Warum hört man in einer lauten Geräuschkulisse manche Wörter, wie den eigenen Namen, so leicht heraus?

Haberger hakt nach/ Jupiterimages/Thinkstock
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Denise Haberger geht für UNICUM den Rätseln des Alltags nach. Diesmal wollte sie von Professor Rainer Guski, Umweltpsychologe an der Ruhr-Uni Bochum, wissen: Warum hört man in einer lauten Geräuschkulisse manche Wörter, wie den eigenen Namen, so leicht heraus?

Unsere Aufmerksamkeit arbeitet selektiv. Unsere Ohren etwa sind zwar 24 Stunden geöffnet, aber das Nervensystem dahinter wählt akustische Information hinsichtlich ihrer Bedeutung aus. Wir können einer bestimmten Musik oder Stimme folgen und dabei andere Geräusche ausblenden, aber wenn hinter uns ein Wort fällt, das für uns hohe Bedeutung hat, wird unsere Aufmerksamkeit durch die inhaltliche Bedeutung erregt, und wir schalten gewissermaßen um. Dieses Phänomen wird auch in der wissenschaftlichen Literatur „Cocktailparty-Effekt“ genannt und weist darauf hin, dass unser Nervensystem zumindest zeitweilig unterschiedliche Informationen parallel verarbeiten und je nach Bedeutung der Information die Aufmerksamkeit flexibel auf die eine oder andere Quelle richten kann.

 

Professor Rainer Guski
Umweltpsychologe an der Ruhr-Uni Bochum

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