Wie schnell muss man bremsen, damit man von einer Radarfalle nicht geblitzt wird?

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Denise Haberger geht für UNICUM den Rätseln des Alltags nach. Diesmal wollte sie von Prof. Klaus Solbach, Professor für Hochfrequenztechnik an der Universität Duisburg-Essen, wissen: Wie schnell muss man bremsen, damit man von einer Radarfalle nicht geblitzt wird?
Die meisten festeingebauten Blitzer messen die Geschwindigkeit mit einer Induktionsschleife in der Straße wenige Meter vor der Anlage. Da kann man mit voll überhöhter Geschwindigkeit bis auf wenige Meter darauf zu donnern, dann ganz fest bremsen und mit der erlaubten Geschwindigkeit über die Schleife fahren. So wird man nicht geblitzt, bloß der Hintermann fährt auf. Bei Radar-Fallen und mit Laser-Pistolen wird über eine längere Strecke die Geschwindigkeit der Annäherung gemessen, Größenordnung 10 bis 100 Meter. Wenn man innerhalb dieser Strecke abbremst, kann das Gerät die Geschwindigkeit höchstens als Mittelwert über die Mess-Strecke bestimmen, also weniger als die Anfangsgeschwindigkeit. Wenn die deutlich erhöht war, muss man aber auf deutlich unter die erlaubte Geschwindigkeit abbremsen, damit dieser Mittelwert auch noch die erlaubte Geschwindigkeit ergibt. Das ist nicht zu empfehlen, da lebensgefährlich, siehe oben.
Klaus Solbach
Professor für Hochfrequenztechnik an der Universität Duisburg-Essen










