Plagiats-Vorwürfe: Schavan unter Druck
Gutachter erkennt Anzeichen von Täuschungsabsicht

- Foto: Getty Images
Es kommt Bewegung in die Causa Schavan: Wie Spiegel und Süddeutsche berichten, spricht ein Gutachter der zuständigen Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf von einer "plagiierenden Vorgehensweise" bei der Doktorarbeit der Bundesministerin.
Jetzt wird's langsam ernst für Annette Schavan. Wenn es sich bewahrheitet, was an Aussagen des Doktorarbeit-Gutachters Stefan Rohrbacher über Spiegel und Süddeutsche durchgesickert ist, dann steht auch von Seiten der Heinrich-Heine-Universität, an der Schavan ihren Doktortitel erwarb, ein Plagiatsverdacht im Raum.
Die Bundesministerin hatte sich zu den bereits im Frühjahr diesen Jahres auf der Basis der Analyse des SchavanPlag-Wikis erhobenen Vorwürfen nie tiefer gehend geäußert. Sinngemäß stellte es die Honorarprofessorin für katholische Theologie als abwegig dar, mit Guttenberg und den anderen seitdem des Doktortitels verlustig gegangenen Akademikern verglichen zu werden und verwies stets auf das Verfahren der Universität, welches allein maßgeblich sei.
Nun zeichnet sich ab, dass dieses Verfahren eher zu Schavans Ungunsten ausgehen könnte. Die Ministerin wieß in Kenntnis der neuen Entwicklungen gegenüber der DPA erneut den Vorwurf der Täuschungsabsicht zurück und räumte allerhöchstens Bagatellfehler ein.
Das Stück "Dr. Schavan" ist - entgegen den Wünschen der Protagonistin - weder in aller Stille abgesetzt noch zu Ende geschrieben und inszeniert. Eine dramatische Klimax steht nun ganz sicher bevor. Der Düsseldorfer Promotionsausschuss unter Vorsitz von Prof. Rohrbacher soll in dieser Woche tagen.
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