Richtig bewerben - Wie ihr bei der Bewerbung punkten könnt
Ob per Email, Onlineformular oder mit der bewährten Bewerbungsmappe – der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt. Und doch müsst ihr bei der Wahl der Bewerbungsform viel beachten.
Bewerbungsmappe
Die Bewerbungsmappe hat sich als die klassische Form der Bewerbung durchgesetzt. Und doch besteht bei so manchem Bewerber immer noch Unklarheit über Struktur und Inhalt.
Die äußere Form vermittelt einen ersten Eindruck von euch. Und der zählt bekanntlich. Eure Mappe sollte keine Eselsohren oder Flecken haben. Auch die Mehrfachverwendung sollte ihr nicht anzusehen sein. Außerdem gilt: viel Plastik ist out. Eine schlichte Form mit weißem Papier ist in der Regel angebracht. Bei kreativen Berufen darf es natürlich auch etwas mehr sein.
Das Anschreiben wird nicht mit in der Mappe eingeheftet, sondern lose oben drauf gelegt und gegebenenfalls mit einer Büroklammer fixiert. Es muss klar gegliedert sein und darf maximal fünf Absätze haben. Rechtschreibfehler sind fehl am Platz. Tipp: Gib deine Gehaltsvorstellung nur an, wenn explizit danach gefragt wird. Ein Zusatz, wie „Gerne passe ich mich der firmenüblichen Bezahlung an“ zeugt von eurer Flexibilität. Die Unterschrift muss den vollen Namen beinhalten, so Hesse/Schrader in "Neue Wege der Bewerbung."
Der Lebenslauf sollte bei Berufseinsteigern eine Länge von zwei Seiten nicht überschreiten und ist chronologisch aufgebaut. Bei mehr als fünf Jahren Berufserfahrung dürfen es auch mehr als zwei Seiten sein. Zeugnis- und Examensnoten gehören nicht in den Lebenslauf. Generell gilt: nur Zeugnisse, die nicht älter als zehn Jahre sind, gehören in die Bewerbung. Arbeitszeugnisse sind immer wichtig, da sie ein erstes Bild über eure Arbeitsweise zulassen.
E-Mail Bewerbung
Die E-Mail Bewerbung hat sich in den letzten Jahren stark etabliert. Viele Unternehmen bevorzugen diese Form. Achtet darauf, dass ihr eine seriöse Mailadresse verwendet. Hier sollte wenn möglich der komplette Name oder wenigstens der Nachname vorkommen.
Das Anschreiben könnt ihr entweder als Anhang mit einem Verweis in der E-Mail beifügen oder direkt in das Textfeld eintragen. Entscheidet ihr euch für die zweite Variante, gehören eure Kontaktdaten in Signaturform ans Ende der E-Mail. Hier gilt wie bei der Bewerbungsmappe: Formalitäten sind wichtig. Rechtschreibfehler haben auch hier nichts zu suchen.
Dateianhänge dürfen nicht größer als 2-3 MB sein. Sie sollten klar gekennzeichnet sein. So macht ihr eurem zukünftigen Arbeitgeber eine eindeutige Zuordnung leichter. Punkten könnt ihr, wenn ihr unter das Anschreiben deine eingescannte Unterschrift setzt. Die Reihenfolge des Anhangs richtet sich nach der Auflistung im Lebenslauf. Ganz ungefährlich ist die E-Mail Bewerbung aber nicht. Es kann sein, dass euer zukünftiger Arbeitgeber nicht alle Dokumente öffnen kann oder bestimmte Anhänge nicht zulässt. Grundsätzlich gilt: Dokumente werden als PDF verschickt und Fotos als JPG.
Für den Lebenslauf per E-Mail gilt das Gleiche wie für die Bewerbungsmappe. Auch hier gehört, wenn möglich, ein Foto in die obere rechte Ecke. Eure eingescannte Unterschrift passt auch hier sehr gut hin. Am Besten ist es, wenn ihr Anschreiben und Lebenslauf in ein PDF zusammenfügt. Leider herrscht beim Mitschicken der Zeugnisse kein Konsens. In Hesse/Schraders „Neue Wege der Bewerbung“ heißt es, dass Zeugnisse in der E-Mail Bewerbung nicht mitgeschickt werden, sondern erst auf Anfrage des jeweiligen Unternehmens. Im Zweifel bleibt also nur der Griff zum Telefon, um gezielt beim potenziellen Arbeitgeber nachzufragen.
Weitere wichtige und interessante Tipps rund um das Thema "Erfolgreich Bewerben" findet ihr auch in Hesse/Schrader: Neue Wege der Bewerbung, Frankfurt am Main, 2007. Preis: 14,95 Euro










