UNICUM hört: Kylie Minogue "The Abbey Road Sessions"
Ein Vierteljahrhundert Kylie wird ab dem 26.10. mit einem ganz besonderen Album gefeiert

- Kylie Minogue | Foto: Darenote/William Baker
Kylie Minogue blickt 2012 auf 25 Jahre im Musikbusiness zurück: eine Zeit voller Höhen und Tiefen, Imagewechsel und Comebacks. Nach dem im Sommer releasten "Best of"-Album, präsentiert die Australierin nun auf The Abbey Road Sessions 16 ihrer bekanntesten Songs in neuem Gewand.
Wandelbar und facettenreich
Kylie Minogues Musik-Karriere begann 1987 mit "Locomotion" und "I Should be so lucky", es folgten "Hand on your Heart" (1989), "Better the Devil you know" (1990), "Finer Feelings" (1992), "Confide in me" (1994) und nach dem furiosen Comeback "On a Night like this" (2000), "Can't get you out of my Head" (2001), "Slow" (2003), "I believe in you" (2004) und "All the Lovers" (2010.).
Diese Tracks sind nun auf dem Album The Abbey Road Sessions versammelt, allerdings komplett neuarrangiert. Gemeinsam mit einer Live-Band und einem Orchester zog Kylie Minogue in die berühmten Studios an der Abbey Road in London – dorthin, wo schon die Beatles ihre elftes Album aufnahmen.
Den 16 Songs auf The Abbey Road Sessions stehen die neuen Sound-Kleider ausgezeichnet. Ohne den ganzen Pop-Schnickschnack klingt Kylie Minogues Stimme präsent und emotional, sie verleiht jedem Track den letzten Schliff. Dahinter erklingen immer neue und teilweise auch überraschende Arrangements, so sprüht "Locomotion" in einer Fifties-Version vor guter Laune, während das gleichsam fröhlich "I should be so lucky" auf einmal voll epischer Eleganz daherkommt. Gerade auch elektronischere Stücke wie das coole "Slow" wurden auf eine mitreißende Art aufgenommen: so auf eine neue Gefühlsebene gehievt, entfalten sie eine gänzlich andere Wirklung.
Einzig die erste Single-Auskopplung "Flower" war bislang noch auf keinem Album zu hören. Die erstklassige Pop-Ballade wurde von Steve Anderson produziert, seines Zeichens Teil des House-Duos Brothers in Rhythm.
Ein Highlight auf The Abbey Road Sessions ist aber klar "Where the wild Roses grow" aus dem Jahr 1995. Kylies damaliger Duettpartner Nick Cave stand auch für diese Neuaufnahme hinter dem Mikrofon – gemeinsam sorgen sie heute wie damals für einen wunderbar morbiden Gänsehautmoment.
Mal verführerisch, mal verletzlich, dann wieder ausgelassen: Mit The Abbey Road Sessions beweist Kylie Minogue nicht nur, dass sie in dem letzen Vierteljahrhundert eine Menge guter Hits hatte. Sie präsentiert sich auch als wandelbare Künstlerin mit unzähligen Facetten. Ihre Zusammenarbeit mit Orchester und Liveband ist ein Experiment, dass sie gelohnt hat. Nach dem Hören des Albums kann man sich nur noch eine The Abbey Road Sessions-Tour wünschen. Doch Kylie Minogue arbeitet schon fleißig an Tracks für ein neues Album, das 2013 erscheinen sollen.
Kylie Minogue
The Abbey Road Sessions
EMI Music
VÖ.: 26.10.2012
Für Fans von: K-Y-L-I-E – und zwar von A bis Z, Neuarrangements a lá Robbie Williams "Swing when you're winning"









