Wie entsteht eigentlich Hirnfrost?

Haberger hakt nach / Thinkstock
Foto: Thinkstock

Denise Haberger geht für UNICUM den Rätseln des Alltags nach. Diesmal wollte sie von Dr. Martin Wolz, Sprecher der Jungen Neurologen, wissen: Wie entsteht eigentlich Hirnfrost?

Hirnfrost ist eine Umschreibung für einen kälteinduzierten Kopfschmerz. Da ein häufiger Trigger dafür der Konsum von Speiseeis ist, wird diese Form des Kopfschmerzes im Englischen auch als ‚ice cream evoked headache‘ bezeichnet. Er tritt meist wenige Sekunden nach rascher Aufnahme kalter Speisen oder Flüssigkeiten in die Mundhöhle auf, bei der Mehrzahl der Patienten verschwindet er innerhalb von weniger als zehn Sekunden. Der Schmerzcharakter wird als stechend beschrieben und von den Betroffenen als sehr unangenehm erlebt. Ursächlich für diese Art der Kopfschmerzen ist wahrscheinlich eine kälteinduzierte Verengung der Blutgefäße nach einem Kältereiz am Gaumen. Die wirksamste Maßnahme zur Vorbeugung besteht in der langsamen Aufnahme: So konnte eine kanadische Studie an Mittelschülern zeigen, dass bei langsamem Verzehr von Speiseeis der Kopfschmerz nur in der Hälfte der Fälle auftrat. Nach Eintreten der Beschwerden kann es zum Beispiel helfen, den Gaumen mit der Zunge zu berühren oder langsam lauwarmes Wasser zu trinken um die Mundhöhle zu erwärmen.

Dr. Martin Wolz

 

 

 

Dr. Martin Wolz
Sprecher der Jungen Neurologen

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