Deutsche Stipendiaten berichten aus aller Welt

Stipendiaten Mercator

Die Welt erlebt gerade einen Umbruch. In Libyen haben die Rebellen gesiegt, die Euro-Krise dominiert die Außenpolitik in Europa, die Atomenergie wird in Deutschland zugunsten erneuerbarer Energien abgeschafft und auch in Ägypten hat sich noch nicht alles normalisiert.

Um die Probleme und Entwicklungen in Politik und internationalen Konflikten verstehen zu können, beschäftigen sich 20 deutsche Stipendiaten der Stiftung Mercator und der Studienstiftung des deutschen Volkes mit verschiedenen Themen dieser Art. Während eines 13-monatigen Programms arbeiten sie in zwei bis drei internationalen, globaltätigen Nichtregierungs- oder Non-Profit-Organisationen. Begabte Hochschulabsolventen aus dem gesamten Bundesgebiet starten ab Herbst mit der Arbeit in den Organisationen. Jeder von ihnen hat eine andere, selbst entworfene praktische Fragestellung, die er im Laufe ihrer Arbeiten beantworten will.

Für den Frieden in Südsudan

Nicolai von Hoyningen
Foto: Peter Himsel/Stiftung Mercator

Unter den Stipendiaten ist auch Nicolai von Hoyningen-Huene aus Hamburg. Der 29-Jährige beschäftigt sich mit Strategien zur Kontrolle und Reduzierung von kleinen und leichten Waffen im Südsudan.

Seiner Meinung nach ist es für die friedliche Entwicklung des Südsudans von großer Bedeutung, das Problem der Verbreitung von Kleinwaffen zu lösen.. Nicolai wird während seines Projekts für mindestens sieben Monate in Juba, der Hauptstadt des Südsudans, für eine UN-Organisation arbeiten, um die Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration ehemaliger Kämpfer voranzutreiben.

Wasser entsalzen mit erneuerbaren Energien

Kristen Huttner
Foto: Peter Himsel/Stiftung Mercator

Die 29-jährige Kristen Huttner aus Düsseldorf hingegen untersucht die Trinkwassergewinnung durch Entsalzung mittels Nutzung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern. Ihr besonderes Interesse liegt in der Lösung des Problems, "dass die rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Meerwasserentsalzung insgesamt relativ unklar sind und der Regelungsbedarf durch neue technologische Entwicklungen noch verstärkt wird.

Vor allem die Einbeziehung erneuerbarer Energien ist hier von erheblicher Relevanz, um ökologisch sinnvolle Entsalzungsanlagen zu fördern". Kristen will während ihres Projektes in Washington und Bonn oder Genf arbeiten. Durch das 13-monatige Stipendium hofft die 29-Jährige einen Einblick in die Arbeitsweise internationaler Organisationen zu bekommen und neue Kontakte knüpfen zu können. Anschließend hofft sie auf eine Stelle in einer internationalen Organisation.

Corinna Müller
Foto: Peter Himsel/Stiftung Mercator

Konzept für Flüchtlinge

Die Nürnbergerin Corinna Müller thematisiert in ihrem Projekt die Schaffung eines gemeinsamen EU-Konzepts für Flüchtlinge von Nordafrika nach Europa. Sie möchte das Feld zwischen nationalen Interessen, europäischer Verantwortung und humanitärem Auftrag erhellen.

„An der Schnittstelle zwischen Innen- und Außenpolitik birgt Migration eine Reihe an sicherheitspolitischen und ökonomischen Implikationen – beides Themenfelder, die es für mich spannend machen, mich der Migration zu widmen“, erklärt sie zur Wahl ihres Themas. Zunächst will die 28-Jährige während ihres Stipendiums in Genf und daraufhin in Ägypten arbeiten.

Mit Blog am Ball bleiben

Wer sich für die Erfahrungen und Arbeiten der Stipendiaten interessiert, kann sich ab September auf einem neueingerichteten Blog unter www.nefia.org informieren. Dort bloggen sie einmal wöchentlich aus aller Welt und beschreiben wie ihr Leben aussieht, wie ihre Arbeit vorangeht und was sie so Spannendes erleben. Das Mercator Kolleg wird in dieser Form nun zum dritten Mal organisiert und finanziert. Ziel der Stiftung Mercator und der Studienstiftung des deutschen Volkes ist die Nachwuchsförderung Deutschsprachiger für Führungspositionen in internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganistionen.

Verwandte Themen im Forum

Karrieretage auf der INTERNORGA in Hamburg
Ina_E.|
Welcher Job ist der richtige für mich?
Sagitarius|
Studienabbruch Medizin - Ich hasse mein Studium nur noch
Gast|
Time's running out !
BrainS|

UNICUM Newsletter

Hier die UNICUM Newsletter bestellen ! (Link)