UNICUM hört: Pink "The Truth About Love"
Vier Jahre nach "Funhouse" erscheint am 14. September das neue Album der Sängerin

- Foto: Andrew Mcpherson
Album Nummer 6 und kein bisschen leise: Pink hat sich 12 Jahre nach ihrem Karrierestart die charmante Rotzigkeit bewahrt. Wie es sich für einen Superstar gehört, ist The Truth About Love perfekt produziert, auf kleine Provokationen wird zum Glück auch diesmal nicht verzichtet.
Konsequente Fortsetzung der Erfolgsgeschichte
"I’ve had a shit day/You’ve had a shit day/We’ve had a shit day": Wenn Pink mit ihrer neuen Single "Blow Out (One Last Kiss)" im US-Amerikanischen Fernsehen auftritt, kommen die TV-Macher ganz schön ins Schwitzen. Denn auf Schimpfwörter a lá "Shit" oder "Asshole" mag die 33-jährige Sängerin auch heute nicht verzichten - und die werden in den USA aber nun einmal gar nicht gerne in der Öffentlichkeit gehört.
Doch das scheint Pink, mittlerweile verheiratete Mutter einer kleinen Tochter, herzlich egal zu sein: Auf The Truth about Love bleibt sie sich und ihrem Image der offenherzigen, selbstbewussten Rockgöre treu. Dennoch ist ihr neues Album erwachsener als die Vorgänger, die 13 Songs gereifter. Zwar ist nicht jeder Track auf The Truth about Love ein Knaller, dennoch hat Pink mit ihrem jüngsten Werk ein rundes Pop-/Rockalbum geschaffen.
So zeigt sich z.B. auf eben jener ersten Single-Auskopplung "Blow Me (One Last Kiss), wie sich Pink auch stimmlich entwickelt hat. Der Track ist einer der größten Ohrwürmer auf The Truth about Love. Ebenso wie der Gute-Laune-Song "True Love", der mit Textzeilen wie "I really hate you/so much/it must be true love" begeistert. "Slut like you" reiht sich ins Repertoire der Partyhymnen ein, während Pink mit "Beam me up" und dem melancholischen "The Great Escape" einmal mehr beweist, dass sie auch Balladen perfekt beherrscht.
Bei zwei Songs hat sich Pink für The Truth about Love Verstärkung geholt: Auf "Just give me a Reason" wird Pink nicht nur von einem Piano, sondern auch von Fun.-Sänger Nate Ruess ("We are young") begleitet. Rapper Eminem gibt sich auf "Here comes the Weekend" ein (wenig spektakuläres) Stelldichein.
The Truth about Love ist die konsequente Fortsetzung der Pink'schen Erfolgsgeschichte. Die Tracks wirken ebenso wie die Sängerin selbst einfach immer noch authentisch und symphatisch. Pink hat mit ihrem sechsten Studio-Album einen Longplayer geschaffen, auf den sich sicherlich die meisten einigen können – und der ihren Status als Superstar des Pop/Rock weiter festigen dürfte.
Pink
The Truth about Love
Sony Music
VÖ: 14. September 2012
Für Fans von: ... naja, eben Pink! Und guter Rock/Pop-Musik mit Charme und Chuzpe.









