UNICUM hört: Loreen "Heal"

Vom ESC in die Charts: Das erste Album der Sängerin Loreen gibt's ab dem 26.10. im Handel

von Barbara Kotzulla
Loreen | Foto: Jimmy Backius

Ihrem sensationellen Sieg beim Eurovision Song Contest folgte der große Erfolg: Loreens Gewinnersingle "Euphoria" verkaufte sich über 1 Million Mal (alleine in Deutschland gingen mehr als CDs über die Ladentische), erklomm in 18 Ländern die Spitze der Charts und wurde auch international mit Platin und Gold geehrt. Nun erscheint am 26. Oktober das heiß ersehnte Debütalbum der Schwedin.

Lass es raus, Loreen!

Ja, "Euphoria" hat tatsächlich in ganz Europa für Euphoriestürme gesorgt. Mit der energetischen Nummer sicherte sich Loreen für ihr Heimatland Schweden zurecht den ersten Platz beim Eurovision Song Contest. Der Track fiel zwischen den überdrehten Dance-Beiträgen aus dem Rahmen und sorgte für etwas "Da-wird-ja-auch-mal-vernünftige-Musik-gespielt"-Feeling. Dazu kamen das waldelfengleiche Auftreten der Sängerin mit marokkanischen Wurzeln sowie ihr an die Kampfkunstform Capoeira angelehnter Tanzstil: die Sensation war perfekt.

Eine weitere Sensation bleibt bei Loreens Debütalbum Heal leider aus. Von dem "Euphoria"-Durchmarsch berauscht vetrauen Künstlerin und Produzenten auf das Erfolgsrezept und liefern 12 Tracks nach gleichem bzw. zumindest ähnlichen Schema ab. Vor allem die zweite Single "My Heart Is Refusing" schlägt schon arg in die selbe Kerbe: viele Synthies, Trance/Electro-Elemente im Hintergrund, Hall in der Stimme. Das ist zweifelsfrei gut gemacht, dennoch hätte man sich von der "wilden" Loreen mehr Mut, Kreativität und Leidenschaft gewünscht. Denn z.B. die Ballade "Do We Even Matter" klingt fast schon lustlos.

Doch es gibt auch tolle Songs auch Heal zu entdecken: "Everytime" vetraut ganz auf eine unaufgeregte Atmosphäre, auf "Sidewalk" zeigt Loreen, was musikalisch alles drauf hat und auf "If She Is The One" kann man erahnen, wie toll sich ihre Stimme mit orchestraler Begleitung anhört.

Und dann ist da noch "Euphoria", die Mega-Single, die leider auch die Erwartungen an Heal in höhere Sphären steigen ließ. So ist das Debüt von Loreen ein solides Pop-Album geworden, das ein bisschen zu sehr auf den sicherlich eintreffenden Chartserfolg schielt. Heal macht aber deutlich, dass in Loreen noch mehr schlummert – bleibt zu hoffe, dass die Sängerin ihr inneres Musik-Monster bald rauslässt.



Loreen

Heal

Warner Music

VÖ.: 26.10.2012

Für Fans von: "Euphoria", Dance-Pop, einer schönen Stimme gepaart mit einem verwegenen Auftreten, aktueller Charts-Musik

www.loreen.se

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