Lernen Lernen: So machen es Domian & Frau Balzer

von Robert Adamik, Lena Frommeyer, Denise Haberger und Merel Neuheuser
Anna Basener, Alexander Gerst, Denis Scheck, Jochen Baumgarten
Foto: Privat, © ARD/WDR/Herby Sachs, DFS, EAS

Im Prüfungsmonat September ist Extrem-Lernen angesagt. Und am meisten lernt man bekanntlich von den Besten eines Fachs. Deshalb haben wir neun Profis gefragt, die wahre Experten in Bereichen wie Auswendiglernen, Organisieren oder Konzentrieren sind.

WIE SCHAFFT MAN ES, ZU ARBEITEN, WÄHREND ANDERE SCHLAFEN, DOMIAN?

Domian
Foto: Ralf Jürgens/Getty Images

"Mein Arbeitstag beginnt in der Regel gegen 18 Uhr und hört gegen drei Uhr auf. Dann komme ich nach Hause, kann aber nicht direkt schlafen. Ich lese oder korrigiere dann an meinen eigenen Büchern und komme nicht vor fünf oder halb sechs ins Bett. Dadurch schlafe ich dann bis in den frühen Nachmittag hinein. Das ganze Leben ist also komplett umgedreht. Ich bin von Natur aus ein Nachtmensch, sonst könnte man das so nicht schaffen. Für mich dürfte meine Sendung ruhig eine Stunde früher beginnen, das wäre für meinen Lebensrhythmus super, aber so, wie es ist, ist es auch okay. Das Ganze geht nur nach strengen Regeln und mit sehr viel Disziplin. Ich achte streng auf Sport, Ernährung und wenig Alkohol. Besonders wichtig ist der Schlaf, also dass er funktioniert und lang genug ist, obwohl er in einem anderen Rhythmus stattfindet."

Fünfmal die Woche sitzt 1Live-Moderator Jürgen Domian (54) nachts am Telefon und spricht in der TV-Sendung "Domian" im WDR mit Menschen über Dinge, die sie bewegen.

WIE ORGANISIERT MAN DEN PERFEKTEN ARBEITSTAG, FRAU BALZER?

Petra Balzer
Foto: Bettina Volke

"Als Sekretärin hat man sich schnell daran gewöhnt, auf dem Weg zur Deadline bereits gesetzte Prioritäten in kurzen Abständen neu zu überdenken und anzupassen oder Zwischenziele ganz wegzulassen. Denn in diesem Job arbeitet man zum größten Teil immer noch fremdbestimmt. Damit besteht aber zumindest auch nicht die Gefahr, dass man sich in seinem eigenen Zeitkonstrukt oder in seine eigene Perfektionsfalle verrennt - die 'zweite Meinung' ist immer da. Ansonsten habe ich nach der 60/40-Regel gearbeitet: 60 Prozent des Tages verplante Arbeitszeit, 40 Prozent für alles Ungeplante. Für Telefonate habe ich mir ein Zeitlimit gesetzt und versucht, mich nicht gleich morgens in der Bearbeitung von eingegangenen Mails zu verlieren und mir stattdessen später einen separaten Zeit- und Arbeitsblock dafür geschaffen."

Petra Balzer (48) arbeitet seit 25 Jahren als Chefsekretärin. Seit 2010 ist sie mit ihrem Unternehmen KMesc Personal Coach für Fach- und Führungskräfte mit Schwerpunkt Sekretariat.

 

 

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ssgfsgf
Gast|
Unis machen nun Jagd auf ...
Redaktion|
irgendwie schon peinlich
Gast|

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