Warum haben wir nach dem Schwimmen oft Hunger?

Schwimmen
Foto: Zoonar, Thinkstock

Denise Haberger geht für UNICUM den Rätseln des Alltags nach. Diesmal fragt sie den Professor für Sportwissenschaften Sven Fikenzer: Warum haben wir nach dem Schwimmen oft Hunger?

Dass man nach dem Schwimmen meist ein Hungergefühl verspürt, liegt im Wesentlichen an drei Dingen: Erstens haben wir durch den Sport allein schon einen deutlich höheren Energieverbrauch. Mitverantwortlich ist zweitens auch der Wärmeverlust, den wir im Wasser erleben. Um unsere Kerntemperatur zu halten, muss unser Körper viel Wärme produzieren, auch das verbraucht reichlich Energie. Der dritte Grund ist unser Hormonhaushalt, der im kalten Wasser durcheinandergebracht wird. Die beiden Hormone Leptin und Ghrelin, die unter anderem dafür zuständig sind, unser Hunger- und Sättigungsgefühl zu steuern, kommen aus dem Gleichgewicht. Das für das Sättigungsgefühl zuständige Hormon Leptin wird heruntergeregelt, das appetitanregende Hormon Ghrelin hingegen verstärkt. Deshalb haben wir Hunger, wenn wir eine Zeit lang in kaltem Wasser verbracht haben. Im warmen Wasser taucht dieser Effekt deutlich weniger auf.

Sven Fikenzer [Foto: Privat]

 

 

 


Professor
Sven Fikenzer
Sportwissenschaftler an der Deutschen Hochschule für Prävention und  Gesundheitsmanagement

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