Sextipps im Prüfungsstress

von Denise Haberger

Tote Hose im Prüfungsstress? UNICUM gibt Tipps, mit welchen Lebensmitteln und Sportübungen ihr euer Liebesleben wieder zum Laufen bringt.

Auch Sex geht durch den Magen

Chilis sind nicht nur scharf, sie sind wahre Scharfmacher. Ihr Wirkstoff Capsaicin steigert Lust und Wohlbefinden. Der Körper wird besser durchblutet, er läuft quasi heiß.

Der Biss in eine reife Erdbeere sieht nicht nur sexy aus, die Frucht bringt auch mehr Lust. Das Vitamin C wirkt sich auf die Sexualhormone aus, das enthaltene Zink sorgt für mehr Testosteron.

Für Zärtlichkeiten ist die Vanille zuständig. Ihr Duftstoff Vanillin hemmt ein Enzym, das Sexualhormone im Körper abbaut und wirkt deshalb aphrodisierend. Zudem schüttet es Glückshormone aus und weckt die Sinne.

Freud hätte sich über den Spargel als Phallus ausgelassen, aber das Gemüse sieht nicht nur so aus als ob. Die Aminosäure regt die Durchblutung an, das Kalium wirkt entschlackend und macht so sexy. Eine wahre Potenzbombe für den Mann. Zink, Phosphor und Jod in der Auster steigern den Liebeshunger. Die Mineralien kurbeln das männliche Sexualhormon Testosteron sowie bei Frauen das Vaginalsekret an.

Mit Sport mehr Spaß im Bett

Tipps für den Mann:
Auf den Rücken legen, geballte Fäuste unter den Po, Beine nach oben. Und jetzt radeln, Beine schütteln, mit den Fußknöcheln kreisen. Hauptsache die Beine werden bewegt und sind auf Herzhöhe.

Hinknien auf alle Viere, Knie geschlossen, Hände hüftbreit auseinander. Einatmen, Rücken ins Hohlkreuz drücken, Beckenboden entspannen. Ausatmen, Katzenbuckel machen, Beckenboden kräftig anspannen. Übung mehrmals wiederholen.


Tipps für die Frau:
Auf den Rücken legen, Knie anwinkeln, Füße etwas auseinander auf den Boden stellen. Fußsohlen fest auf den Boden drücken, Hüftpartie heben und wieder absetzen. Übung mehrmals wiederholen.

Gerade hinsetzen, Arme auf den Schoß legen, Beckenboden anziehen. Fünf Sekunden halten, wieder entspannen. Übung mehrmals wiederholen.

Tipps von der Sexpertin Beatrice Poschenrieder:

Bloß kein Druck! In Phasen von Prüfungsstress und Überforderung kann die Lust auch mal wochen- bis monatelang ausbleiben. Wenn man dann in Panik gerät und (sich) Druck macht von wegen „Hilfe, wir haben keinen Sex mehr, unsere Beziehung wird daran kaputtgehen!“, wird alles nur schlimmer. Der Gestresste muss äußern dürfen, was er wirklich braucht.

Kleiner ist besser als keiner

Manche Leute glauben, dass Sex immer „was Besonderes“ sein muss. Aber in Stresszeiten haben sie für solche anstrengenden Nummern keine Energie – und lassen ihn oft ganz weg. Besser: Miteinander bereden, ob jetzt auch „kleiner Sex“ okay ist (z.B. Quickies oder Petting). Selbst ein Orgasmus muss nicht immer sein; vor allem Frauen haben bei Stress oft Mühe damit.

Grenzen setzen

Das Schwierigste ist oft, die Gedankenmühle im Kopf abzustellen und sich auf Erotik umzupolen. Je klarer du ganz reell zwischen Pflicht und Muße trennst, desto besser kann es auch dein Kopf. Lege ganz konkrete Zeiten fest für Arbeit und Erholung, halte sie ein! Trenne auch räumlich: Büffeln im Bett ist verboten!!! Wirf alles aus dem Schlafzimmer, was an Alltagsstress erinnert: PC, Unterlagen, Wäscheständer, Staubsauger... Dieser Raum ist nur für Ruhe und Erotik reserviert.

Hilfsmittel nutzen

Gleitgel, Vibrationen, Toys, Sexliteratur, scharfe Bilder, scharfe Texte... was auch immer hilft, Lust zu kriegen oder die Sex-Action zu erleichtern: Gerade jetzt ist es erlaubt! Tipp: Alles, was ihr zu zweit anwendet, bedarf offener Absprache.

Beatrice Poschenrieder ist Sextherapeutin (www.liebesberaterin.de) und schreibt Ratgeber. Eines ihrer Bücher ist: „Sex für Faule und Gestresste. So holen Sie mehr aus Ihrem Liebesleben – mit weniger Aufwand“.

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