Who is who im Bankwesen?
Die deutschen Banken sind sehr stark international ausgerichtet - wer einen Beruf im Bankwesen wählt, hat große Möglichkeiten, auf Zeit ins Ausland zu wechseln. Was aber verbirgt sich hinter den oftmals englischen Bankjobbezeichnungen?
Anlage- und Vermögensberater
„Anlage- und Vermögensberater beraten private Anleger in Geld- und Vermögensfragen und vermitteln fachgerecht die optimale Geldanlage. Sie realisieren Anlage- und Vorsorgestrategien gemeinsam mit dem Kunden und zeigen unterschiedliche Möglichkeiten auf, die für die Bildung, Sicherung und Vermehrung von Vermögen bestehen. Bei der TARGOBANK findet die Beratung dieser anspruchsvollen Kunden in den Vermögenscentern statt. Voraussetzung ist eine Ausbildung zum Bankkaufmann oder ein wirtschaftswissenschaftliches Studium.“
Lars Göbel, Leiter Ausbildung TARGOBANK
Riskmanager
„Ein Risk Manager analysiert und bewertet Risiken. Es gibt verschiedene Risikoarten, zum Beispiel Markt-, Kredit- oder auch Liquiditätsrisiko. Beispielsweise analysiert und bewertet der Credit Risk Manager komplexe Kreditengagements der Firmenkunden einer Bank. Dabei werden das Marktumfeld, die Sicherheiten und klassische Kennzahlen (Bilanzen etc.) betrachtet und somit die aktuellen und künftigen Risiken eingeschätzt und gegebenenfalls Handlungsempfehlungen entwickelt. Ein Einstieg und die Ausbildung zum Risk Manager ist in der Commerzbank über das Traineeprogramm Risk Management möglich. Voraussetzung dafür ist ein BWL-Studium oder auch Mathematik. Wichtig sind analytische Kenntnisse wie zum Beispiel ein gutes Zahlenverständnis und Spaß am Lesen und Bewerten von Bilanzen.“
Melanie Loriz, Pressesprecherin, Commerzbank AG
Investmentbanker
„Anders als bei einer klassischen Bank dreht sich bei einer Investmentbank alles um die verschiedenen Bereiche des Kapitalmarkts. Dazu zählen unter anderem Unternehmenskäufe und -verkäufe, Fusionen, Börsengänge, Kapitalerhöhungen und die Begebung von Unternehmensanleihen. Investmentbanker beraten Unternehmen hinsichtlich der Durchführung, Finanzierung und des Risikomanagements bei all diesen unterschiedlichen Themen. Die meisten Berufseinsteiger haben ein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert, meist BWL, oft mit einem Schwerpunkt auf Finanzen. Auch Absolventen anderer Studiengänge werden eingestellt; eine finanzwirtschaftliche Grundausbildung, ein hohes Maß an Internationalität und erste praktische Erfahrungen sind in jedem Fall hilfreich. Der Einstieg erfolgt fast ausschließlich über ein Praktikum während des Studiums.“
Corinna Haas, Graduate Recruiter, J.P. Morgan
Compliance Officer
"Ein Compliance Officer wird von Unternehmen eingesetzt, um Schaden von Unternehmen durch gesetzwidrigesVerhalten der Mitarbeiter abzuwenden. Er benötigt gute Kenntnis der Gesetze undrechtlichen Vorgaben, in großen Unternehmen sind es deshalb oft Juristen. Es gibt keine typischeBerufsausbildung für ihn. Zu den Aufgaben eines Compliance-Beauftragten gehört es zumeist auch,die Mitarbeiter des Unternehmens zu schulen, so dass auch didaktische Fähigkeiten für die Tätigkeitgebraucht werden."
Steffen Steudel, Pressereferent, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR
Fondsmanager
"Mit seiner Arbeit hilft der Fondsmanager seinen Kunden, den Anlegern der Fondsgesellschaft, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Er verwaltet Investmentfonds. Dazu beobachtet er die Kapitalmärkte und dieUnternehmen, analysiert Bilanzen, verfolgt die Umsatz- und Margenentwicklung der Unternehmen. Zusätzlichverarbeitet er die Informationen aus Wirtschaftsnachrichten. Die Herausforderung besteht darin,aus der Flut von Informationen die wichtigen herauszufiltern und dann schnell richtig zu handeln. VieleFondsmanager der DWS haben BWL studiert, was aber keineswegs zwingend ist. Es hängt von der zu betreuendenBranche ab, welches Studium am besten geeignet ist. So sind für Pharmaunternehmen dieStudiengänge Biologie und Medizin relevant. Empfehlenswert sind verschiedene, auch internationalePraktika während des Studiums."
Jutta Herzog, Leiterin Human Resources DWS Investments (Tochter der Deutschen Bank)










