Mein WG-Leben ist leider fehlgeschlagen. Lag an unseren nicht vereinbaren Hygieneansprüchen(ist einmal die Woche putzen zuviel verlangt?) und chronischem Geldmangel meines wohlgemerkt einzigen Mitbewohners. Zudem erwartete mich regelmäßig eine gut gefüllte Wohnung mit definitiv zu vielen Leuten die eine Selbstbedienungsmentaltität aufwiesen. Außerem war mein Mitbewohner Vietnamese. Wenn schon WG, dann nur mit einem/er aus dem eigenen Kulturkreis und dies ausschließlich wegen der Kochgewohnheiten. Das hält niemand auf Dauer aus. Das ganze Haus hält einen für asozial wenn ständig der Hausflur mit Ölgerüchen überflutet wird, sie es ein vietnamesischer Mitbewohner, türkischer oder was auch immer, nie wieder! schon wegen der Kochgewohnheiten.
Ich für meinen Teil würde aber auch so davon abraten. Selbst wenn man eine Person vorher jahrelang kannte ist es doch etwas ganz anderes zusammen zu wohnen. Lieber ein bißchen mehr auf den Tisch legen und seine Ruhe haben, vor komischen Besuchern, Gerüchen, Dreck, Lärm, Mahnschreiben(wegen Inkompetenz von Mitbewohnern) und dergleichen. Ich war voll ausgelastet damit die Schäden und den Bullshit welche mein einzelner Mitbewohner verursachte wieder gerade zu biegen. Da machte ich noch Zivildienst, im Studium hätten die uns wahrscheinlich wirklich den Strom abgestellt, aufgrund Zeitmangels meinerseits. Also wenn WG dann nur mit jemandem wo man annähernd die finanziellen Verhältnisse abschätzen kann, um böse Überraschungen zu vermeiden (üblicherweise steht man gemeinsam im Mietvertrag).
Es soll wohl auch Leute geben die ,,Glück" hatten, ob die sich alle selber belügen, keine Ahnung; aber eins ist sicher - die Probleme werden kommen so sicher wie das Amen in der Kirche ob gróß oder klein. Spätestens wenn einer nicht mehr zahlen kann/will würde ich ganz schnell das Weite suchen.
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20-07-2005 21:35 #1
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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- 614
Was sind Eure Erfahrungen mit WGs ?
Hallo! Wohne momentan noch alleine, aber ich überlege mir ob ich nicht lieber in eine private WG ziehen soll! Wohnt jemand von Euch in einer WG und kann mir ein paar Tipps geben, was man in einer WG alles berücksichtigen muss, um keinen Stress mit den Mitbewohnern zu bekommen oder welche Probleme auftreten könnten? Gibt/Gab es Streit bei Euch, wer jetzt mitm abwaschen dran ist oder wer die Musik zu laut hat, zuviel Besuch einlädt, wer zu lange das Telefon blockiert etc? Habt ihr dort verbindliche Regeln, die jeder einhalten muss oder wie arrangiert ihr euch in einer WG? Welche WG-Größe ist denn "optimal"? Wäre nett, wenn ihr mir mal ein paar Infos gebt, wie ihr wohnt und wie ihr das alles regelt mit Euren Mitbewohnern?
Ich stelle mir ein WG-Leben schon recht gesellig vor, von daher fänd ich das sicherlich ganz gut. Nur ich hab halt auch gerne meine "Geheimnisse"bzw. Angewohnheiten, die nicht unbedingt jeder wissen muss!
. Daher bin ich noch am Zweifeln, ob ich es wagen soll mit der WG! Darum stelle ich die Frage: Was sind so Eure Erfahrungen im Zusammenleben mit anderen in einer WG?
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20-07-2005 22:38 #2Unregistriert Gast
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21-07-2005 03:27 #3
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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- 221
Obwohl ich das WG-Leben schätze, stimmte ich mit dieser These zu. V.a. weil man eine WG ihre Stärken in einer guten der Gesellschaft hat, und meiner Erfahrung sich Leute aus einem uneuropäischen Kulturkreis immer ziemlich distanzieren. Weiterhin stimme ich zu, dass man sich Sicherheiten schaffen sollte, sodass es nicht zum eigenen Problem wird, wenn Mitbewohnern das Geld ausgeht. Wenn man aber die Leute für eine WG sorgfältig auswählt, dabei eher ein bisschen konservativer als liberaler ist überwiegen die Vorteile.
Zitat von Unregistriert
Du lernst dimmer neue Leute kennen, v.a. mitunter auch Leute, wie du sie in deinem Späteren Leben nie wieder kennen lernen wirst.Dem Dichter und Weisen sind alle Dinge befreundet
und geweiht, alle Erlebnisse nützlich, alle Tage heilig,
alle Menschen göttlich. -- Emerson
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21-07-2005 09:59 #4
"Doktor" (300-499 Beiträge)
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- 365
hei tomcraft,
ich seh das genauso. bevor du irgendwo einziehst, kannst du die leute ja ueber ihre gepflogenheiten fragen, z.b. wie oft geputzt wird, je nachdem, was dir wichtig ist.
ich hatte schon ganz pflegeleichte mitbewohner, bis hin zu dreckschweinen und selbstbediener, d.h. leute, die alles nehmen, was nicht ihnen gehoert, faengt im kuehlschrank an, geht bis zum duschgel, deo... alles eben. richtige krawalltueten hatte ich nicht dabei, aber vielleicht liegts daran, dass ich nur mit maedels gewohnt hab??
wer weiss, aber auch die koennen laut sein.
saus
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21-07-2005 10:59 #5
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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- 234
@saus
Klar kann man die Leute über ihre Gepflogenheiten fragen, ist halt nur die Frage, ob man ne ehrliche Antwort bekommt. Und schließlich will sich ja nicht nur der Bewerber, sondern auch die potentielle WG, die ja (meist unter Zeitdruck) einen Mitbewohner sucht, von seiner/ihrer besten Seite präsentieren. Ich meine, die Tatsache, dass "regelmäßig geputzt" wird, kann heißen, dass es jede Woche gemacht wird oder aber nur zwei Mal im Jahr.
Ich selbst bin auch im Moment auf WG-Suche, hab bisher immer nur allein gewohnt, was mich aber langsam ankotzt. Ich würde gerne mit jemandem zusammenziehen, den ich schon eine Weile kenne, aber die meisten meiner Freunde sehen das eher so, dass sie es besser finden, zu "Unbekannten" zu ziehen, weil sie meinen, beim Zusammenziehen mit Freunden würde man nur riskieren, dass wegen Kleinigkeiten (siehe Putzen...etc.) die Freundschaft den Bach runterginge (was ja nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist...aber mir wärs mit Freunden oder zumindest guten Bekannten trotzdem lieber...).
Ich denke, dass es für mich nicht leicht werden wird, die passende WG zu finden. Aufgrund meines jahrelangen Alleinwohnens wünsche ich mir zwar die ganzen positiven Seiten eines WG-Lebens (immer jemand zum Reden da....langweilige Single-Sonntage werden erträglicher......Mitbewohner=Freunde, mit denen man unter einem Dach wohnt => "Klassenfahrt-Atmosphäre"....Zusammenhalt.....etc. etc.), fürchte aber auch die Nachteile bzw. fürchte ich, nicht tolerant genug zu sein.
Aber vermutlich muss mans halt einfach mal wagen.
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