Plagiats-Fall Schavan: Die Weichen sind gestellt
Plagiats-Vorwürfe bestätigen sich

- Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) | Foto: Getty Images
Nun ist es amtlich: Die Promotionskommission der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sieht den Plagiatsverdacht gegen Schavan bestätigt. Der Fakultätsrat wird die endgültige Entscheidung treffen.
Eine Entscheidung rückt näher
Die neuesten Entwicklungen im Fall Schavan bedeuten nichts Gutes für die Bildungsministerin. Aufgrund der Empfehlung der Kommission wird der Dekan der Fakultät Prof. Dr. Bruno Bleckmannam am 22. Januar 2013 die ausschlaggebende Frage in der ordentlichen Sitzung des Fakultätsrates vorbringen: Ob die Anschuldigungen gegenüber Prof. Dr. Annette Schavan "als schwerwiegend genug betrachtet werden können, um das Verfahren zur Aberkennung des Doktortitels zu eröffnen.", lautet es in der offiziellen Pressemitteilung der HHU vom 18. Dezember 2012. Der Sachverhalt wird allerdings im nicht öffentlichen Teil der Sitzung behandelt. Dies mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass im Oktober 2012 Teile eines internen Gutachtens, erstellt von dem Vorsitzenden der Promotionskommission Stephan Rohrbacher, unerlaubt an die Öffentlichkeit gerieten. Daraufhin ließ Schavan über ihre Anwälte die weitere Herausgabe von Informationen verbieten.
Im Fakultätsrat wird es im Januar 2013 darum gehen zu klären, inwieweit Schavan in ihrer Doktorarbeit bewusst getäuscht und fremde Zitate als ihre eigenen ausgegeben hat. Wenn sich dieser Verdacht weiter erhärten sollte, hieße dies im Ernstfall, dass Annette Schavan der Doktortitel aberkannt wird. Welche Auswirkungen der Verlust des Titels auf ihr Amt hat, wird sich dann zeigen.
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