Jugendumweltgipfel in Hamburg - Junge Menschen setzen sich für die Natur ein

von unserem Praktikanten Sascha Hautkappe
Jugendumweltgipfel 2011

Der Jugendumweltgipfel, ein Beteiligungsprojekt im Rahmen der Umwelthauptstadt 2011, findet vom 9. bis zum 11. September in Hamburg statt. Mit dem Motto „Wir machen Stadt“ präsentiert die Naturschutzjugend das Wochenende für Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren. Bei dem Projekt von Jugendlichen für Jugendliche kann sich jeder auf seine Weise beteiligen.

Jugendumweltgipfel 2011

Es ist ein umfangreiches Programm geplant, welches den Teilnehmern eine Einführung in die verschiedensten Bereiche der Umwelt geben und sie dabei auch bestmöglich mit einbeziehen soll. Dazu gehören Speedvorträge von 15 Minuten Länge und Workshops, bei denen mit den Experten Nico Paech von der Universität Oldenburg und Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie diskutiert werden kann. Folgende Themen stehen bei den Vorträgen und Workshops im Vordergrund: Mobilität, Ressourcenschutz, Stadtentwicklung und Wohnen, Konsum und Wirtschaften, Natur und Stadtgrün und Klimaschutz und Energie.

Markt der Möglichkeiten

Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ werden Projekte zum gesamten Themenkomplex „Umwelt“ vorgestellt, die den Besuchern des Gipfels Inspiration zu möglichen eigenen Projekten geben soll. Auch für Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten im „Grünen Bereich“ stehen Unternehmen und Hochschulen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Ergänzt wird das Programm durch Sportangebote, Kurzfilme, Bandauftritte, z.B. von Aerodice und Juressic Blues, das Planspiel „Energiemix der Zukunft“ und die Exkursion „Urban Gardening“. Es gibt also auch Zeit, mal abzuschalten und Kontakte zu schließen.

„Umweltfreundlichkeit“ ist das Leitmotiv des Wochenendes - auch die Verpflegung besteht aus Bio-Essen vom Allerfeinsten. Der Müll wird natürlich auch getrennt.

Wer an diesem Wochenende zum „Grünen Männchen“ werden will, kann sein Zelt mitbringen und auf dem Gelände übernachten.

Interview mit Projektleiterin Caren Herbstritt

Caren Herbstritt

Kann man sich auch als Nicht-Umwelt-Experte am Jugendumweltgipfel beteiligen?

Ja, wir wollen allen Jugendlichen die Möglichkeit geben, durch Speedvorträge einen leichten Einstieg in die verschiedenen Umwelt-Themen zu finden. Die Vorträge werden in Zelten gehalten und sind jeweils nur 15 Minuten lang. Man kann einfach von Vortrag zu Vortrag gehen, um sich erstmal einen Überblick zu verschaffen. Danach überlegt man sich, welches Thema einen besonders interessiert und nimmt dann am nächsten Tag am entsprechenden Workshop teil.

Kann man als Teilnehmer durch Vorschläge und Ideen auch etwas bewegen?

Am Sonntag gibt’s eine Podiumsdiskussion zusammen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft, und da werden sowohl die Ergebnisse der Workshops als auch die Ideen der Jugendlichen diskutiert. Außerdem gibt es auch noch ein Politikforum, wo man mit den umweltpolitischen Sprechern der Bürgerschaftsfraktion Hamburg sprechen und auch sagen kann: „Hey, so stell ich mir das vor, ich will das gerne so in meiner Zukunft haben!“ Außerdem gibt es eine Projektwerkstatt, in der die Ideen in neue Projekte gegossen werden. So kann man auch langfristig aktiv werden. Die Frage unter der wir arbeiten ist: „Wie sieht die Stadt aus, in der du leben willst?“ Und uns geht’s darum, dass junge Erwachsene eine Meinung haben und auch Position beziehen.

Eine Veranstaltung, die wirklich mit einbezieht?

Ja, alle Workshops, die wir machen, sind keine langweiligen Vorträge, bei denen jemand vorne steht und erzählt, sondern Runden, bei denen sich die Jugendlichen beteiligen können. Beim Planspiel „Energiemix 2050“ handeln die Teilnehmer als Verbraucherlobby, Windkraft-,  Biogasanlagen- und Kohlekraftwerksbetreiber sowie Umweltschützer einen umwelt- und klimafreundlichen Energiemix für das Jahr 2050 aus. Es gibt u.a. eine Fotosafari zwischen Gras und Asphalt und einen Design-Workshop, wo jeder seine klimafreundliche Recycling-Mode selbst entwirft.

Werden Projekte angesprochen, die konkret in Zukunft realisiert werden oder sogar schon realisiert wurden?

Dieser Jugendumweltgipfel ist sozusagen das Sahnehäubchen des gesamten Projekts „Jugendumweltgipfel - Wir machen Stadt“. Seit Anfang des Jahres haben wir Jugendeinrichtungen, Jugendverbände und Schulen eingeladen, Ideen für Umweltprojekte zu entwickeln. Die insgesamt 15 Projekte haben wir finanziell und auch inhaltlich unterstützt. Alle Projektideen werden sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vorstellen, sodass jeder einen Eindruck davon bekommt, wie man sein ganz eigenes Projekt angehen kann.

Was ist das Ziel des Wochenendes?

Wir wollen möglichst viele junge Erwachsene dafür begeistern, sich mit Umwelt zu beschäftigen. Das kann in den verschiedensten Formen passieren. Selbst jemand, der eher technik- oder computeraffin ist, kann z.B. eine Website für ein Umweltschutzprojekt machen. Das heißt: Jeder hat eigentlich Fähigkeiten, die er einbringen kann, auch wenn es vielleicht im ersten Moment nicht ganz offensichtlich ist. Deshalb gibt es viele Möglichkeiten, an dem Wochenende aktiv zu werden und seine Meinung mit in den Ring zu werfen.


Der Jugendumweltgipfel findet vom 9. bis 11. September 2011 im Hamburger Stadtparkbad statt. Teilnehmen können alle Interessierte im Alter von 16 bis 25 Jahre. Weitere Infos und Anmeldung unter: www.jug2011.de. Anmeldeschluss ist der 4. September. Die Teilnahme ist kostenfrei.


Verwandte Artikel im Forum

Klimaschutz: Ihr fragt, Experten antworten
administrator|
Idee zum Klimaschutz
Nahabas Colmin|
Warum noch CO2 sparen?
MartinKpunkt.|
Strompreisschock
mucinunicum|

UNICUM Newsletter

Hier die UNICUM Newsletter bestellen ! (Link)