Flashmob an der Uni: Pusten für den Weltfrieden
Aktion zur vorlesungsfreien Zeit in Jena

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Berliner Studenten hatten die Aktion "Seifen-Blasen-Sause 2012" auf Facebook ins Leben gerufen. Im Zeichen des Weltfriedens. Hunderte Studenten kamen, um bei der verrückten Aktion dabei zu sein.
Der Campus der Friedrich-Schiller-Universität füllte sich um Punkt 17 Uhr mit hunderten eifrigen Seifenbläsern. Vorgesehen war der Menschenauflauf erst für Berlin, aber dort meldeten sich nicht genug Teilnehmer. In Jena herrschte aber gleich große Begeisterung: Innerhalb von wenigen Wochen hatten bereits 700 Teilnehmer ihr Interesse an dem Seifenblasen-Flashmob gezeigt.
Seifen-Blasen-Sause 2012
Die "Sause" startete am 17. August. Vom Balkon des Universitätsgebäudes riefen die Organisatoren, die Ossi-WG, zum Pusten auf. Seifenblasen flogen daraufhin massenhaft über den Ernst-Abbe-Platz an der Jenaer Uni. Die Organisatoren erhofften sich, dass sich jeder durch die Seifenblasen an seine Kindheit erinnert und für eine bessere Welt eintritt. Nach der Seifenblasen-Puste-Aktion zerstreuten sich die freiheitsliebenden Menschen wieder und ließen das Happening im Naturpark enden.
Kissenschlacht & Co.
Flashmobs sind seit einigen Jahren wieder im Trend. Das Video von etwa 200 erstarrten Menschen im New Yorker Bahnhof wurde über 30 Millionen Mal angeschaut. Am 31. Januar 2008 wurde die Aktion von der Performance-Gruppe Improv Everywhere organisiert. Auch in Deutschland fanden bereits ähnliche Aktionen statt. So am 4. April 2009, dem Pillow Fight Day. Der Ort: Kölner Domplatte. Die Aktion: eine Kissenschlacht mit mehreren tausend Jugendlichen. Die Folge: Der Kölner Flashmob hat sich zu einer wiederkehrenden Tradition entwickelt.
Doch auch für kommerzielle Zwecke werden Flashmobs genutzt, denn das Werbepotenzial ist enorm. Alle nicht eingeweihten Menschen reagieren verständlicherweise verwirrt und erstaunt, wenn zum Beispiel hunderte Menschen auf einmal anfangen zu tanzen. Manche holen ihre Handys raus und filmen oder fotografieren das Spektakel. Diesen Effekt machte sich am 15. Januar 2005 die Deutsche Telekom zunutze. 400 professionelle Tänzer begannen um 11 Uhr mit ihrem „T-Mobile-Dance“ im Liverpooler Bahnhof. Die Deutsche Telekom war plötzlich in aller Munde.









