Schottischer Student stürmt die Gipfel dieser Welt - Teil 1
Mount Everest ist der krönende Abschluss nach zahlreichen Torturen

- Foto: Geordie Stewart (rechts) © DMAX/ Discovery
Siebenmal hoch hinaus: Student Geordie Stewart (23) kletterte auf die höchsten Berge der Welt und bezwang 2011 die „Seven Summits“. UNICUM sprach exklusiv mit dem toughen Schotten über Gipfel, Gefahren und Glücksbringer.
Die höchsten Berge der Welt, verteilt auf sieben Kontinente. Wie bist du auf die ehrgeizige Idee gekommen, alle zu besteigen?
Mit 17 las ich Bear Grylls' (britischer Abenteurer und TV-Star, Anm. der Red.) Buch "Facing Up". Nach ein wenig Recherche entdeckte ich die "Seven Summits", die mir reizvolle Herausforderungen boten. Es war eine tolle Art, die Welt und verschiedene Kulturen zu entdecken, eine super Möglichkeit, mich beim Klettern körperlich auszutesten und jede Menge Menschen kennenzulernen.
Wie hast du dein Studium und das Klettern unter einen Hut bekommen?
Ich hatte die ersten drei Berge schon geklettert, bevor ich an die Uni St Andrews gegangen bin. Erst nach meinem ersten Jahr dort, habe ich im Sommer meinen nächsten Aufstieg in Alaska gemacht. Für die beiden Everest-Expeditionen musste ich mir zwei Jahre freinehmen.
Du wolltest den Mount Everest bereits 2010 besteigen. Warum musstest du damals aufgeben?
Ich bin etwa 120 Meter vom Gipfel entfernt umgekehrt, weil einige aus dem Team sehr krank waren. Einer von ihnen sprach mit seinem Rucksack wie mit einem Menschen und einem ist der Sauerstoff ausgegangen. Diese Verzögerungen haben viel Zeit gekostet. Es hätte letztlich bedeutet, dass ich allein hätte weitergehen müssen. Das war einfach nicht sicher genug.
Peace for the journey
Aber so war der höchste Berg der Erde 2011 dein krönender Abschluss der "Seven Summits". Wie hast du dich gefühlt, als du auf dem Gipfel des Mount Everest standest?
Wir waren etwa sieben Wochen auf dem Berg, bevor ich am 26. Mai auf dem Gipfel angekommen bin. Da kamen verschiedene Emotionen auf einmal zusammen. Erfüllung, Freude und Aufregung, weil ich es tatsächlich durchgezogen hatte. Mein Teamführer ist zehn Minuten nach mir angekommen. Mit seinem Mobiltelefon habe ich voller Hoffnung die Nummer von zu Hause gewählt und mit meinen Eltern gesprochen. Was für mich großartig war, denn sie waren ein wichtiger Teil in dem ganzen Prozess.
Was mich interessieren würde - was hattest du in deinem Rucksack?
Natürlich hatte ich eine kleine Flagge, einen Union Jack, dabei. Dazu eine Menge "Energy-Gel" (Nahrungsergänzung für Sportler, Anm. der Red.), ein Taschenmesser, einen kleinen Teddybären, der auf allen meinen Expeditionen war und den ich am Gipfel gelassen habe und ein kleines Zippo-Feuerzeug, das mir ein Freund geschenkt hat. Kennst du den Film "Cool Runnings"?
Ja - ein paar Jungs ...
... die Bob fahren, genau. Daraus gibt es ein Zitat, das heißt "Peace for the journey". Also haben sie das auf dem Zippo eingraviert. So hat man ein paar Dinge mit, die für die Tour vielleicht nicht besonders nützlich sind, aber die dich an zu Hause erinnern und zum Lächeln bringen.
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