UNICUM schaut: Bad Sitter

Die irrwitzige Komödie ist ab dem 12. Oktober auf Blu-ray und DVD erhältlich

von Barbara Kotzulla
Szene aus "Bad Sitter" | Foto: 20th Century Fox Home Entertainment

Der Regisseur von "Ananas Express" trifft den Hauptdarsteller aus "Superbad" und "Männertrip" – das Ergebnis ist eine Komodie mit schrägem Humor und versöhnlichem Ende. Jonah Hill spielt in Bad Sitter einmal mehr seine Paraderolle und gibt den mutigen Verlierer mit Herz.

Skurriler Roadtrip mit Babysitter

So unterschiedlich kann die Auffassung sein: In den USA, dem Heimatland der Prüderie, erhielt Bad Sitter ein so genanntes R-Rating. Das heißt: Jugendliche unter 17 Jahren dürfen die Komödie nur in Begleitung eines Elternteils oder Erwachsenen sehen. In Deutschland ist der Film ab 12 Jahren freigegeben – und das zu Recht.

Bad Sitter fährt durchaus einiges an schrägem Witz und abgefahrenen Humor auf, die Botschaft ist dabei aber fast schon moralisch: Steh zu dem, wer und was du bist. Verschwende deine Liebe nicht an Menschen, die es nicht wert sind. Wer seinen Hintern hoch bekommt, wird belohnt. 

Darum geht's: Versager Noah Griffith (Jonah Hill) wohnt noch bei Mama und bekommt sein Leben einfach nicht in den Griff. Auch in der Liebe läuft es mehr als mies, denn Marisa nutzt ihren "Freund" einfach schamlos aus. Um seiner Mutter einen Gefallen zu tun, erklärt sich Noah bereit, einen Abend auf die Nachbarskinder aufzupassen. Doch schon beim Kennenlernen wird dem ehemaligen Studenten klar, dass dies keine so gute Idee war. Slater (Max Records) ist ein spießiger Junge mit Vorliebe für Männerturnen, die kleine Schwester Blithe (Landry Bender) wäre gerne schon erwachsen und trägt deswegen auffälliges Make-up wie Tütüs und Adoptivbruder Rodrigo (Kevin Hernandez) sprengt an liebsten Dinge in die Luft. Zu allem Überfluss ruft dann noch Marisa an und bittet, ihr Kokain für eine Party zu besorgen. Damit fangen Noahs Probleme erst richtig an ...

Ein psychopathischer Drogendealer, ein Juwelendiebstahl, eine Schlägerei in einer Ghetto-Bar (u.a. mit Wu-Tang Clan-Rapper Method Man in einer Nebenrolle): Regisseur David Gordon Green schickt seine Darsteller in Bad Sitter auf eine irrsinnige Fahrt durch die Nacht. Die Geschichte wimmelt nur so vor skurrilen Figuren und Situationen. Bei der Humor-Frequenz schafft nicht jeder Witz die Zündung. Und so manch ein Gag ist einen Fingerbreit zu weit unter der Gürtellinie.

Dass Bad Sitter so sympathisch bleibt, liegt vor allem an Jonah Hill. Der Typus des netten Verlierers, der über sich hinauswächst, ist dem Schauspieler ins Blut gewandert. Souverän gleitet er durch alle Abstrusitäten. Man kauft ihm ab, dass seine Figur  es schafft, die Kinder immer mehr und mehr für ihren Babysitter zu begeistern.

Bad Sitter schafft es zwar nicht an die "großen" US-Komödien von Regisseur und Produzent Judd Apatow ("Beim ersten Mal", "Jungfrau (40), männlich, sucht", "Superbad", "Brautalarm") heranzukommen – dafür ist die Komödie dann doch ein wenig zu brav. Aber für einen DVD-Abend mit Freunden eignet sich Bad Sitter perfekt, schließlich werden sich alle einig sein: Babysitten ist kein einfacher Job.


Bad Sitter

Komödie, USA 2011

Regie: David Gordon Green

Darsteller u.a.: Jonah Hill, Sam Rockwell, Method Man

Verleih: 20th Century Fox Home Entertainment

VÖ.: 12. Oktober 2012

www.facebook.com/BadSitter

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