Zahnmedizinstudenten helfen in Myanmar

von Gloria Wilhelm
Studenten in Myanmar

Bereits zum dritten Mal konnten in diesem Herbst vier Studenten in Myanmar helfen. Sie waren in Asien, um Kindern in Schulen und Waisenhäusern das Zähneputzen beizubringen.

"Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, selbst in den ärmsten Regionen von Myanmar", berichtet Oskar Bunz von seiner Reise. Er war neben Franziska Schaupp, Karen Kemna und Lea Krueger-Janson im ehemaligen Burma. Dort haben die vier auf ehrenamtlicher Basis Kindern das Zähneputzen beigebracht. Es war bereits das dritte Studierenden-Team der Universität Witten/Herdecke, das in dem wenig entwickelten Land zwischen Indien, China und Thailand geholfen hat, eine moderne Versorgung aufzubauen. 

Insgesamt einen Monat waren die vier Studenten unterwegs in Schulen und Waisenhäusern. Mit einer mobilen Zahnarzt-Behandlungs-Einheit konnten sie über 100 Patienten behandeln.  "Unser Projekt bestand aus zwei Teilen. Zum einen haben wir den Kindern erklärt, wie man eine Zahnbürste richtig benutzt und was bei der Ernährung zu beachten ist. Der zweite Teil bestand darin, dass wir die Kinder mit einheimischen Ärzten zusammen behandeln wollten. Leider gab es ein Problem mit unseren Arbeitsgenehmigungen, weshalb wir uns auf die Prophylaxe konzentriert haben. Die Kinder wurden dann nur von den einheimischen Ärzten behandelt", erzählt Bunz.

Studenten am Flughafen

"Wir wurden sehr geschätzt"

Über 1700 Kindern konnten sie zeigen, wie das mit der Mundhygiene funktioniert. Oftmals hat aber das ganze Dorf zugeguckt, wenn die vier Deutschen ihr Zahnputz-Krokodil rausgeholt haben. "Die Kinder, aber auch die Erwachsenen waren begeistert", erinnert sich Bunz. Finanziert wurde die ganze Aktion und auch die vielen Zahnbürsten, die sie verschenkt haben durch Spenden. Die Studenten selbst mussten nur einen kleinen Eigenanteil zahlen. 

Georg Kirchner und Constanze Sauer haben das Projekt, als Reaktion auf die Sturmkatastrophe im Jahr 2008, ins Leben gerufen. "Unser Ziel ist es, dass jedes Jahr ein Team von zwei bis fünf Studenten nach Myamar fährt, um die Kinder dort zu unterstützen." Kirchner und Sauer waren die ersten, die im Zuge dieses Projektes nach Asien gefahren sind. Mittlerweile sind die beiden selbst Assistenzzahnärzte in Berlin. Georg Kirchner hat eine einfache Erklärung für seine Motivation für das Projekt: "Wir wollen den Kindern helfen und langfristig etwas bewirken".

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