UNICUM schaut: Lockout

Die von Luc Besson produzierte SciFi-Action startet am 05. Oktober auf DVD & Blu-ray

von Barbara Kotzulla
Guy Pearce in "Lockout" | Foto: Universum Film

Markige Sprüche, jede Menge Knalleffekte und eine Blondine, die aus den Fängen der Bösewichte befreit werden muss: Lockout katapultiert das Schema F aller Actionfilme ins Weltall. "Memento"-Darsteller Guy Pearce gibt in der Rolle des raubeinigen Ex-Cops auf gefährlicher Mission zwar sein Bestes , dennoch kann die europäische Produktion nicht ganz überzeugen.

Gefangen im Weltall

In der Zukunft, genauer im Jahr 2079, haben die USA eine perfide wie wirkungsvolle Methode entwickelt, um gegen die überfüllten Gefängnisse anzugehen. 50 Meilen von der Erde entfernt schwebt im Weltall mit MS One das ausbruchssicherste Gefängnis der Welt, 500 Insassen wurden in einen künstlichen Schlaf, die so genannten "Stase", versetzt und lagern nun dort buchstäblich bis zur ihrer Freilassung.

Emilie Warnock (Maggie Grace), ihres Zeichens einzige Tochter des US-Präsidenten und MS One-Kritikerin, stattet der Raumstation einen Besuch an. Als sie einen der Gefangenen aufwecken lässt, um ihn über die Nebenwirkungen der Stase zu befragen, kommt es zum Eklat. Dem durchgeknallten Hydell (Joseph Gilgun) gelingt es, an eine Waffe zu kommen und die anderen Insassen zu befreien.

In Angst um seine Tochter bittet der Präsident nun den Geheimdienst um Hilfe, der Undercover-Agent Snow (Guy Pearce) auf das Himmelfahrtskommando schickt. Snow, Opfer eines Komplotts und selbst zu 30 Jahren auf der MS One verurteilt, nimmt die gefährliche Mission zunächst widerwillig an, doch dann erfährt er, dass sich der Beweis für seine Unschuld in dem Space-Gefängnis befindet ...

Gute Momente, schlechte Momente

Lockout, vom Franzosen Luc Besson ("Leon – Der Profi") produziert und von den irischen Regisseuren James Mather und Stephen St. Leger inszeniert, hat durchaus seine guten Momente. Zum Bespiel immer dann, wenn Guy Pearce als Snow wieder mal einen knackigen Spruch raushaut oder sich muskelgestählt mit den Verbrechern anlegt.

Lockout hat aber leider auch viele schlechte Momente. Dann zum Beispiel, wenn die Computeranimationen wirken, als wären sie aus einem schlechten Computerspiel geklaut. Oder, wenn die Story ohne Sinn und Verstand davongaloppiert, um schlichtweg ziemlich plump Platz für mehr Action zu machen. Viele Logikfehler trüben den Spaß an Lockout: Warum gibt es im Jahr 2079 etwa ein Weltraum-Gefängnis, aber darin kein kugelsicheres Glas?

Lockout ist ganz offenichtlich nicht für die großen Denker unter den Actionfilm-Liebhabern konzipiert. Wer aber auf die guten alten Helden der 80er-Jahre-Kracher steht, die mit allerlei Geschossen in der Hand und knarzigen Sprüchen auf den Lippe nicht nur die Welt, sondern auch die Blondine retten, kann bei Lockout eigentlich nichts falsch machen.


Lockout

Science Fiction/Action, Frankreich 2011 

Regie: James Mather, Stephen St. Leger

Darsteller u.a.: Guy Pearce, Maggie Grace, Peter Stormare, Joseph Gilgun, Vincent Regan

Verleih: Universum Film

VÖ: 05. Oktober 2012

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