Zwitschernd zur Anstellung

Jobsuche mit Social Media

von Andreas Monning

Online-Dienste wie Facebook oder Twitter machen nicht nur Spaß, sie lassen sich auch hervorragend für die Karriereplanung nutzen. Hier präsentieren wir exklusiv zehn Tipps von Bewerbungsexperte Gerhard Winkler, wie man Social Media erfolgreich für die Jobsuche nutzen kann.

Der Social Media Report HR 2010* räumt alle Zweifel aus: Online-Dienste wie Facebook oder Xing sind bei der Karriereplanung mittlerweile ein Muss. Zum Zeitpunkt der Befragung nutzten knapp 40 Prozent der deutschen HR-Abteilungen (Human Ressources) aktiv die neuen Möglichkeiten der virtuellen Welt – um geeignete Arbeitskräfte für das Unternehmen zu finden, allerdings auch um den Ruf der Bewerber zu kontrollieren. Das wachsende Potential von Social Media sollte man nutzen, indem man ein Netzwerk aufbaut, seine Expertise präsentiert, sich für bestimmte Jobs empfiehlt – und gleichzeitig die Chance erhöht, frühzeitig von interessanten Jobvakanzen zu erfahren. Zehn Tipps von Bewerbungsprofi Gerhard Winkler, wie man erfolgreiche Selbstvermarktung per Social Media gestaltet.

  • Profile erstellen

    Xing ist das in Deutschland meistgenutzte Business-Netzwerk, LinkedIn ist international gefragt. Beide Dienste bieten hervorragend Gelegenheit, den beruflichen Werdegang zu präsentieren, über Interessen und berufliche Ziele zu informieren und sich mit Geschäftskontakten zu verlinken. Schon gewusst? Immer mehr Personaler suchen auch bei Facebook nach ihren High Potentials von morgen!

    Profile aktiv pflegen

    Neuen Kontakten, die man auf Messen, Fachkongressen oder Fortbildungen kennenlernt, zeitnah Verlinkungsanfragen schicken. So ist demjenigen das Gespräch noch präsent – und das Interesse freut ihn.

    Anderen folgen

    Twitter anzuzapfen ist unbedingt empfehlenswert: als Follower von Firmen, ihren Sprechern, ihren Personalern sowie Meinungsführern und Trendsettern der Branche. Interessanten Organisationen im Web folgen, sich mit Firmen-News und Äußerungen der Mitarbeiter beschäftigen, am besten als begeisterter Fan auffallen.

    Experten Blogs lesen

    Jobchancen immer dort suchen, wo sie geschaltet werden oder wo man sie diskutiert. Sinnvoll ist, Experten-Blogs zu abonnieren, die Fachpublikum ansprechen – dort werden Job-Anzeigen geschaltet.

    Twitter

    Richtig genutzt kann auch der Zwitscherdienst mit seinen Kurznachrichten sehr hilfreich sein. Ein aussagekräftiges Profil mit einem attraktiven Foto anlegen, das auch noch in Daumennagelgröße funktioniert.

  • Erfolgreich finden lassen

    Um bei Stichwortsuchen unter den Treffern zu landen: Wichtige Schlagworte aus dem Lebenslauf ins Profil einbauen, berufliche Positionen aufzählen, Aufgaben, Pflichten und berufliche Schwerpunkte nennen. Und so generiert man noch mehr relevante Stichwörter: Auf passende Stellen-Offerten durchforsten, entsprechende Stichworte in eigenes Profil integrieren.

    Produkzieren statt konsumieren

    Web-Konsumenten sind für Personaler uninteressant, Produzenten dagegen äußerst interessant. Statt nur zu surfen, also lieber selber Inhalte produzieren. Egal ob Blogs, Videos, Twitterbeiträge: Selbst wer nur spielerisch mit einem Thema umgeht, beweist doch, dass er den Zeitgeist verfolgt, Sachverhalte auf den Punkt bringen und Leser begeistern kann, sprich: sich in Kommunikations-Prozessen übt.

    Kontakt mit Personalern

    Personalern allerdings ausschließlich Fragen stellen, die interessant machen. Also keine Personaler anschreiben, nur um zu erfahren, was auch auf der Firmen-Homepage steht.

    Keine Bewerberhomepage

    Für Freiberufler ein Must-have, sind Bewerberhomepages für Angestellte vergeudete Zeit: Attraktive Seiten kosten viel Geld, vom Selbermachen ist dringend abzuraten. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit von Personalern gefunden zu werden, äußerst gering. Deshalb: Besser bestehende Strukturen nutzen (billiger) und dort sein, wo Personaler sowieso suchen (Xing, Facebook).

    Kommunikations-Hygiene

    Nichts ist billiger als eine Meinung. In Foren und an anderen virtuellen Orten deshalb nicht durch despektierliche, abwertende Äußerungen auffallen, sich nicht lustig machen, sich nicht an „Bashings“ beteiligen – selbst wenn jemand durch seine Äußerungen provoziert.

*Stepstone Solutions

Mehr kostenlose Bewerbungstipps auf Gerhard Winklers Ratgeberseite www.jova-nova.com

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