Ministerin plant Aktivitäten gegen „Burnout-Syndrom“
Nachdem in den letzten Jahrzehnten die körperlichen Schäden durch Arbeit deutlich reduziert werden konnten, soll nun ähnliches bei den psychischen Belastungen gelingen. Das kündigte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in einem Interview mit Welt online als einen Schwerpunkt ihrer Ziele im Bereich Arbeitsschutz ab dem Jahr 2012 an.
Burnout teuer für die Gesellschaft
Für die Ministerin ist die „schwere Überforderung“, wie sie „Burnout“ übersetzt, ein die Volkswirtschaft enorm belastender Faktor. Auf 27 Millionen Euro schätzt sie die jährlichen Kosten für psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz, wobei das „Burnout-Syndrom“ da das dominierende Krankheitsbild sei.
Arbeitgeber gefordert
Bei der Bekämpfung von Burnout setzt von der Leyen nicht auf weitere Gesetzte, sondern auf bessere Fürsorge der Arbeitgeber. Bei Klagen über Konflikte am Arbeitsplatz, mangelnden Respekt, Monotonie und fehlende Motivation solle ein Arbeitgeber hellhörig werden, so die Arbeitsministerin gegenüber Welt online.
Gefährlicher Großraum
Besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen sieht Ursula von der Leyen noch Potential, der Krankheit gezielt vorzubeugen. Große Firmen hätten bereits vielfach verstanden, dass ein Burnout bei einem wichtigen Mitarbeiter ein schwerwiegendes und oft auch teures Problem darstelle. Eine konkrete Gefahr sieht von der Leyen zum Beispiel in Großraumbüros, in denen es keinen Rückzugsraum für die Mitarbeiter gebe und selbst kurze Erholungsphasen nicht mehr möglich seien
Auf die Tagesordnung will die Ministerin das Thema bei der „Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie“ mit Bundesländern und Versicherungsträgern setzen und die Bekämpfungs-Konzepte mit Arbeitgebern und Gewerkschaften in die einzelnen Unternehmen tragen.










