Sind Männer wirklich die besseren Autofahrer?

Haberger hakt nach /  David De Lossy/Thinkstock
Foto: David De Lossy/Thinkstock

Denise Haberger geht für UNICUM den Rätseln des Alltags nach. Diesmal wollte sie von Professor Rüdiger Trimpop, Verkehrspsychologe an der Uni Jena, wissen: Sind Männern wirklich die besseren Autofahrer?

Testosteronbedingt gehen Männer von Natur aus höhere Risiken ein als Frauen. Sie überschreiten Grenzen viel häufi ger und sind stark wettbewerbsorientiert. Diese unterschiedliche Risikobereitschaft drückt sich natürlich auch in der Wahl der Fahrzeuge und im Fahrstil aus. Dadurch, dass Männer erheblich mehr fahren und erheblich mehr ausprobieren, ein kleines ‚Anticken‘ beim Einparken durchaus akzeptieren und auch noch eine bessere räumlich-kognitive Verarbeitung haben, sind sie im Fahrzeughandling eindeutig den Frauen derzeit überlegen. Frauen, die genauso viel fahren wie Männer, riskieren in Normalsituationen immer noch weniger. Sie sind in Grenzsituation (Schleudern, Ausbrechen, unbefestigte Straße) weniger erfahren und damit auch weniger kompetent. Betrachtet man ‚besser‘ als unfallvermeidendes, vorausschauendes, ökologisches Fahren, sind dieselben Attribute für die Frauen ein Vorteil. Weniger Wettbewerb heißt weniger Benzinverbrauch. Weniger Risikobereitschaft heißt vorsichtigeres Fahren. Also sind Frauen, so zeigen es auch alle Daten, weniger häufig in Unfälle mit Personenschaden verwickelt als Männer.

Professor Rüdiger Trimpop

 

 

 

 

Professor Rüdiger Trimpop
Verkehrspsychologe an der Uni Jena

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