Das sind die neuen Elite-Unis

Schavan: "Müssen uns anstrengen, wenn wir in Weltspitze mitspielen wollen"

Elite-Unis 2012 | Foto: Thinkstock
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Die Gutachter haben entschieden. 11 Hochschulen haben es geschafft, in den finalen Kreis der Elite-Unis aufgenommen zu werden und von Fördergeldern zu profitieren. Die Sieger sind ...

.. die TU Dresden, die Humboldt-Universität Berlin und die Universitäten Bremen und Köln sowie die Uni Tübingen als Neulinge unter den Elite-Hochschulen. Dazu kommen von den bisherigen die beiden Münchener Universitäten, die FU Berlin, die Uni Konstanz, die Uni Heidelberg sowie die RWTH Aachen. Das wurde nach der Tagung des Bewilligungsausschusses bekannt gegeben. 

Enttäuscht ist die Ruhr-Uni Bochum, die es in der finalen Runde nicht geschafft hat, in den Kreis der bis 2017 geförderten Hochschulen aufgenommen zu werden. Immerhin wuden der RUB die Förderlinien Graduiertenschule und Exzellenzcluster bewilligt.

"Die Exzellenzinitiative hat die Hochschullandschaft insgesamt verändert" | Anette Schavan 

"Die herausragende Qualität der Bewerbungen zeigt: Die Exzellenzinitiative hat einen großen Schub für unser Wissenschaftssystem gebracht", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Allein zwischen 2005 und 2009 sei die Zahl der ausländischen Wissenschaftler in Deutschland um ein Drittel gestiegen.

Schavan verwies darauf, dass soeben ein so wichtiges Land wie Indien beschlossen hat, seine Universitäten dürften künftig nur noch mit den weltweit allerbesten ausländischen Hochschulen zusammenarbeiten. "Solche Beispiele zeigen, dass wir uns anstrengen müssen, wenn wir in der Weltspitze der Wissenschaft mitspielen wollen", betonte Schavan.

"Die Exzellenzinitiative hat auch die Hochschullandschaft insgesamt verändert", so Schavan. Sie habe Kreativität ausgelöst und zu einer Kultur der Kooperation geführt. "Davon profitieren die Studentinnen und Studenten. Sie haben Zugang zu hochklassigen Forschungskonzepten, guten Lehrangeboten und neuen Berufschancen in der Wissenschaft.&qu

Fördersumme insgesamt: 2,7 Milliarden Euro

Insgesamt werden die ausgewählten Hochschulen bis 2017 mit 2,7 Milliarden Euro gefördert, zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Land. Für die gesamte Exzellenzinitiative, die 2005 mit einer ersten Phase begonnen hat und bis 2017 läuft, stellen Bund und Länder somit 4,6 Milliarden Euro bereit.

In den nächsten Jahren werde es darum gehen, die Werte zu erhalten, die mit der Exzellenzinitiative geschaffen wurden, so Schavan. Damit der Bund sich hier dauerhaft engagieren könne, sei aber eine Grundgesetzänderung für die Wissenschaft nötig. "Auch im Hinblick auf das Auslaufen der Exzellenzinitiative 2017 haben wir im Mai im Kabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach sich der Bund künftig langfristig an Hochschulen engagieren darf. Das ist ganz wichtig für die Zukunft unseres Wissenschaftssystems." Schavan forderte die Länder auf, diesem Entwurf zuzustimmen.

Info Exzellenzinitiative 

Die Exzellenzinitiative zielt darauf ab, gleichermaßen Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Hochschul- und Wissenschaftsstandortes Deutschland in der Breite zu fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbar zu machen. (Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Weitere Infos unter www.bmbf.de (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

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