So früh wie möglich. Ich verstehe nicht, warum es für einen Studenten teurer sein sollte als für einen ausgebildeten Ingenieur. Aber durch die Gesundheitsprüfung kommt man i.d.R. besser, je jünger man ist. Mit zunehmendem Alter kommen doch mal ein paar kleinere oder größere Wehwehchen, und dann drohen so unangenehme Sachen wie Ausschlüsse und Risikozuschläge, wenn nicht gar eine Ablehnung.
Übrigens, wenn Du gesundheitliche Probleme hast, dann geh nicht zum Versicherungsberater (auch nicht online), sondern zum Finanzberater und laß eine Kaltanfrage machen. Dann wird nicht unter Deinem Namen angefragt, und eine eventuelle Ablehnung wird bei keiner Versicherung gespeichert. Eine einmal erfolgte Ablehnung wirst Du nämlich nie wieder los. Und der Finanzberater ist unabhängiger, da kannst Du also auf reelle Vergleiche hoffen ...
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13-10-2009 11:14 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Berufsunfähigkeitsversicherung
Überall kann man lesen, dass man eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst zeitig abschließen sollte. Meine Eltern drängen auch schon. Aber sollte man nicht zumindest abwarten, bis man sein Studium beendet hat?
Mit dem Vergleich auf berufsunfaehigkeitsversicherung-sofort.vergleich.de habe ich jetzt ausgerechnet, dass die Versicherung für einen Studenten deutlich teurer ist, als für einen Ingenieur. Also doch noch die ca. 2 Jahre abwarten, wie ist eure Meinung?
Und kann man den Berechnungen solcher Internetvergleiche auch vertrauen. Welche Erfahrung habt ihr gemacht?
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13-10-2009 11:41 #2"Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)
Copyright
Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.
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14-10-2009 07:10 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Sich als Student von den Eltern zu etwas drängen zu lassen, ist sicher kein Zeichen von Reife, und unreife Menschen sollten von Verträgen und Finanzgeschäften die Finger weglassen.
Zu allen Versicherungen gilt grundsätzlich, dass die Versicherungsgesellschaften ein Geschäft mit der Furcht der Menschen machen.
Furcht ist jedoch ein schlechter Ratgeber, schlechter noch als die eigenen Eltern.
Wenn Du Dich also on den Ratschlägen Deiner Eltern erholt, die nötige geistige Reife für eine von negativen Emotionen unbeeinflusste Entscheidung entwickelt hast und eigenes Geld verdienst, kannst Du es wagen, in Gewässern baden zu gehen, in denen es Finanzhaie gibt.
Zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zwangsläufig die Überlegung, welche Umstände dazu führen könnten, dass man gar nicht mehr in der Lage ist, seinem Beruf nachzugehen.
In Berufen mit speziefischen Gefahren (Gerüstbauer, Schreiner, Bäcker usw.) bieten die Berufsgenossenschaften entsprechende Vericherungen an. Alle normalen Bürojobs kann man auch mit schwersten Behinderungen noch machen, also so lange man nicht zu mehr als 75% ERWERBSUNFÄHIG ist, und dann bekommt man eine staatliche Rente.
Für diejenigen, die einen solchen Bürojob anstreben, ist also der Eintritt der Berufsunfähigkeit ohne dass damit gleichzeitig die Erwerbsunfähigkeit einhergeht vergleichsweise unwahrscheinlich, und viele der denkbaren Umstände werden durch andere Versicherungen abgedeckt. (z.B. Unfallversicherungen oder die Haftpflichtversicherungen des Arbeitgebers, eines Unfallgegners oder eines Veranstalters)
Deswegen sind die Berufsunfähigkeitsversicherungen auch so beliebt - bei den Versicherungen. Sie können jahrelang saftige Prämien kassieren und müssen selbst recht selten in Leistung treten. Lebensversicherungen sind da nicht so günstig. (denn irgendwann stirbt jeder)
Gegen Leute, die unfähig in ihrem Beruf sind, kann man sich hingegen nicht versichern; leider. (ich hab schon gefragt)Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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17-10-2009 11:57 #4
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Danke
@KleinesGespenst
Vielen Dank für Deine sachliche Information.
Würde mich über weitere sachliche Argumente zum Thema - ohne zusätzliches psychologisches Gutachten zu meiner Person - freuen.
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20-10-2009 00:01 #5
"Student" (20-79 Beiträge)
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@Astir: Ich hätte da noch eine Ergänzung anzubringen.
Um realistische Chancen auf eine staatliche Erwerbsminderungsrente zu haben, sollte man 1. vor 1962 geboren sein und 2. schon eine ganze Weile sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Eher untypisch für Studenten.
@Matt: Ich habe eine BU-Versicherung abgeschlossen, als ich angefangen habe zu arbeiten, vorher wars finanziell nicht drin. Lass dir auf jeden Fall mehrere Vorschläge machen, um ein Gefühl für Deine Preislage zu bekommen. Letzten Endes wird es trotzdem eine Bauchentscheidung werden, die Verträge sind zu komplex als dass man sie wirklich vergleichen könnte.
Ich werde meine BU demnächst in Anspruch nehmen, weil ich seit einem halben Jahr krankgeschrieben bin. Da helfen sämtliche Unfall- und Haftpflichtversicherungen gar nix.
Eventuell bist du mittelfristig auch für Partner und/oder Kind finanziell verantwortlich, spätestens dann solltest du wirklich abgesichert sein.


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