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  1. #1
    Monto ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Das Experiment (der Dramenwettbewerb)

    Wie ihr als fleißige Unicumleser sicher wisst steht bis zum 20. Juli mal wieder ein lustig Wettbewerb an.
    Und genau dafür könnte ich Eure Hilfe benötigen.

    Wie (su die Hölle) schreibt man ein Drama so um, dass es von 470 Wörtern (inkl. Personenvorstellung und Handlungsanweisungen) auf nur 200 schmilzt??:

    Das Experiment

    Personen:
    A: Dorothee W. Schön - Schriftstellerin, Journalistin
    B: Dr. Schröder - Arzt, Spezialist für Hypnosetherapie
    C: Prof. Dr. Gerhardt - Doktorvater des Dr. Schröder
    D: Volker Unger - Verlobter von Dorothee W. Schön
    E: Mini K. Helferich - Sekretärin des Dr. Schröder

    Erster und letzter Akt:

    B: "Doro, 1, 2, 3, Du wachst jetzt auf, bist völlig erfrischt und erholt! [...] Dorothee! Du kannst mich hören, und wachst bei Drei sofort auf! [...] 1, 2, 3!
    Verdammt, der Rapport ist tatsächlich abgebrochen!"
    [schaltet Sprechanlage ein]: "Mini, bringen sie mir bitte sofort den Gerhardt auf den Schirm, ich habe hier einen Notfall!"
    E: "Gut, mach ich, und der Herr Volker Unger wartet hier schon seit 'ner halben Stunde, er wird langsam zornig."
    B: "Auch das noch, sagen sie ihm, dass es noch eine Weile dauern wird!"
    [mehrfache Versuche Dorothee wieder zu erwecken misslingen]
    C: [C erscheint auf dem Schirm]: "Ja, was gibt's denn so Dringendes?!"
    B: "Gut das Du so schnell konntest, ich habe ein riesiges Problem, die junge Frau auf der Couch ist eine alte Schulfreundin von mir. Ich sollte von ihr aus ein kleines Experiment mit ihr machen. Sie wollte unbedingt wieder in ihre Jugend zurückversetzt werden, Du weißt Altersregression. Ich hab' sie viel zu weit in die Vergangenheit geschickt, ich hatte vergessen, dass sie mit fünf ein Jahr lang im Koma lag. Ich komme nicht mehr an sie ran, der Rapport ist völlig abgebrochen!"
    C: "Uh!" [... kurze Pause]
    E: "Herr Doktor Schröder, der... !"
    B: "Bitte nicht jetzt, Minni!"
    C: "Sie hört auf nur Deine Stimme, und sie glaubt, sie sei im Koma."
    B: "Ja, was kann ich noch tun?"
    C: "Du musst ihre Mutter erreichen, sie muss Dir den Tag ihres Erwachens genaustens beschreiben, dann hast Du eine Ch..."
    D: [die Tür knallt auf, Volker Unger stürmt herein] "Doro, ich hab gesagt, Du sollst nicht zu diesem Psychotypen geh'n!"
    B: "Hey, geh'n sie sofort aus diesem Zimmer, sie kann sie sowieso nicht hören!"
    D: "Ich werde nirgendwo ohne Doro hingehen, los Doro komm jetzt... Doro? ... Was is' los mit Dir, was hat der Typ gemacht? ... Los machen sie, dass sie aufwacht, aber sofort!"
    B: "Beruhigen sie sich, ich bin gerade dabei, und sie stören hier nur, also gehen sie bitte raus, und warten sie draußen!"
    D: "Oh nein, so nicht, ich lasse Sie nicht mit ihr allein, und schon gar nicht, mit einem fremden Typen, der auch noch zuschaut! .. Zur Hölle, was soll, das hier eigentlich werden, Sie perverse Sau, was hatten Sie mit ihr vor, verdammt noch mal!" [Volker wird handgreiflich. Er drängt Dr. Schröder zum Fenster. Dr. Schröder stolpert rückwärts. .. Ein langer, leise werdender Schrei] "Oh, Scheiße!"
    C: "Hey, was ist da los, Schröder, Du bist nicht mehr am Fenster, wo bist Du?"
    A: "Volker, was machst du denn hier."
    ____
    Ende


    So kurz und doch viel zu lang, bitte um Hilfe, was
    kann man kürzen, ohne den politischen Hintergrund zu zerstören?

  2. #2
    jodoca ist offline Moderator
    Registriert seit
    01.01.2003
    Beiträge
    3.140
    ich weiß auch nicht, was die sich dabei gedacht haben. 200 Worte, mit 200 Wörtern ließe sich schon mehr machen, aber ich glaube diese spitzfindigkeit ist hier nicht gemeint.

    in deinem fall würde ich mir das personenregister vornehmen und im text was machen, den politischen hintergrund finde ich äußerst platt dargestellt "fenstersturz" und das "geschenk gottes" liegt im koma.
    in den tipps zum drama hat, wenn ich mich recht erinnere, gestanden, dass man sich an der eigenen lebenswelt orientieren soll.
    Ein Gedicht, was es sonst auch immer noch sein mag, ist zuerst ein Text.

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