Warum hört man mit dem Schnarchen auf, wenn man angestupst wird?

Haberger hakt nach / Thinkstock
Foto: Thinkstock

Denise Haberger geht für UNICUM den Rätseln des Alltags nach. Diesmal wollte sie von Professor Roland Laszig, Ärztlicher Direktor der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Freiburg, wissen: Warum hört man mit dem Schnarchen auf, wenn man angestupst wird?

In der Tiefschlafphase ist die Muskulatur sehr schlaff, das ist vergleichbar mit einer Narkose. Die Zunge rutscht nach hinten und die Luftwege werden enger. Dadurch vibriert es im Rachen und so entsteht das Schnarchen. Werden Schnarcher im Schlaf berührt, hören sie oft damit auf. Das liegt daran, dass sie durch die Berührung aus ihrer Tiefschlafphase herausgeholt werden. Sie wachen nicht auf, der Schlaf wird einfach nur flacher. Allerdings hält das meist nicht lange an. Nachdem sich Schnarcher wieder entspannt haben und in den Tiefschlaf zurückfallen, fangen sie erneut an. Einzige Hoffnung für daneben liegende Nichtschnarcher ist, dass die Schnarcher auf das Anstupsen mit einem Positionswechsel reagieren. Das kann manchmal auch helfen. Ansonsten: immer weiter anstupsen oder Geräusche machen. Denn akustische Reize sorgen für das gleiche Ergebnis. Übrigens: Hat jemand Alkohol getrunken, hilft bloße Berührung nicht mehr, der Schlaf ist dann einfach viel zu tief.

Professor Roland Laszig

 

 

 

Professor Roland Laszig
Ärztlicher Direktor der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Freiburg

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