UNICUM hört: Lights "Siberia"

Zuckersüßer Electropop meets Dubstep meets HipHop: Ab dem 31. August im Handel

von Barbara Kotzulla
Foto: ©Last Gang Records

"Der Titel bezieht sich auf einen Satz, den ich neulich gehört habe: Wir könnten sogar an einem Ort wie Sibirien glücklich sein. Das klang so inspirierend" – Mit Siberia veröffentlicht die 25-jährige Kanadierin Lights ihr zweites Studioalbum. Die 13 Tracks balancieren zwischen großen Glücksmomente und süßer Nettigkeit.

Im Großen und Ganzen gelungen

Über 1.000.000 Facebook-Freunde, über 40.000 Twitter-Follower, Millionen Klicks auf Youtube: Lights (gebürtig: Valerie Anne Poxleitner) darf sich ruhigen Gewissens mit dem Titel "Electropop-Phänomen" schmücken.

Die zierliche Musikerin hat ihre Karriere zielstrebig vorangetrieben: Lights schrieb schon mit 16 Jahren Songs für andere Künstler, es folgten 2008 die selbstbetitelte Debüt-EP, 2009 der erste Longplayer "The Listening" und 2010 eine Akustik-EP. Und nun also das zweite Album Siberia.

Mit Siberia macht die Kanadierin einen ganz großen Sprung in Richtung Erwachsensein und zeigt sich als ernstzunehmende Künstlerin mit Zukunft. Ihren jugendlichen Charme und Leichtsinn hat Lights sich trotz aller Professionalität zum Glück bewahrt. So klingen die Songs auf Siberia nach Aufbruch, Hoffnung und Leidenschaft.

Das Album entstand in Zusammenarbeit mit Holy Fuck, einer Electro-Rockband aus Toronto, die Lights für ihren "Dreck und Mut" bewundert. Ein bisschen dreckiger und mutiger hätte Siberia dann doch ausfallen können. Zwar spricht Lights hierbei von einem "gewagten Schritt", jedoch gesellen sich zur durchaus vorhandenen Experimentierfreude an einigen Stellen gewohnte Popmuster und Synthieklänge. Mit Anleihen an den allgegenwärtigen Dubstep hat die verheiratete 25-Jährige sich dann auf wirklich ungewohntes Terrain begeben – der raue Sound steht ihr gut.

Zur reinen Geschmackssache dürfte Lights' Stimme werden: Zuckersüß und unbeschwert liegt sie über allem. Irgendwie typisch "amerikanisch", typisch "Mädchen", typisch "nett". Doch der Bruch zwischen dieser Niedlichkeit und den elektronischen Beats macht auch den Reiz von Siberia aus.

Lights persönlicher Lieblingstitel auf Siberia ist "Flux And Flow" auf dem Rapper Shad zu hören ist und der bestens ihre neue Liebe zum Dupsteb transportiert. Aber auch die 13 anderen Tracks, wie das Dance-Pop-Stück "Toes" oder die Ballade "Cactus In The Valley", sind im Großen und Ganzen gelungen. Naja, fast: Denn was sich Lights und Holy Fuck bei dem fast neunminütigen abschließenden Electrogeschrammel "One Day" dachten, bleibt wahrscheinlich für ewig ihr Geheimnis.

Für die Zukunft träumt Lights von einer Zusammenarbeit mit Björk oder Michael Bublé - beides würde passen. Das sagt eigentlich alles.

Exklusives Pre-Listening

Ihr wollt schon vor der offiziellen Veröffentlichung von Siberia in das Album reinhören? Dann folgt einfach diesem Link und überzeugt euch jetzt schon von Lights neustem Werk: www.soundcloud.com


Lights

Siberia    

Universal Music/Last Gang Records   

VÖ: 31. August 2012     

Für Fans von: kanadischen Emo-Mädchen, die lieber Synthie-Pop und Electro-Rock machen, statt traurig zu sein.

www.iamlights.com

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