UNICUM Foto-Schule: Bilder retten und archivieren - Teil 2
Barbara Wollny von HP und Martin Brödl von posterXXL wissen Rat!

- Foto: Thinkstock/Wavebreak Media
Der Sommer ist vorbei, die Bilder sind gemacht. UNICUM hat sich Tipps bei Foto-Experten geholt, wie ihr nachträglich mehr aus euren Urlaubsbildern herausholen könnt.
1. WAS SIND DIE HÄUFIGSTEN FEHLER BEI DER GESTALTUNG EINES FOTOBUCHS?

- Foto: Thinkstock
"Oft wird versucht, zu viel Information in ein Buch zu packen. Der komplette Urlaub, inklusive aller Details und umfangreichen Beschreibungen soll in einem Buch präsentiert werden. Dass dieses Unterfangen nicht an einem Abend zu bewerkstelligen ist, schockt zunächst viele.
Hierzu zwei Tipps: 1. Bilder auswählen. Nicht jedes Foto muss gedruckt werden. Pro Ausflugsziel zwei bis drei Bilder reichen. 2. Nicht jedes Foto muss kommentiert werden. Bilder sagen nun mal mehr als tausend Worte, daher reicht meist eine simple Ortsangabe oder ein Datum. So wird das Mammutprojekt wieder überschaubar. Mit einfachen Funktionen wie 'Auto Füllen' sind die Bilder auch schnell positioniert, und das Bestellen des Fotobuches wird nicht zur Wissenschaft."
2. Wie sollte ein Fotobuch gestaltet sein?
"Die Abwechslung macht das Fotobuch spannend. Mal ein Bild über eine Doppelseite gedruckt, mal 8 kleine Bildchen auf einer Seite zusammengefasst. Das führt das Auge des Betrachters und ermöglicht es, eine Geschichte zu erzählen. Nicht zu viel Text, das lenkt meist nur von den Bildern ab.
Und: Nur ein Thema pro Fotobuch. Ein Urlaub eignet sich hervorragend. Oder ein ganzes Jahr in Bildern. Oder ein bestimmter Lebensabschnitt. Es muss jedoch immer sofort erkennbar sein, was die Bilder im Fotobuch verbindet."
3. WELCHE ANFORDERUNGEN MUSS EIN FOTO ERFÜLLEN, DAMIT ICH ES BEISPIELSWEISE AUF EINE LEINWAND DRUCKEN KANN?

- Foto: Thinkstock
"Im Idealfall ist das Bild hochauflösend. Je mehr Megapixel, umso besser. Dies gilt allerdings immer nur für das aufgenommene Bild. Ein Foto künstlich, zum Beispiel mit Photoshop, zu vergrößern, verbessert nicht die ursprüngliche Aufnahme. Dann sollte der Farb- und Kontrastumfang ausgewogen sein. Zu viele schwarze oder weiße Bildbereiche stören meist.
Es sollte genügend Schärfe im Bild sein, um auch im großen Format genügend Details zu sehen. Zu viel Rauschen ist schlecht, daher sollte auf rauscharmes Bildmaterial zurückgegriffen werden. Und zu guter Letzt sollte einem das Bild natürlich gefallen, so dass man lange Freude daran hat."
4. Welche Fotos eigenen sich besonders gut als Bild für die eigenen vier Wände?
"Das ist stark abhängig vom Geschmack der darin wohnenden Personen. Alles ist möglich, Geschmack liegt im Auge des Betrachters. Ob es das grandiose Alpenpanorama der letzten Skitour oder eine detaillierte Makroaufnahme ist, gedruckt werden kann alles. Die Wahl des Materials gibt dem Druck dann den letzten Schliff. Fotos mit Strand oder Wasser sehen hinter Acryl-Glas super aus. Künstlerische Konzeptarbeiten auf Leinwand, und Pop-Art passt perfekt auf die Forex-Platte.
Aber auch hier gilt wieder: Auch ungewöhnliche Kombinationen machen das Besondere aus. Letztendlich liegt die Materialwahl immer im Auge des Betrachters, ob es zum Beispiel eher organisch (Leinwand) oder metallisch (Alu-Dibond) sein soll."
Martin Brödl, freiberuflicher Fotodesigner und Senior Marketing Manager für die posterXXL AG
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