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  1. #1
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Essay-Wettbewerb über Friedrich Schiller

    (aus: F.A.Z. vom 19.12.2004)

    Die Uni Jena schreibt einen Essay-Wettbewerb zum Thema "Was heißt und zu welchem Ende kann man heute Schiller lesen?" aus. Umfang: 20000 - 30000 Zeichen. Erster Preis ist die "geschlossene Bibliothek des deutschen Klassiker-Verlages", die angeblich einen Wert von 15000 Euro hat.

    Mehr Info unter www.uni-jena.de/Essay_Wettbewerb.html

  2. #2
    Kumo Gast
    Zitat Zitat von Thomas Bernhard
    (aus: F.A.Z. vom 19.12.2004)

    ...zu welchem Ende...

    Hört sich irgendwie nach einem richtig üblen Übersetzungsfehler aus dem Englischen an. Kann man das im Deutschen auch so sagen?? Oder ist das ein raffiniertes Schillerzitat??

  3. #3
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Nein, Kuschelmonster, wenn du genau hinguckst und -liest, wird dir auffallen, daß mit dem Satz grammatikalisch alles in Ordnung ist und es ist auch kein Übersetzungsfehler.
    Allerdings ist es schon etwas unglücklich formuliert. Das Wettbewerbsthema leitet sich aus dem Titel eines Vortrages ab, den Schiller 1789 in Jena gehalten hat, nämlich: "Was heißt und zu welchem Zweck studiert man Universalgeschichte?".
    Dann wird es etwas klarer, d.h. "Was heißt und zu welchem Ende kann man heute Schiller lesen?" bedeutet: "Was heißt es, Schiller heute zu lesen?" und "Zu welchem Ende kann man Schiller heute lesen?". Mit "Ende" ist hier wohl gemeint, welches Fazit, welche Schlussfolgerungen, welche Erkenntnisse kann man heute schlussendlich aus Schillers Werk herausdröseln.

    Ich hab's auch dreimal lesen müssen bis ich's kapiert habe.

  4. #4
    Kumo Gast
    Mir ging es einzig und allein um die Formulierung "zu welchem Ende", von der ich glaube, dass es sie im Deutschen so nicht gibt und die ich nur aus dem Englischen kenne ("to what end(s)").

  5. #5
    Der Vogone Gast

    Nein, nein...

    Zitat Zitat von Thomas Bernhard
    Das Wettbewerbsthema leitet sich aus dem Titel eines Vortrages ab, den Schiller 1789 in Jena gehalten hat, nämlich: "Was heißt und zu welchem Zweck studiert man Universalgeschichte?".
    Der Titel von Schillers Antrittsvorlesung lautete schon: "Was heißt und zu welchem Ende..." Ich habe das Ding seinerzeit sogar mal im Geschichts-Proseminar gelesen, aber frag' mich jetzt bitte nicht mehr, was drinsteht oder was genau der Schwabe mit der Formulierung "zu welchem Ende" meinte. Er war noch nie mein Steckenpferd. Ich vermute aber, daß deine Deutung nicht grundsätzlich fehlgeht.

    Übrigens wird dieser Titel ständig bemüht und dem eigenen Anliegen entsprechend abgewandelt, sobald es nur irgendwie um Schiller geht. Ach was, es muß noch nicht mal um Schiller gehen. Es reicht schon, wenn mal wieder irgendwo an irgendeiner Uni die Existenz irgendeines Orchideenfaches gefährdet ist. Fürchterlich. Ich kann diesen Satz bald nimmer hören...

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