10 Tipps für einen gelungenen Start ins Berufsleben

von Ann-Christin von Kieter

Nach dem Studium geht er los: Der Ernst des Lebens. Endlich ein richtiger Job, gutes Geld verdienen, wenn das kein Grund zur Freude ist.

Doch während man sich noch halbwegs tapfer vom Kindergarten bis hin zum unterschriebenen Arbeitsvertrag gekämpft hat, bereitet einem etwas plötzlich Kopfzerbrechen: Die ersten Tage im neuen Job. Schließlich vermittelt die Uni fundiertes Fachwissen, aber darüber hinaus bleiben einige Fragen offen: Was ziehe ich bloß an? Wie verhalte ich mich angemessen? Gerade als Einsteiger steht man gewissermaßen auf dem Prüfstand. Folgende Tipps können dabei helfen, auch die nächsten Sprossen der Karriereleiter unfallfrei zu erklimmen.

1) Die Outfitfrage: Zwischen Jeans und Kostüm

Kleider machen Leute. Schon vor dem Vorstellungsgespräch galt es, diesen Grundsatz zu beherzigen. Auch für die ersten Tage im neuen Job gilt: Lieber zu viel als zu wenig. Merkt man, dass man overdressed ist, kann man sich künftig legerer anziehen. Aber der unpassende Auftritt in zerrissenen Jeans würde sicherlich für immer im Gedächtnis bleiben. Übrigens ist es auch ratsam, nicht zum Bewerbungs-Outfit zu greifen, denn die Gefahr, dass sich der Chef noch daran erinnert, ist groß.

2) Die erste Kontaktaufnahme: Der erste Eindruck zählt

Oft entscheiden schon wenige Sekunden, ob man jemanden sympathisch findet oder eben nicht. Besonders leicht fällt die erste Kontaktaufnahme, wenn man den Mitarbeitern vorgestellt wird. Doch auch Eigeninitiative ist gefragt: Am ersten Tag ruhig bei allen Kollegen persönlich vorbeischauen, sich mit vollem Namen vorstellen und ein bisschen Small Talk halten. So fällt es leicht, ins Team integriert zu werden.

3) Die Firmen-Spielregeln: Mit dem Chef per Du?

In Holland Gang und Gebe, doch in Deutschland hat sich dies noch  nicht überall etabliert. Ist man sich nicht sicher, wird erst einmal gesiezt und gewartet bis einem das „Du“ angeboten wird. In diesem Fall dann auch unbedingt annehmen, sonst wirkt es unfreundlich. Auch generell kann man sich viel von den Kollegen abschauen. Das gilt zum Beispiel für die Regelung von Pausenzeiten oder Sonderaufgaben wie Spülen oder Kaffeekochen.

4) Die eigene Motivation: Zwischen Faultier und Bürostreber

Der neue Arbeitgeber möchte sich gerade am Anfang davon überzeugen, dass er die richtige Personalentscheidung getroffen hat. Klar, dass die eigene Motivation da besonders hoch ist. Diese darf auch gerne gezeigt werden. Also morgens am besten nicht als Letzter aufschlagen und abends nicht zuerst den Griffel fallen lassen und laut „Endlich Feierabend“ rufen. Doch Vorsicht: Wer sich gleich ein Bett ins Büro stellen will, steht bei den Kollegen schnell als Streber da.

5) Das Verhalten: Zwischen Schüchternheit und Aufdringlichkeit

Auch beim persönlichen Auftreten gilt es, einen gesunden Mittelweg zu finden. Wer zu forsch und verbissen an die Sache rangeht, wirkt schnell überheblich. Nimmt man sich zu sehr zurück, droht die Gefahr, gar nicht wahrgenommen zu werden. Damit man stets mit allen wichtigen Informationen versorgt wird, sollte man sich der Kommunikation nicht entziehen. Ein guter Einstieg sind die Mittagspausen, die ihr am besten mit Kollegen verbringt. Hier lässt es sich auch mal ungezwungen plaudern.

6) Das Vertrauen in sich selbst: Stärken und Schwächen

Damit man im Job beste Ergebnisse erzielen kann, hilft es, die eigenen Talente und Stärken zu kennen. Dies fördert das eigene Selbstvertrauen, ein entscheidender Faktor für die souveräne Bewältigung künftiger Aufgaben. Mindestens genau so wichtig ist es jedoch auch, sich mit seinen Schwächen auseinander zu setzen. Denn diese bieten eine Angriffsfläche, die es gilt, möglichst klein zu halten.

7) Das Nichtwissen: Chance oder Schande?

Ganz klar: gerade als Anfänger kann man gar nicht alles wissen. Stößt man auf ein Problem, das man nicht sofort lösen kann, darf man auch ruhig vor Kunden zugeben, dass man noch neu in der Firma ist. Eventuelle Lücken sollten dann aber schnellstmöglich gefüllt werden. Nachfragen ist dabei übrigens absolut kein Zeichen von Schwäche. Wesentlich schlimmer ist es doch, wenn am Ende etwas schief läuft, nur weil man mit Mut zur Lücke an die Sache geht.

8) Das Zeitmanagement: Organisation ist alles

Zugegeben, manche Menschen erzielen unter Druck ihre besten Ergebnisse, doch für die meisten gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Das bedeutet jedoch nicht, ständig mit angezogener Handbremse zu fahren. Wer vorankommen will, muss manchmal auch aufs Gaspedal treten. Ein Geheimrezept, um sich nicht zu verzetteln: Die gute alte To-Do-Liste, auf der Aufgaben nach ihrer Dringlichkeit sortiert werden.

9) Die Rhetorik: Klare Worte

Frauen neigen dazu, sich hinter so genannten sprachlichen Hecken zu verstecken. Paradebeispiele sind Wörter wie „eigentlich“ oder „wahrscheinlich“, die sich in vielen Situationen unterbringen lassen und vor einer deutlichen Aussage schützen sollen. Wer im Leben vorankommen will, muss aber Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen und das geht am besten mit klaren Gedanken, die mit einer präzisen Wortwahl unterstützt werden.

10) Die Freizeit: Total überbewertet?

Natürlich macht die Arbeit einen Großteil des Lebens aus, aber auch das Privatleben sollte nicht zu kurz kommen. Nur wer sich Zeit für seine individuellen Freuden nimmt, kann auch im Job gute Leistung bringen. Projekte, in die man sein ganzes Herzblut legt, bringen nicht nur Spaß, sondern geben auch Bestätigung und helfen mit Schwung den Arbeitsalltag zu meistern.

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