Woher kriege ich meinen Stundenplan?

Tipps für einen organisierten Start an der Uni

von Heike Philipp
Stundenplan für Erstsemester
Foto: Brand X Pictures | Thinkstock

Nach der Schule belegt ihr an der Universität Seminare, besucht Vorlesungen und stellt Module zusammen. Doch auch wenn man sein Studium nicht wie der ehemalige Arnsberger Student Marcel Pohl in 20 Monaten absolvieren will, kann das am Anfang verwirrend sein. Mit unseren Tipps rund um die Gestaltung eures Stundenplans wird die Planung zum Kinderspiel.

Die Qual der Wahl

  1. Anstatt eines Schulfachs müsst ihr an der Universität Module belegen. Pflichtmodule sind, wie der Name schon sagt, für jeden Studenten verpflichtend. Bei einem Wahlpflichtmodul habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Seminaren, aus denen das Modul zusammengesetzt werden kann. Eine beinahe uneingeschränkte Freiheit habt ihr bei Wahlmodulen. Vergesst nur nicht: Eure Interessen dürfen bei der Auswahl der Module eine Rolle spielen!
  2. Ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis enthält meist bereits Empfehlungen für die Seminare, die in einem Semester belegt werden sollten. Dort findet ihr auch den genauen Inhalt, die Voraussetzungen und die zu erbringenden Leistungen der einzelnen Seminare.
  3. Am besten besorgt ihr euch so früh wie möglich ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis, da die Anmeldefristen für manche Seminare bereits vor Studienbeginn liegen. Für Erstsemester gibt es meist einen Aufschub bei den Fristen, weil zum Beispiel nachgerückte Studenten sonst keine Möglichkeit hätten, sich einzuschreiben.
  4. Auch ein Blick auf die Internetseiten eurer Institute ist empfehlenswert, weil ihr dort die Vorlesungsverzeichnisse und alle wichtigen Informationen für Studienanfänger erhaltet.
  5. Damit ihr den Blick für das große Ganze nicht verliert, solltet ihr die Studien- und Prüfungsordnung eures Fachs/ eurer Fächer studieren. Darin findet ihr die Leistungen, die ihr im Laufe des Studiums erbringen müsst, und wie die Prüfungen vonstattengehen.
  6. Wenn es zu einer Überschneidung bei Pflichtveranstaltungen kommt, braucht ihr keine Panik bekommen. Diese Seminare werden in vielen Fächern jedes Semester angeboten. Ansprechpartner sind in einem solchen Fall die Studienfachberater.
  7. In einem Bachelor-Studium müsst ihr 180 Credit Points (CP) erwerben, davon ca. 20 CP in der Abschlussprüfung. Die übrigbleibenden 160 CP könnt ihr auf 6 Semester aufteilen. In jedem Semester solltet ihr damit ca. 25 CP erwerben. Im Vorlesungsverzeichnis findet ihr die Höhe der CP für jede Lehrveranstaltung.
  8. Rat für einen möglichst effizienten Stundenplan könnt ihr euch bei den Lehrenden, bei euren Fachschaften oder auch bei Studenten höherer Semester holen.
  9. Bei der Gestaltung eures Stundenplans solltet ihr auf jeden Fall beachten, dass eine Stunde an der Universität eine zusätzliche Arbeitsstunde zuhause erfordert. Ihr musst den gehörten Vortrag aufbereiten, neue Literatur lesen, die nächste Seminarstunde vorbereiten ... Deshalb solltet ihr euch zunächst nicht zu viele Kurse aussuchen. 15 bis 20 Wochenstunden sind vollkommen ausreichend.
  10. Alle Beratungen und Hilfsangebote entbinden euch allerdings nicht davon, eigene Entscheidungen zu treffen. Das Studium erfordert von euch ein höheres Maß an Verantwortung und Initiative als an der Schule.

Beispiel für einen Musterstundenplan

Die Stundenplanempfehlung des Studienganges Physik für das erste Semester an der Universität zu Köln bietet alle wichtigen Informationen, die zu Anfang des Studiums beachtet werden sollten. Diesen Service haben mittlerweile viele Studienfächer für ihre Studenten eingerichtet. Schaut einfach einmal bei eurer Universität vorbei!

Stundenplanempfehlung der Fachgruppe Physik
Stundenplanempfehlung für das WS 12/13 des Studienganges Physik, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln
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