Willst Du damit andeuten, dass Du es für richtig hältst, dass sich die Gewerkschaften in der gegebenen Situation nicht mehr für den Erhalt von Arbeitsplätzen einsetzen?? Das ist ja nicht gerade sehr sozial, spiegelt aber in der Tat mein Bild von den Idealen der Gewerkschaftsfunktionäre wieder...
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30-10-2008 10:13 #26
Wie schon korrekt festgestellt wurde, ist die momentane Krise keine die aufgrund zu hoher Löhne oder Lohnkosten entstanden ist, sondern durch einen Nachfrageeinbruch sowie allgemeiner Kreditknappheit.
Daher haben die Lohnforderungen erstmal keine größeren Auswirkungen.
Um produktiv zu bleiben müssen sowieso in dem Maße Leute entlassen werden, wie keine Arbeit mehr für diese vorhanden ist. Während sich durch die Krise am Gewinn pro voll beschäftigten Arbeitnehmer sich ja nichts geändert hat.
Zumal im europäischen Vergleich bei fortgesetzter Lohnzurückhaltung , wir innerhalb der nächsten 10 Jahre von Polen beim Lohnniveau eingeholt werden.
Auf 2 Jahre gerechnet und mit der zu erwartenden Inflationsrate von über 2% , sind 8% nicht gerade sehr üppig.
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31-10-2008 08:24 #27
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01-11-2008 17:09 #28
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Wenn die Gewerkschaften mitmachen bei der Vereinbarung von Hungerlöhnen, entledigen sie sich ihrer Existenzberechtigung.
Und in Zeiten, in denen etwa Vorstände von Unternehmen selbstherrlich beliebige Gehaltssteigerungen durchsetzen können, ohne etwa vom Aufsichtsrat daran gehindert zu werden, gehen die Gewerkschaften eben auch mit höheren Prozentzahlen ins Rennen.
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01-11-2008 23:27 #29
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Du hast vollkommen recht, wenn die Gewerkschaften mitmachen bei der Vereinbarung von Hungerlöhnen, entledigen sie sich ihrer Existenzberechtigung. Das tun sie aber bei einer Gehaltssteigerung von drei Prozent bestimmt nicht im geringsten. Und wenn die Gewerkschafter sich bereits dahingehend äussern, dass "sowieso in dem Maße Leute entlassen werden, wie keine Arbeit mehr für diese vorhanden ist." (Zitat pax), dann zeugt das überhaupt nicht von Respekt für einfach Beschäftigte. Natürlich werden zuerst nicht qualifizierte Beschäftigte gekündigt, aber an denen haben die Gewerkschaftsvertreter auch überhaupt kein Interesse (obwohl sie es doch genau sind, die den organisierten Arbeitnehmerschutz am meisten bedürften). In der Tat geht und ging es immer nur darum, eine Besserstellung der Gewerkschaftsfunktionäre und Betriebsräte durchzudrücken. Was dabei herauskommt kann man sich u.a. bei VW und in den Casinos und Bordellen der Welt anschauen. Wenn Arbeitnehmer wirklich einen gewerkschaftlichen Schutz ihrer Arbeit wollten, müssten sie sich schon ehrlichere Vertreter als die IG Metall oder die Linkspartei suchen!
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02-11-2008 13:29 #30
Das Verteilen von wenig Arbeit auf viel Menschen ist übrigens nicht nur das Gegenteil von Wirtschaftswachstum, sondern gerade das Grundübel deutscher Wirtschaftspolitik.
Es führt offenbar nicht nur dazu, dass in Deutschland auf diese Weise die Produktivität immer weiter sinkt, sondern letztendlich zur Veramrung von weiten Teilen arbeitender Bevölkerung.
Dieses Übel schien gerade überwunden zu sein und wird nun wieder aus dem Hut gezaubert.
Gutes Geld für gute Arbeit, wer nicht gebraucht wird, soll auch nicht beschäftigt werden.
Das nützt nämlich allen Teilen der Bevölkerung, auch jenen Teil der kurzfristig dadurch seinen Job verliert.


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