliche (Kaufkrafterhalt) Renditen erzielen können. Das Bisschen, was noch hängen bleibt, müssen sie an jene vor vielen Jahren abgeschlossenen Altverträge auszahlen, und die Leute zu osteuropäischen Billignutten schicken.
Da also in den letzten Jahren das Verhältnis von Risiko und Ertrag bei den meisten Anlageformen aus dem Gleichgewicht geraten ist, aber durch das viele Zentralbank- Geld mit steigenden Infaltionsraten gerechnet werden muss, kann dem Sparer nur zweierlei geraten werden.
- Suche nach einer Anlageform, die eine steigende Inflation auszugleichen vermag.
Das sind tendentiell die Aktien jener Unternehmen, die zumindest einen gewissen Teil ihres Gewinns in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen (BRIC; MIST) erzielen und nicht so sehr in den überschuldeten Schweinestaaten (PIIGS) engagiert sind.
- Investiere das Geld in langlebige Güter statt es zu sparen. (Auto, Fernseher, Möbel, Wohnung)
Ein günstiger Kredit, heute aufgenommen um eine Wohnung zu kaufen, kann sich bei festen Zinsen und steigender Inflation in den nächsten Jahren wie von selbst bezahlen.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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01-09-2012 16:13 #12
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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02-09-2012 17:29 #13
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Hey,
lohnt sich sowas schon in der Ausbildung abzuschließen ??
Grüße
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03-09-2012 11:28 #14
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Die einfache Antwort auf Deine komplizierte Frage lautet: im Prinzip ja; im Moment nein.
Zum Prinzip:
Jede längerfristige Form der Geldanlage profitiert vom Zinseszins. Das gilt für Kapitalbildende LV´n, Fondsgebundene Renten- V´n, Bausparverträge* usw. Er läßt das Vermögen (Barwert) exponentiell anwachsen. Je länger es wächst, um so großer wird es. Hätte Karl Marx sein Kapital angelegt, statt es zu veröffentlichen, wäre er jetzt wohl Milliardär.
Für die Zinsen und Zinseszinsen muss aber jemand anderes arbeiten, sie erwirtschaften. Das ist zuzeit aber nicht gar so einfach. Da die Versicherungskonzerne das inzwischen auch gemerkt haben, bekommt man heute nur voch Verträge mit ganz niedrigen Garantiezinsen. (die vielleicht nicht mal den Kaufkraftverlust durch Inflation ausgleichen) Darüber hinaus hat man bei einer LV immer die Verwaltungskosten und die Gewinne, die der Konzern machen möchte, zu tragen. Da ist es u.U. besser Aktien des Konzerns zu besitzen als LV´n bei ihm abzuschließen.
Versicherungen und Vorsorge muss man sich leisten können. Es nützt nicht viel, wenn man sich deren Beiträge vom Munde abspart und ab Mitte des Monats das Girokonto im Minus ist.
Man kann sich auch nicht gegen alles und jeden, gegen jeden Furz und Donnerschlag versichern; erst recht nicht, wenn das Geld kaum zum Leben reicht. Armut ist Scheiße.
Wer allerdings mit seinem Geld zurecht kommt und am Monatsende noch ein paar Mark übrig hat, der kann durchaus ans Sparen denken. Das kann mit einem bestimmten Ziel geschehen oder einfach wegen des guten Gefühls, das ein wohlgefülltes Konto vermittelt.
In jungen Jahren sollte allerdings die größtmögliche Flexibilität der Geldanlage das zweitwichtigste Auswahlkriterium nach der auskömmlichen Rendite sein.
Bei einer mittleren Inflation von geschätzt 3% p.a in den kommenden Jahren (mit der Tendenz zum Steigen) verbietet sich jede Anlage, die nach Steuern und Gebüren weniger als 4% Rendite bringt. Damit fallen praktisch ALLE wie auch immer gearteten Verträge (*) durch das erste Raster. Selbst wenn nicht, wären sie aber fast alle durchs zweite gefallen. Nur LV´n kann man verkaufen (mit Verlust) oder beleihen, wenn man zwischendurch mal rasch Geld braucht.
In meinen Augen gibt es neben Aktien nur einige wenige Staats- und Unternehmensanleihen, die o.g. Kriterien genügen und hinreichend sicher gegen Kapitalverlust sind. Die gilt es zu finden, in sinnvollen Stückelungen zu günstigen Zeitpunkten zu kaufen und möglichst kostengünstig zu deponieren.
Mit dergleichen Wertpapieren läßt sich auch die Forderung nach möglichst breiter Riksikostreuung und Verteilung des Vermögens auf mehrere, unterschiedliche Anlageklassen zu verteilen.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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17-12-2012 15:31 #15
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Hallo Zusammen,
an alle die überlegen eine Lebensversicherung oder allgemein Versicherungen in Zukunft abzuschließen: ab dem 21.12.12 wird nicht mehr beachtet ob ein Versicherter männlich oder weiblich ist, d.h. es wird auf unisex umgestellt.
Für manche werden damit neue Vertragsabschlüsse etwas günstiger für andere ziemlich teurer.
Was das genau heißt, dazu habe ich hier eine Infografik von Cosmosdirekt gefunden, wo allerdings nicht alle Versicherungen aufgelistet sind die die Umstellung auf Unisex betreffen wird.
Unisex-Versicherung
Also schnell noch mit Finanzberater zusammensetzen und abchecken ob noch was abgeschlossen werden muss!!!
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