Die Bewerbung im Web 2.0
Eine klassische Bewerbungsmappe beinhaltet ein Anschreiben, den Lebenslauf und wichtige Zeugnisse. Doch Soziale Netzwerke, wie Xing, Twitter und Facebook befinden sich in Sachen Bewerbung und Co auf der Überholspur.
Welche Vor- und Nachteile bietet die neuartige Bewerbungsform im Vergleich zur Bewerbungsmappe? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben den selbstständigen Kommunikationsberater und Inhaber des PR Bloggers Klaus Eck gefragt.
Die Kontaktaufnahme mit den Wunschunternehmen ist ein langfristiger Prozess. Soziale Netzwerke bieten die Chance, sich gezielt über Unternehmensstrukturen zu informieren und das eigene Netzwerk auszubauen. So könnt ihr mit der Zeit herausfinden, was von euch erwartet wird. Die Hemmschwelle einer fremden Person eine „direct message“ oder eine „Nachricht“ zu schicken, ist niedriger, als eben zum Telefon zu greifen. Kommunikationsberater Klaus Eck rät, mit dem Aufbau und der Pflege der Sozialen Netzwerke bereits ein Jahr vor dem Ende des Studiums zu beginnen. Das Ziel ist es, ein Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen.
Ein Anschreiben per Twitter, Facebook oder Xing entspricht von Inhalt und Aufbau her nicht dem normalen Anschreiben. „Nachrichten dienen mehr als erste Kontaktaufnahme, um den potenziellen Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen“, weiß Klaus Eck. Wer ein eigenes Blog oder eine Bewerberhomepage hat, kann hier mit einer Verlinkung punkten. Die weitere Bewerbungsphase verläuft über die gängigen Wege. Aber: Habt ihr bereits Kontakte in eurem Wunschunternehmen, wirkt sich das positiv auf eure Bewerbung aus.
Das Profilfoto vermittelt, genau wie das Bewerbungsfoto einen ersten Eindruck von euch. Ihr solltet euch also genau überlegen, welchen ersten Eindruck ihr vermitteln möchtet. Da ihr euch in der Bewerbungsphase befindet, achtet darauf, dass das Foto von einem Profi gemacht wurde. Auch auf hochgeladenen Fotos ist zu erkennen, ob es sich um ein professionelles Foto handelt oder nicht. In den meisten Fotostudios bekommt ihr eine Daten-CD, sodass ihr eure Fotos ganz einfach für euer Profil nutzen könnt.
Der Mythos, dass Partyfotos und zuviel private Daten sich schlecht auf eine Bewerbung auswirken, hält sich schon sehr lange. Aber: Der Kontext zählt. „Gezielt dosierte Informationen lassen den Bewerber sympathisch und menschlich wirken. Wenn man nichts macht, macht man am meisten falsch“, meint Klaus Eck. Entscheidet selbst, welche Informationen ihr Preis geben möchtet. Xing zum Beispiel bietet eine optimale Möglichkeit Bewerbungsrelevante Daten zu veröffentlichen.
Der Trend, dass auch Unternehmen soziale Netzwerke nutzen steigt immer mehr. Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen diese Entwicklung noch nicht angekommen ist. Generell gilt aber: Ist das Wunschunternehmen, oder auch nur ein Mitarbeiter vertreten, nutzt eure Chance, um auf euch aufmerksam zu machen.










