Lina van de Mars im Interview
Von öligen Händen, Thrillern und Fahrassistenzsystemen

- Foto: Getty Images
Lina van de Mars sitzt in der Jury des Filmwettbewerbs "Bester Beifahrer" zum Thema Fahrerassistenzsysteme des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Doch nicht nur dazu hat sie uns etwas verraten ...
UNICUM: Du giltst als bekannteste „Schrauberin“ Deutschlands. Wie ist Deine Leidenschaft für Autos eigentlich entstanden?
Lina van de Mars: Mit meinem ersten Auto 1997 – ein pinkfarbener Fiat Uno. Es gab immer wieder etwas zu reparieren und zu warten und irgendwie wollte ich das immer selber mache. 2001 kreuzte dann in Berlin ein Ford Taunus meinen Weg und es war um mich geschehen. Seitdem komm' ich nicht mehr weg von Klassikern und Youngtimern.
Macht Motorenöl zarte Hände?
Definitiv ... und vor allem schmierige! (lacht) Motorenöl ist aber definitiv besser als Getriebeöl oder Bremsflüssigkeit ...
Was für ein Auto fährst Du privat?
Die Alltagsfahrzeuge wechseln gerne mal – darum miete ich mir ab und zu mal was, wenn der Drang nach einem neuen Vierrad zu gross wird. Zuletzt hatte ich einen Touareg und einen Mercedes E190. Jetzt wird es wieder ein SUV. Zudem habe ich für sonnige Tage – und damit es mir bloß nicht langweilig wird ... – noch eine C3 in der Garage, die ich heiß und innig liebe.
Du hast nach dem Abi ein Studium in Sprachwissenschaften angefangen, es aber dann abgebrochen. Warum war das nichts für Dich? Oder bereust Du manchmal, nicht weiterstudiert zu haben?
Auf gar keinen Fall! Ich bin ein praktischer Mensch, setze Gelerntes am liebsten sofort in die Realität um. Was ich mir aber inzwischen vorstellen kann ist, ein Duales Studium zum Beispiel im Bereich Fahrzeugbau mal noch hinterher zu schieben.
Der aktuelle Wettbewerb „Bester Beifahrer“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), bei dem du in der Jury sitzt, will Spots auszeichnen, die Fahrassistenzsysteme als hilfreich und cool rüberbringen. Liegt dir das Thema am Herzen oder müsstest du als Rennfahrerin nicht eher für puristisches Fahren ohne Helferlein sein?
Keiner von uns ist davor gefeit, auch mal Fehler im Straßenverkehr zu begehen. Gibt es hierfür elektronische Helfer, die uns bei Unkonzentriertheit und schlechtem Wetter unterstützen, dann finde ich da sehr praktisch und toll! Leider führen sie aber auch dazu – wie beispielsweise die Einparkhilfe –, dass sich Menschen immer mehr auf Technik und immer weniger auf ihr eigenes Können verlassen. Das ist ein Aspekt der leider nicht zu unterschätzen ist. Aber generell retten diese „Helferlein“ durchaus auch mal Leben: Das ist super.
Bewertet wird ja eine kreative Leistung im Bereich Film. Gehst Du häufig ins Kino? Und um den Teilnehmen vielleicht einen kleinen Tipp zu geben: Welche Filme sind denn so nach Deinem Geschmack?
Ich bin ein ganz großer Thriller-Fan und liebe es auch, B-Movies anzusehen. Ins Kino gehe ich inzwischen leider viel zu selten. Wenn aber ein toller Film rauskommt, dann muss ich den unbedingt auf großer Leinwand und mit Popcorn in der Hand sehen.
Eins der ältesten Fahrassistenzsysteme ist ja der Beifahrer. Wie bist Du denn so als solcher?
Als Rallye-Copilotin hoffentlich zuverlässig und souverän. (zwinkert) Im Straßenverkehr eher unentspannt und fahre fast immer lieber selbst. Ich liebe Autofahren – vor allem auf der Autobahn. Einfach mal Klappe halten, abschalten, Spass haben.
Du bist aktuell bei „Der Checker“ auf DMAX und im Internet bei tectv.de zu sehen. Im September startet eine weitere Sendung mit Dir als Protagonistin: „Mein neues Auto“ auf Kabel1. Kannst Du schon ein bisschen verraten, was da so passiert?
Auf DMAX wird es noch im Spätherbst einen neuen Piloten zu sehen geben – hier wieder mit viel Schrauberei und Action. Auf Kabel Eins schlüpfe ich nun mal in die „Checker“ Rolle – bleibe aber „Lina“ – und helfe Menschen, einen neuen Gebrauchtwagen zu finden. Am besten einen, an welchem es nicht mehr viel zu reparieren gibt und der auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Dreharbeiten bisher waren sehr unterhaltsam. Los geht es mit der Sendung Mitte September.
Infos zum Wettbewerb mit Lina van de Mars
Noch bis zum 30. September haben Teilnehmer ab 18 Jahren die Chance, Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro zu gewinnen. Dazu müssen sie sich einer gewöhnlichen Kamera bedienen und in nicht mehr als 60 Sekunden erzählen, warum Fahrerassistenzsysteme helfen, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Eine Handycam ist dabei genauso erlaubt wie eine professionelle Filmkamera. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Der Gewinnerspot wird voraussichtlich deutschlandweit im Kino zu sehen sein.
Mehr Infos unter: www.bester-beifahrer.de/wettbewerb










