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  1. #1
    Charlotta Gast

    Frage Veröffentlichung und Verkauf von Texten?!

    Hallo liebe Literaten!
    Ich schreibe leidenschaftlich gerne und würde damit langfristig gerne meinen Lebensunterhalt verdienen. Oder das zumindest versuchen.
    Meine Frage:

    Wie bringe ich Artikel (journalistisch) an die Magazine?
    Wie finde ich einen Verlag (für einen Roman?
    Gibt es ein Buch über all so etwas?
    Schreibe ich über die Internetseiten Leute an und versuche so einen Ansprechpartner zu bekommen?
    Gibt es ganz andere Tipps und Tricks?
    Aktuell würde mich vor allem das Artikel schreiben interessieren. Ist es üblich etwas auf "gut Glück" anzubieten? Es gibt doch soviele freie Autoren. Werden die immer erst angefragt? Oder ganz anders?
    Wie knüpfe ich Kontakte?
    Später zum Roman.
    Ist es üblich erst ein Exposé zu schreiben, um dann (wenn das gut angekommen ist) erst den ganzen Schinken zu schreiben.
    Oder stellt man erst das Manuskript fertig und schickt es dann ein?

    Bin supergespannt auf Antworten von denen, die es bereits geschafft haben sich damit einen Stand zu erarbeiten....(Vollzeit-Schreibern, Profis)!!!

    Danke!!!!!!

  2. #2
    n/a Gast
    nur kurz zu den Büchern:
    es gibt einen Verlag, den Autorenhaus Verlag, der sich auf die "wie schreibe ich..."-Bücher spezialisiert hat
    ...und die Dinger sind meist auf relativ hohem Niveau und kosten nur um die 15 Euro
    frag mal im Buchhandel (wird keiner da haben, aber bestellen kann man die innerhalb eines Tages) oder guck mal auf der website. da sind normalerweise auch Kapitel drin über das Kontaktieren von Verlagen und worauf man achten sollte
    (z.B. niemals Geld bezahlen, wenn es nur um das Einsenden und Einsehen des Manusskripts geht!)
    Swn
    Geändert von Scheinweltname (22-08-2005 um 19:05 Uhr)

  3. #3
    Avatar von Karendric
    Karendric ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    07.07.2005
    Beiträge
    1.562
    Hallo Charlotta,

    als Buch über das Schreiben wird gerne empfohlen: "Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung" von Lajos Egri.

    Einen Wegweiser durch den Verlagsdschungel bietet dir das "Handbuch für Autorinnen und Autoren" von Sandra Uschtrin, Michael J. Küspert. Tipp: In der nächsten Bibliothek ausleihen, das Buch kostet 43 Euro.

    Deine Frage zum Einreichen von Artikeln verstehe ich nicht. Willst du wirklich journalistisch schreiben oder literarisch? Da liegen Welten zwischen - auch wenn es viele Journalisten gibt, die Bücher schreiben.

    Vielleicht magst du das noch genauer erläutern.

    In jedem Fall gilt: Die beste Voraussetzung um veröffentlicht zu werden, ist es, bereits veröffentlicht zu haben. Und an diesem Rekursions-Problem scheitern leider viele unentdeckte Talente.

    Willst du als Autorin bekannt werden, solltest du dir erst einmal mit Kurzgeschichten, Antologien und Wettbewerben einen Namen machen. Einen Roman von einer Unbekannten wird wohl niemand veröffentlichen - höchstens einer der gefürchteten Druckkostenzuschussverlage.

    Wenn du noch keinen Namen als Autorin hast, bringt es auch wenig, Verlage anzuschreiben. Die haben keine Zeit, unbekannte Talente zu entdecken, da sie unglaublich viele unverlangt eingesandte Manuskripte bekommen - und das meiste ist leider Mist.

    Viele Autoren nutzen deshalb die Dienste von Literaturagenten um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Die arbeiten - wenn sie seriös sind - auf Provisionsbasis und werden dir daher deutlich zu verstehen geben, ob sie bei dir überhaupt Talent sehen und dich vertreten möchten.

    Gruß,
    Karendric

  4. #4
    Charlotta Gast
    Macht das wirklich so einen Unterschied? Ich schreibe bereits für´s Lokalblatt (und diverse Internet-Seiten)..., aber zu Haus auch Kurzgeschichten.
    Hätte da so viele Ideen für Frauenzeitschrift-Reportagen. Wirklich interessante Themen. Und ich bilde mir ein, gar nicht so schlecht zu sein. Also wie schon erwähnt, interessiert mich, wie man hier Kontakte knüpft.

    Das mit dem "Namen machen" klingt jedenfalls supereinsichtig. Die Uschtrin-Website kenn ich immerhin schon. So teuer ist das Buch?
    Auf in die Bib.

    Interessieren sich denn Literaturagenten überhaupt für "neue Talente"? Mehr als Verlage? Wie wird man fündig? Klingt auch nicht schlecht, eine relistische Einschätzung zu bekommen.
    Hmmm....

    Danke schonmal jedenfalls und bitte, bitte mehr davon....

  5. #5
    jodoca ist offline Moderator
    Registriert seit
    01.01.2003
    Beiträge
    3.140
    Öhm ja, ich glaube zu allererst, dass dies der falsche Ort ist, um nach einem Profi zu fahnden, der dir hier in Kürze einen Karriereplan aufstellen kann. Was ist außerdem ein Profi? Du fragst ja gleich nach den zwei Sparten der Schreiberlinge, Journalisten und Schriftsteller.

    Zweites Öhm ja, dein Posting klingt so, als würdest du noch zur Schule gehen. Wie wäre es du fragst mal deinen Deutschlehrer. Okok, Deutschlehrer sind entweder selbst verkannte Literaten oder haben keine Ahnung von Literatur. Aber frag ihn zumindest mal, vielleicht hilft es ja. Vielleicht gibt es auch eine Schülerautorengruppe an der Schule, oder man gründet eine. (Es schreiben mehr Leute als Du denkst)

    Journalist: Geh einfach zur Tageszeitung im Ort und mache ein Praktikum, später Volontariat und/oder Journalistenschule/studium.

    Schriftsteller: Dazu muss ich ganz schnell folgendes erzählen: Also ich war letztens mit Freunden in einem Cafe hier im Ort, wir wollten dort mal wieder Mittagessen, weil die sooo herrliche Salate haben. Am Nebentisch saß wohl ein echter Schriftsteller. So eine Tussi saß da auch noch und die haben sich unterhalten. Er trank sogar, literatenlike, einen Milchkaffee, rauchte aber nicht. Das tat dafür diese Tussi um so mehr, eine nach der anderen und natürlich, Tasse Kaffee, auch eine nach der anderen. Milch oder Zucker habe ich die nie reinschütten sehen, aber die war wohl trotzdem keine Schriftstellerin, eher so BWL-Schnecke in Kostümchen, Hochhackigen und mit extrem tougher Kurzhaarfisur . Also dieser echte Schriftsteller, by the way blonde, lange Engelslocken, hatte wohl gerade ein Buch geschrieben und wusste wohl nicht welchen Verlag und erzählte was von Agenten und Vermarktung. Ist wohl alles hochkompliziert, außerdem kam dann mein Putenbruststreifen-auf-LolloRosso-Salat. Dazu dieses Joghurtdressing (sorry, der Offtopickeit, aber das ist einfach vorzüglich!) ... (ich sollte einen eigenen Thread zu diesem Dressing aufmachen). Als ich dann die Putenbruststreifen fertiggegessen hatte, war dieser echte Schriftsteller gerade am Erzählen, dass er bis vor kurzem so was von gar kein Geld hatte und dann alles mögliche verkauft hat, ging wirklich bis zum sprichwörtlich letzten Hemd, hat er bei Ebay versteigert. Aber die haben ihm für seine Hemden nicht arg viel geboten, so zwei Euro, manchmal auch nur einen. Deswegen war er wohl auch ziemlich dünn, also fast mager, soweit ich das vom Nebentisch beurteilen konnte. Aber der saß jetzt nicht nackt da, der war ganz normal angezogen, Jeans und T-Shirt (hatte Löcher). Jetzt gerade schien er wieder Geld zu haben, aber ich konnte nicht genau verstehen woher, war bestimmt ein ganz gewöhnlicher Job, damit er über die Runden kommt. Mehr könnte ich dir beim besten Willen auch nicht von dem erzählen, weil M. dann auf die Piri-Piri-Schoten in seinem Salat allergisch zu reagieren begann und wir gehen mussten. (kein Witz!)

    Also ich kann dir jetzt nicht sagen wie dieser Typ Schriftsteller geworden ist und wie man einen Verlag findet und dieses Zeug halt. Tipp nur, nach dieser Nebentischbegegnung in diesem Cafe, lerne oder studiere was, mit dem du Geld verdienen kannst. Muss ja nicht gleich BWL sein (diese Kurzhaarfrisur der Tussi sah fürchterlich aus, glaub mir), schreiben kann man immer, irgendwie, der Rest wird schon, auch irgendwie. Im Inet gibt?s ne Menge Hinweise, allerdings keine Patentrezepte.
    Und nun zum Irgendwie: Schreibe, schreibe, schreibe und lese noch viel mehr. Setze deine Texte der Kritik aus und nicht nur der von Verwandten, die finden die Texte nämlich immer schön. Suche dir einen Kreis von Leuten, mit denen du regelmäßig Deine Texte durchsprechen kannst, auch wenn danach nix von den Texten mehr übrig bleibt als nur ein Eimer voll Tränen und ein Stapel beschriebenes Papier. Mit der Zeit wird das besser. Schick deine Texte an Wettbewerbe und Werkstätten, besuche Lesungen. Ach, und lies Literaturzeitschriften, da finden sich oft wundervolle Texte. Ich lese gerne die Edit, die kommt dreimal im Jahr raus und kostet pro Heft fünf lohnenswerte Euronen, guter Mix aus Lyrik und Prosa, echt ganz klasse Sachen.

    linktipp noch
    Geändert von jodoca (22-08-2005 um 20:53 Uhr)
    Ein Gedicht, was es sonst auch immer noch sein mag, ist zuerst ein Text.

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