UNICUM hört: Mika "The Origin of Love"

Das neue Album des britischen Künstlers erscheint am 05. Oktober

von Barbara Kotzulla
Mika | Foto: Alex de Mora

Nach "Life in Cartoon Motion" (2007) und "The Boy Who Knew Too Much" (2009) veröffentlicht die personifizierte Fröhlichkeit Mika nun das dritte Album. Auf The Origin of Love zeigt sich der erfolgreiche britische Sänger deutlich gereifter, aber nicht weniger euphorisch.

Unverkennbar Mika

Manchmal sind es die dramatischen Momente im Leben, die alles verändern. Für den britisch-libanesischen Sänger Mika war es ein Unfall seiner Schwester, der alles auf den Kopf stellte. Paloma Penniman war vom Balkon aus dem vierten Stock gefallen und wurde von einem Zaun aufgespießt. Tausend Schutzengel müssen ihr im Fall zur Seite gestanden haben, denn heute geht es der jungen Frau wieder gut. 

Diese Beinah-Tragödie war – so makaber es klingt – für Mika ein wichtiger Antrieb: "Das war ein massiver Schock, durch den ich erkannt habe: 'Du solltest das Beste aus dem machen, was du hast.'" Also setzte sich Mika hin und fing an die Lieder für sein drittes Album The Origin of Love zu schreiben.

Den 14 Tracks hört man diese positive, lebensbejahende Einstellung an. Doch Mika verschreibt sich auf The Origin of Love nicht allein dem Happy Pop, der ihn berühmt gemacht hat. Aufgedrehte Songs wie "Grace Kelly" oder "Big Girl (You Are Beautiful)" sind eine Seltenheit. Mikas Liebeserklärung an die Liebe kommt poppig, fröhlich, aber dennoch erwachsen daher. Oft bedient er sich der leisen Töne, dann tanzt er gut gelaunt mit Tracks wie "Love You When I'm Drunk", dem eingängigen "Popular Song" oder der ersten Singleauskopplung "Celebrate" (mit Pharrell Williams) ins Ohr.

Über allem liegt natürlich Mikas charismatische Stimme, die gerne die hohen Facetten ausspielt. Das ist Geschmackssache, macht aber auch jeden Songs unverwechselbar.

The Origin of Love ist ein abwechslungsreiches Album, das zwar unverkennbar "Mika" ist, aber auch die gereifte Seite des Künstler zeigt. Mika spielt auf seinem dritten Album mit vielen Einflüssen: HipHop, Reggae, Electro und moderner Pop vermischen sich auf The Origin of Love. Auch dank der Zusammenarbeit mit Produzenten wie William Orbit, Benny Benassi, frYars, Greg Wells (Katy Perry, Adele), Klas Ahlund (Robyn) und Nick Littlemore (Empire of the Sun) ist das Album eine runde, hörenswerte Sache geworden.



Mika

The Origin of Love

Universal Music

VÖ: 05. Oktober 2012

Für Fans von: Happy Pop mit Anspruch, außergewöhnlichen Stimmen, britischem Charme

www.mikasounds.com

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