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  1. #1
    Avatar von Worldwide
    Worldwide ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Glühbirne Private Haftpflichtversicherung

    Was sollte bei einer privaten Haftpflichtversicherung unbedingt dabei sein? Selbstbeteiligung ja oder nein? Was ist mit den sog. Gefälligkeitshandlungen? Und was mit fremden geliehenen Sachen? Der Forderungsausfalldeckung? Steh da grad ein bissel aufm Schlauch ...
    Liebe ist eine Lebenseinstellung: Wer Liebe sät, wird Liebe ernten.

    Wir alle sind erst einmal Triebtäter, sind aber im Allgemeinen so frei, es nicht zu bleiben.
    Die Möglichkeit zur Entscheidung ist der entscheidende Qualitätssprung.

  2. #2
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    25.07.2003
    Beiträge
    5.278
    Zunächst werde Dir erst mal darüber klar, was eine Privathaftpflicht eigentlich ist.

    Sie ist keine Lizenz für einen Elefanten im Porzellanladen mit einem Walross Tango zu tanzen.
    Lies daher erst mal das Kleingedruckte; insbesondere das Kapitel worin die Fälle stehen, in denen grundsätzlich eine Leistungspflicht der Versicherung besteht und wo nicht. (ob sie dann im Schadensfall tatsächlich zahlt, steht ohnehin auf einem Blatt, das Du jetzt noch nicht hast)

    Dann überlege mal allein ohne Furcht und Sorge, was Dir schon alles passiert ist, welche Ereignisse Du für wahrscheinlich hältst und welche Du glaubst, durch umsichtiges Verhalten verhindern zu können.
    Kannst Du solche Überlegungen nicht anstellen, ohne sofort von Existenzängsten überfraut zu werden, dann bist zu zwar ein guter Kunde, aber kein guter Versicherungsnehmer.

    Eine Selbstbeteiligung darfst Du nur vereinbaren, wenn Du sie Dir auch leisten kannst. Vergleiche die Beitragsersparnis mit der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens in der gleichen Größenordnung wie die Selbstbeteiligung. Kommst Du zu dem Ergebnis, dass Du Dir keine Selbstbeteiligung leisten kannst, dann bist Du ein Tollpatsch oder so eine arme Sau, dass Du gar keine Privat- HP bekommst bzw. benötigst. Sie hat nämlich nur die Aufgabe Dein Privatvermögen vor den Forderungen durch Dich geschädigter Mitmenschen zu schützen. Hast Du nix auf der hohen Kante, dann ist bei Dir auch nix zu schützen und zu holen.

    Eine Privat- HP ist nur eine Luxusversicherung, die in manchen Fällen verhindert, dass Du nach einem Schaden, den Du (oder Deine Blagen) angerichtet hast, den Rest Deines Lebensweges am Bettelstab gehen musst. War das bisher nicht anders, bist Du den Gang am Bettelstab gewohnt, sind HP- Versicherungen grundsätzlich Kokolores.

    Ich selbst habe erst eine HP- Versicherung abgeschlossen, nachdem ich ein Jahr in meinem jetzigen Job geschafft und mich (vorübergehend) entschlossen habe eine spieß- und gutbürgerliche Existenz zu führen. Ich habe sie ohne Selbstbeteiligung aber mit begrenzter Deckung abgeschlossen, weil ich Kleinkram für wahrscheinlicher halte, als dass man mir mal die Schuld für ein Großschadensereignis geben würde, und wenn doch, na dann habe ich eben (finanziell) verschissen.

    All den Zusatzkram (Gefälligkeit, fremde Sachen) solltest Du folgendermaßen bewerten: Häufigkeit der Zusatzereignisse (<< 1) x allgemeine Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens (<<1) x Freundschaftsfaktor (~1) x Zusatzfaktor Murphy´s Law (>=1)

    Zielpreis ist für eine Alleinstehende < 100 €/ a. (je billiger desdo besser)
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  3. #3
    miss smilla ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    30.10.2003
    Beiträge
    1.316
    Hm, außer bei Astir scheint der Konsens zu sein, dass man eine Haftpflicht braucht, weil es eben sein kann, dass man versehentlich so großen Schaden verursacht, dass man seines Lebens nicht mehr froh wird, wenn man ihn bezahlen muss. (Schmerzensgeld für Unfallgegner kann z.B. teuer werden). Und auch, wenn man im Moment kein Privatvermögen hat, dann zahlt man halt sehr lange daran. Ich zahle glaub ich so um die 70 Euro im Jahr, mit einer relativ hohen Deckungssumme. Kann sein, dass eine Selbstbeteiligung dabei ist. Ich glaube ja. Muss mal nachschauen, ob dem so ist, falls nicht, kann ich ja die 90,- für die angebohrte Stromleitung doch einreichen.
    Ich glaube mich zu erinnern, dass man die Kosten für eine Privathaftpflicht sogar von der Steuer absetzen kann.

    Was ich zusätzlich gemacht habe, ist eine Schlüsselverlustversicherung, weil ich in einem Haus gewohnt habe, in dem Eingangs- und Wohnungstürschlüssel identisch waren. Und ich bin ein vergessliches Menschenkind.
    Don't cry - work.
    Rainald Goetz


    Gedanken sind frei. Worte nicht ganz so.

  4. #4
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von miss smilla Beitrag anzeigen
    Hm, außer bei Astir scheint der Konsens zu sein, dass man eine Haftpflicht braucht, weil es eben sein kann, dass man versehentlich so großen Schaden verursacht, dass man seines Lebens nicht mehr froh wird, wenn man ihn bezahlen muss.
    Oft findet man auch Haftpflicht- und Hausratversicherung in Paketangeboten, in denen man die Komponenten nach Wunsch zusammenstellen kann (ggf. auch Rechtsschutz, aber über den Nutzen kann man sich wirklich streiten).

    Ganz klar: eine Privathaftpflicht ist kein Luxus, sondern eher eine essentielle Versicherung. Im übrigen lohnt sie sich rein wirtschftlich manchmal leider schon schnell: ich habe mal mit dem Fahrradlenker einen Kratzer in die Heckklappe eines neueren BMW gemacht, nichts Großes. Kosten: knapp 700 EUR für die Neulackierung, da Neuwagen. Zu dem Zeitpunkt lief die Mitversicherung über meine Eltern nicht mehr und ich hatte es ein paar Wochen verschusselt, eine eigene abzuschließen. Der Schadensbetrag wären die Versicherungsbeiträge für fast 10 Jahre gewesen, und die Versicherung deckt ja noch einiges mehr ab...

    Interessant kann es z.B. auch für Car Sharing-Nutzer sein: dort wird idR eine Selbstbeteiligung von 1000-1500 EUR vereinbart, die mit einer Versicherung auf 200-400 EUR gedrückt werden kann. Meine Privathaftpflicht schließt aber solche Selbstbeteiligungen an gemieteten und geliehenen Fahrzeugen ein, somit spare ich die Versicherung des Car Sharing-Vereins und habe zudem keine Selbstbeteiligung.

    Dienstschlüssel können darin auch abgesichert sein - bei allen in Gebäuden mit zentraler Schließanlage arbeitenden Personen ein Muß - ist der Hausschlüssel weg, können das je nach Größe der Institution locker 10-20.000 EUR Schaden sein.

    P.

  5. #5
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von miss smilla Beitrag anzeigen
    Hm, außer bei Astir scheint der Konsens zu sein, dass man eine Haftpflicht braucht,
    Wie ich schon schrieb, habe auch ich eine PHV.

    Ich wollte Dich mit meinem Beitrag lediglich auf die Gegenargumente hinweisen, die sonst normalerweise in den Schwanengesängen all jener, die schon mal einen Schaden hatten, untergehen. Bange machen gilt nicht, sagt der Volksmund und Yoda sagt: "Furcht, Angst, Aggression, zur Dunklen Seite sie Dich führen."

    Wenn Du die Entscheidung über eine Versicherung aus dem Gefühl der Furcht und Sorge hinaus fällst, kannst Du sicher sein, dass Du nach objektiven Maßstäben zuviel zahlst, (absurd hohe Deckungssummen) nutzlose Policen (Musikinstrumenteversicherung für eine Blockflöte) abschießt und mehrere Leistungsfälle doppelt absicherst. (besonders beliebt: die Reisegepäckversicherung; für Verluste auf diesem Gebiet haftet normalerweise die Hausratvericherung oder die Fluggesellschaft, die den Koffer verschlampt hat)

    weil es eben sein kann, dass man versehentlich so großen Schaden verursacht, dass man seines Lebens nicht mehr froh wird, wenn man ihn bezahlen muss.
    Privatinsolvenz; 7 Jahre zahlen; Ruh is.
    Ich glaube mich zu erinnern, dass man die Kosten für eine Privathaftpflicht sogar von der Steuer absetzen kann.
    Soweit ich weiß, sind nur die Beiträge für eine private Alterssicherung (also z.B. eine Kapitalbildende Lebensversicherung) über den Altersvorsorgefreibetrag "absetzbar". (dafür muss man die Auszahlung dann versteuern)
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

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