UNICUM Kinotipp: Frisch gepresst

Doctor’s Diary-Star Diana Amft in einer erwachsenen Komödie mit Tiefgang

von Ann-Christin von Kieter
Diana Amft in "Frisch gepresst" | Foto: Walt Disney Pictures

Wenn eine Kinderhasserin plötzlich schwanger wird, bietet das jede Menge Zündstoff für eine spritzige Komödie. Ab dem 23. August erlebt ihr Diana Amft im Hormonchaos – und zwar auf der Kinoleinwand. 

Windeln wechseln und Tränen trocken? Für Dessous-Designerin Andrea Schnidt (Diana Amft) ein Ding der Unmöglichkeit. Schließlich hat sie schon genug eigene Sorgen. Um ihre kleine Boutique kreist der Pleitegeier und ihre nervige Mutter quält sie regelmäßig mit Vorträgen über ihre Single-Status und das Ticken der biologischen Uhr.

Um sich ein bisschen abzulenken, lässt sie sich auf ein Date mit ihrer Jugendliebe, dem machohaften Schnösel Gregor (Alexander Beyer), ein. Doch der Abend im VIP-Bereich eines Boxkampfs endet im Desaster. Andrea blamiert sich bis auf die Knochen – und zwar vor laufender Kamera. 

Hierbei kommt Diana Amfts besonderes Talent für Fettnäpfchen-Komik natürlich voll zur Geltung. Statt sofort die Flucht zu ergreifen, macht Andrea einem Umweg über die Aftershow-Party. Ein folgenschwerer Fehler, denn am nächsten Morgen wacht sie nackt in Gregors Bett auf. Eine Situation, die sie – nicht nur wegen ihres Bauch-weg-Höschens – auf jeden Fall vermeiden wollte.

Erst gelingt es ihr, die Sache schnell zu verdrängen. Die Beziehung zu dem bodenständigen Chris (Tom Wlaschiha) hilft ihr dabei. Doch als sie feststellt, dass sie schwanger ist, fällt Andrea plötzlich die unbenutzte Packung Kondome auf Gregors Nachttisch wieder ein …

Kein Teenie-, aber auch kein "Hausfrauen"-Film

Von einem Missgeschick ins nächste, dazu jede Menge freche Konter und am Ende ein Filmriss – Frisch gepresst beginnt wie eine typische Diana-Amft-Komödie. Doch mit Andreas Entwicklung wird auch der Film immer erwachsener. 

Da sich Andrea entschließt, das Kind zu behalten, rücken eben ganz andere Probleme in den Vordergrund und das Ganze bekommt mehr Tiefgang. Kein Wunder, die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der Frauenroman-Autorin Susanne Fröhlich. Was aber nicht bedeutet, dass es langweilig wird für alle, die mit dem Thema "Schwangerschaft und Kinderkriegen" (noch) nichts am Hut haben. 

Auch wenn der Humor etwas reifer wird, gibt’s trotzdem noch witzige Dialoge und Sprüche à la "Spermien light – machen schwanger, aber nicht dick, oder wie?". Und im Zweifel sorgt eben Oliver Pocher als "Scheibenwischerpunk" für Unterhaltung. 


 

Frisch gepresst 

Komödie, Deutschland 2012

Regie: Christine Hartmann

Produktion: Ziegler Cinema und Buena Vista International Film Production

Darsteller u.a.: Diana Amft, Tom Wlaschiha, Alexander Beyer

Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Kinostart: 23. August 2012

www.frischgepresst-derfilm.de


"Mit 18 geheiratet, dann geschieden und um eine Erfahrung reifer. Das kann man gar nicht vergleichen mit einer erwachsenen Entscheidung." – Lest das ganze Interview mit Diana Amft auf UNICUM.de

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