UNICUM schaut: Amador und Marcelas Rosen

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von Julia Berlekamp
Amador und Marcelas Rosen
Foto: public insight

Die Rosenverkäuferin Marcela lebt mit ihrem Freund in Madrid. Alles läuft drüber und drunter und stellt sie vor einige Konflikte, die sie bewältigen muss. Fernando León de Aranoa stellt sich in seinem Film dem größten Konflikt, den viele aus ihrem eigenen Leben kennen: dem der Notwendigkeit und der Moral.

 

Eine schwierige Wahl

Marcela (Magaly Solier) und Nelson (Pietro Sibille) fehlt an allen Ecken und Enden das Geld zum Leben. Und ausgerechnet jetzt ist Marcela auch noch schwanger, wovon ihr Freund allerdings nichts weiß. Er denkt hauptsächlich an sein Blumengeschäft und braucht Geld, um es aufrecht zu erhalten. Marcela bleibt nichts anderes übrig, als einen zweiten Job anzunehmen.

Sie pflegt über den Sommer einen alten Herrn – Amador (Celso Bugallo). Diese Begegnung verändert Marcelas Leben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die beiden an und teilen einige Geheimnisse miteinander. Ein Schicksalsschlag stellt jedoch alles auf den Kopf und stellt Marcela vor eine schwierige Wahl: Notwendigkeit oder Moral …

Eine Mischung aus allem!

Wer kennt nicht den berühmten Spruch: "Die Mischung macht's" und hier stimmt es wirklich! Egal ob Verzweiflung, Trauer, Humor, Angst oder Liebe. Der spanische Regisseur Fernando León de Aranoa packt alles in diesen Film – und das wirklich gekonnt. Die Verzweiflung nicht zu wissen, was man tun soll, gepaart mit einem moralisch verwerflichem Handeln und das Ganze in einen Mantel von schwarzem Humor und einem Hauch Dramatik gepackt, macht den Film zu etwas Besonderem.

Aranoa versteht es mit Themen visuell und interpretativ zu spielen. Marcelas Leben scheint ein einziges großes Puzzle zu sein, das unbedingt zusammengesetzt werden muss. Es ist Schicksal, dass sie Amador trifft und er Marcela den Anstoß gibt, ihr Leben neu zu ordnen. Er setzt sozusagen die ersten Puzzleteile, was er im Film auch wirklich tut. Marcela ist diejenige, die weiterpuzzelt und so an ihrem Leben arbeitet.

Amador und Marcelas Rosen ist ein außergewöhnliches Werk, das etwas Abwechslung in die Filmindustrie bringt - keine übertriebene Liebesgeschichte, kein Mord und kein alberner Humor. Einfach ein Film, bei dem es sich lohnt, einen Blick zu riskieren. Amador und Marcelas Rosen ist nicht Aronas erstes Werk. Mit "Montags in der Sonne" und "Princesas" hat er in Spanien schon zwei Volltreffer gelandet und einige Exemplare des spanischen Filmpreises Goya abgeräumt. Vielleicht kommen für Amador und Marcelas Rosen ja noch welche dazu.


Amador und Marcelas Rosen

Amador und Marcelas Rosen

Drama, Spanien 2012

Regie: Fernando León de Aranoa (Morgens in der Sonne / Princesas)

Darsteller u.a.: Magaly Solier, Celso Bugallo, Pietro Sibille

Verleih: Alamode Film

VÖ: 12. Oktober 2012

www.amadorundmarcelasrosen.de


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