Gesunde Ernährung im Beruf - Du bist, was du isst

von Martin Przegendza

Das heutige Berufsleben ist hektisch und schnelllebig. Die gesunde Ernährung am Arbeitsplatz kommt da häufig zu kurz. Wir verraten euch, wie ihr gesund und leistungsstark durch den Tag kommt.

Schon die alten Römer wussten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt. Diese einfache Weisheit hat der moderne Arbeitsmensch anscheinend vergessen. Seine Tage sind von Stress und Hektik geprägt. Wenn er früh morgens das Haus verlässt, hat er meist keinen Hunger. Ein Kaffee muss reichen. Das Frühstück fällt aus. Mittags macht sich das Loch im Magen bemerkbar, das nur allzu schnell von einer Portion Currywurst Pommes gefüllt wird. Zwischendurch stillt der Schokoriegel den Heißhunger.

Dass diese Ernährung auf Dauer nicht gesund ist, liegt auf der Hand. Übergewicht, Konzentrationsprobleme und gesundheitliche Beschwerden sind die Folge. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich am Arbeitsplatz ausgewogen und gesund zu ernähren.

Alles fängt mit dem Frühstück an

Auch wenn ihr es nicht mehr hören könnt: Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Es legt den Grundstein für einen energiegeladenen Start in den Tag. Vollkornbrot oder Müsli sind ideal, denn sie bestehen aus komplexen Kohlenhydraten, die nur langsam verdaut und nach und nach ins Blut abgegeben werden. Während einfache Kohlenhydrate (die vornehmlich in weißem Zucker vorkommen) schnell verbrannt sind, liefern die vitamin- und ballaststoffreichen komplexen Kohlenhydrate langfristig Power. Das gibt dem Körper schon früh morgens einen ausreichenden Energiespeicher.

Frühstücksmuffel sollten an sich arbeiten und ihre Essgewohnheiten langsam umstellen. Eine kleine Scheibe Vollkornbrot ist besser als nichts. Mit der Zeit kommt der echte Frühstückshunger dann von allein. Dieses „kleine Frühstück“ sollte dann am Arbeitsplatz vervollständigt werden. Eine kleine Obstschale mit Joghurt gibt den Kick. Die Fructose geht direkt ins Blut und erhöht das Denkvermögen.

Warum Currywurst und Burger keine gute Idee sind

Spätestens zur Mittagspause kommt der große Hunger. Und genau dann werden die meisten Ernährungsfehler begangen. Schnellimbisse und Fast-Food-Ketten locken mit ihren fett- und salzhaltigen Kalorienbomben. Die machen zwar satt und glücklich. Ihre Kehrseite zeigt sich aber nach kurzer Zeit. Ein Burger-Menü mit über 1 000 Kalorien will schließlich verdaut werden. Blut fließt vom Kopf in den Magen. Die Hirnleistung sinkt, das Hüftgold wächst.

Greift stattdessen lieber zu magerem Fleisch oder Fisch. Ein frischer Salat mit Nüssen und leichtem Joghurtdressing ist eine gesunde Alternative. Er liefert viele Vitamine und Nährstoffe und ist leicht bekömmlich.

Gut Ding will Weile haben

Ganz wichtig: Nehmt euch Zeit beim Essen und vermeidet es nach Möglichkeit direkt am Arbeitsplatz zu essen. Nur weil ihr eine Brotzeit einlegt, hört das Telefon nicht auf zu klingeln. Die Folge: Ihr schlingt das Essen unbewusst viel zu schnell in euch rein. Bevor ihr euch verseht ist das Brötchen weg und der Hunger noch da.

Zeit solltet ihr euch auch am Abend beim Kochen nehmen. Kocht frei nach dem Motto „einmal kochen, mehrmals essen“ die doppelte Portion. Die Reste könnt ihr dann am nächsten Tag bei der Arbeit essen.

Lernen, „Nein“ zu sagen

Achtet im Tagesverlauf darauf, nicht zu viel Süßes in euch reinzustopfen. Gerade bei kleinen Hungerattacken ist die Versuchung groß den Magen mit einem Schokoriegel oder Stück Kuchen zum Schweigen zu bringen. Damit bewirkt ihr aber das Gegenteil. Der Körper schüttet vermehrt Insulin aus, um die Zuckerbombe Schokoriegel zu verdauen. Der Blutzuckerspiegel fällt nach dem kurzen Hoch rapide. Kurz darauf ist der Hunger größer als zuvor.

Greift lieber zu Nüssen, Trocken- oder Frischobst. Das ist nicht nur gesund, sondern durch den hohen Fructose-Anteil auch noch langfristig leistungsfördernd. Bei einer ansonsten bewussten Ernährung darf aber die eine oder andere Sünde sein. Denn sind wir mal ehrlich: Currywurst Pommes ist einfach lecker.

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