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  1. #1
    LuisaW ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    4

    Wie sinnvoll ist eine BU-Versicherung?

    Hallöchen,
    ich habe in letzter Zeit des öfteren gehört, dass sie eine BU-Versicherung abgeschlossen haben. Diese Versicherung wäre ganz wichtig, wenn man nicht mehr in seienm Beruf arbeiten könnte. Ich habe allerdings meine Zweifel daran, ob sie in dem jeweiligen Fall auch schnell und unkompliziert zahlen wird. Deshalb würde ich mal eure Erfahrungen mit einer BU-Versicherung hören. Wie schätzt ihr den Sinn eines Abschlusses von einer BU-Versicherung ein? Sollte ich es trotz der hohen Monatskosten machen?

    Lieber Gruß Luisa

  2. #2
    lausitzer ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    18.06.2006
    Beiträge
    3.691
    Wenn Du nicht Dachdecker, Maurer, Lkw-Fahrer oder ähnliches bist, also einen Ausbildungsberuf mit harter körperlicher Arbeit ausübst, würde ich davon abraten.

    Fast jeder Absolvent eines Studiums gebraucht mehr seinen Geist als seiner Hände Arbeitskraft. Und so lange Stephen Hawking lebt, wird jede Berufsunfähigkeitsversicherung auf ihn verweisen und eine Zahlung ablehnen. Die theoretische Möglichkeit einen anderen Job auszuüben, reicht aus, um die Zahlung zu verweigern. Als Naturwissenschaftler hat man mit diesem genialen Vorbild also nie eine Chance auf Auszahlung der BU-Versicherung, sondern wird selbst bei schwersten Unglücken immer nur Einzahler bleiben. Ebenso wird es in anderen Berufsbildern sein, in denen die Möglichkeit einer wie auch immer gearteten "Bürotätigkeit" besteht. Schau doch mal: Invalide Leistungssportler aus Fußball und Leichtathletik fangen auch an, zu studieren, meist BWL, Sportmanagement oder ähnliches, um nach dem Ende der sportlichen Laufbahn eine Erwerbsperspektive zu haben.

  3. #3
    luxuslady ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
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    32
    So pauschal würde eine BU nicht abtun. Jeder 4. wird heute psyisch krank (nur ein Beispiel zu nennen) und kann aufgrund dessen nicht arbeiten, da muss die BU dann einspringen. Sinn macht sie schon, auch für Menschen, die hauptsächlich mit dem Kopf arbeiten.

    Ob die Versicherung am Ende auch wirklich zahlt oder sich einen Papierkrieg einlässt, ist eine andere Sache.

  4. #4
    lausitzer ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    18.06.2006
    Beiträge
    3.691
    Ich glaube nicht an psychische Krankheiten, die sich urplötzlich beim Mitvierziger einstellen und der damit so schlimm und unheilbar erkrankt, dass er seinen Job nicht mehr ausüben kann. Es wäre ein Armutszeugnis für unser teures Gesundheitswesen und die Schar von Psychologen, Psychotherapeuten etc. wenn sie den nicht wieder auf die Beine stellen könnten. Probleme mit dem Chef und Mobbing von Kollegen oder plötzlich auftretende Unlust sollten nicht zum Auslösen der BU-Versicherung führen. Die wird im Gegenteil bei psychischen Problemen eher sehr gründlich prüfen und hinterfragen. Aber ärztliche Gutachter und Rechtsanwälte wollen ja auch irgendwovon leben.

    Im Regelfall wird die psychische Erkrankung nur als Vorwand verwendet, um unbequeme Beamte aus höheren Dienststellen in den einstweiligen Ruhestand zu befördern. Die brauchen aber keine BU-Versicherung. Das zahlt alles der Steuerzahler.

  5. #5
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    25.07.2003
    Beiträge
    5.278
    Zitat Zitat von luxuslady Beitrag anzeigen
    Jeder 4. wird heute psyisch krank (nur ein Beispiel zu nennen) und kann aufgrund dessen nicht arbeiten, da muss die BU dann einspringen.
    Irrtum.
    Diese Versicherung heißt ja nicht umsonst Berufsunfähigkeits- Versicherung.
    Sie ist nur dann leistungspflichtig, wenn man seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann. Sie ist gerade eben nicht leistungspflichtig, wenn jemand erwerbsunfähig wird. Dann zahlt der Staat eine Erwerbsunfähigkeitsrente.

    Sinn macht sie schon, auch für Menschen, die hauptsächlich mit dem Kopf arbeiten.
    Versuche Dir doch mal einen Unfall oder sonst ein Ereignis vorzustellen, das einen z.B. Naturwissenschaftler oder Inschinör an seinem Gehirn so schwer schädigt, dass er nur berufs- aber nicht auch gleichzeitig erwerbsunfähig ist. Wer einem Schlaganfall oder eine Enzephalitis überlebt, muss danach für gewöhnlich mühsam wieder sprechen, laufen und essen lernen; der hat andere Probleme als seine Berufsunfähigkeit. Bei einer solch langwierigen Krankheit, die einen Mann schon mal Jahre lang auf das Gesundheitssystem angewiesen sein lassen kann, ist eine üppige Krankentagegeldversicherung wesentlich wichtiger als eine BU- Versicherung, damit man als Angestellter nach 42 Tagen nicht völlig ohne Geld dasteht.
    Eine solche über 100 €/Tag habe ich z.B. als Bestandteil meiner privaten KV.
    Ob die Versicherung am Ende auch wirklich zahlt oder sich einen Papierkrieg einlässt, ist eine andere Sache.
    Sowieso.
    Versicherungen leben davon und machen Gewinne, dass sie Beiträge kassieren; nicht davon, dass sie in Leistung treten. Am schönsten sind für die Versicherungskonzerne also solche Versicherungen, wo sie extrem häufig hohe Beiträge kassieren können, aber extrem selten in Leistungspflicht genommen werden können. Bei BU tritt häufig die Leistungspflicht der Berufsgenossenschaft oder einer Haftpflichtversicherung und im Falle einer EU eben die der gesetzlichen Rentenversicherung ein. Nur Selbstständige, die weder in der gesetzlichen RV noch in einer BG sind und zum Beispiel als Bäcker eine Mehlstauballergie, als Dachdecker Höhenangst oder als Rechtsanwalt einen Wahrheits- und Gerechtigkeitsfimmel entwickeln, zahlt sich eine BUV aus.

    Alle anderen sollten ihr Geld lieber in Aktien der Versicherungskonzerne stecken.
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

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