Tipps gegen Aufschieberitis

von Sarah Jungbluth

Wer dem inneren Schweinehund auf den Pelz rücken will, dem seien folgende Tipps gegen Aufschieberitis ans Herz gelegt.

Aller Anfang ist schwer

Daher lohnt es sich, ein bisschen Zeit und Energie in einen Schlachtplan zu investieren. Nachdem ihr alle Quellen für Ablenkung eliminiert habt (Telefon, Internet, Fernsehen etc.), solltet ihr euch überlegen, was überhaupt erledigt werden muss. Definiert euer Ziel und die einzelnen Zwischenschritte, die dafür notwendig sind. Wichtig ist, dass die einzelnen Schritte realistisch sind. Setzt euch kein Ziel, von dem ihr schon vorher wisst, dass ihr es nicht erreichen könnt. Ein erreichtes Zwischenziel ist auch immer ein Erfolgserlebnis.

Sobald eure Ziele feststehen, könnt ihr einen Zeitplan erstellen. Setzt euch konkrete Termine, also Datum und Uhrzeit, zu denen ihr mit den Arbeitseinheiten beginnen möchtet. Notiert auch, wie lang ihr arbeiten möchtet. Seid am Anfang ruhig bescheiden und nehmt euch nur vor, zehn oder zwanzig Minuten zu arbeiten. Im Idealfall seid ihr vom ersten Erfolgserlebnis so motiviert, dass ihr sowieso am Ball bleibt und direkt den nächsten Schritt in Angriff nehmt. Dann könnt ihr eure Lern- und Arbeitseinheiten auch länger anlegen.

Wenn ihr trotz ausgefeiltem Arbeitsplan keinen Anfang findet, dann trennt euch von der Vorstellung, dass alles direkt perfekt sein muss. Nichts ist auf Anhieb vollkommen. Nutzt Techniken wie Cluster, Stichwortlisten etc. und schreibt erst einmal alle Gedanken auf, die euch durch den Kopf gehen. Später ergeben sich automatisch Verbindungen und die Arbeit macht sich fast wie von selbst.

Mittendrin

Herzlichen Glückwunsch, ihr habt die Anfangsphase überstanden! Jetzt solltet ihr aufpassen, dass ihr euch vor lauter Motivation nicht überarbeitet. Plant regelmäßig Pausen ein, in denen ihr etwas ganz anderes macht. Als Gegenprogramm zur Arbeit am Computer eignet sich ein Spaziergang an der frischen Luft oder Lockerungsübungen. Fernsehen dagegen eignet sich nicht so gut, weil es die Augen ähnlich stark beansprucht, wie lesen oder auf den Computerbildschirm starren.

Ihr lasst euch trotz aller Bemühungen noch gerne ablenken? Dann führt ein knappes Arbeitsprotokoll, um euch selbst zu kontrollieren. Oder bittet eure Freunde, euch am Ende des Tages nach euren Fortschritten zu fragen.

Endlich fertig!

Erledigte Aufgaben sollten belohnt werden. Haltet für die komplett fertig gestellte Arbeit eine großzügige Belohnung bereit. Da die vermutlich vorerst auf sich warten lässt, braucht ihr zusätzlich etwas, das euch kurzfristig anspornt. Überlegt euch also kleine Belohnungen für erledigte Zwischenziele. So bleibt die Motivation nicht auf der Strecke.

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